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LMS-Direktorin Ruth Meyer ©LMS

News: Job + Karriere

Ruth Meyer wird LMS-Direktorin

Ruth Meyer hat Anfang Mai 2020 ihr Amt als Direktorin der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) angetreten. Sie möchte die bisherigen Projekte und Aufgaben der LMS fortführen, die LMS als Kompetenzzentrum für Digitalisierung- und Medienbildung weiter ausbauen und eine moderne konvergente Medienordnung mitgestalten.

Ruth Meyer kündigte an, die erfolgreiche Arbeit der LMS im Bereich der Medienkompetenzförderung auszubauen, neue Themen und Zielgruppen anzusprechen und aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung aufzugreifen. „Gerade haben uns die coronabedingten Beschränkungen gezeigt, was neue Medien zu leisten vermögen: sie haben Großeltern und Enkel zusammengebracht, Gremien über Videokonferenzen arbeitsfähig gehalten oder Konzerte über den halben Erdball zugänglich gemacht. Wir haben dafür zu sorgen, dass die Kriterien, die für ein terrestrisches Rundfunkprogramm gelten, auch im Netz Beachtung finden. Entwicklungen wie die zunehmende Durchdringung des Alltags durch Systeme der künstlichen Intelligenz verstärken das Informationsbedürfnis in der Bevölkerung. Durch maßgeschneiderte Angebote wollen wir für die Saarländerinnen und Saarländer auch in Zukunft der Ansprechpartner in Sachen Kompetenzvermittlung sein. In Zeiten der weitreichenden Kontaktbeschränkungen, hat die LMS bereits reagiert und stellt ihr Programm auf sogenannte Webinare um, also auf Seminare, denen man von zuhause aus über Internet folgen kann. Wir wollen unsere Vereine, Einrichtungen und Institutionen dabei unterstützen, eigene Videokonferenzen und Online-Angebote bereitzustellen“, so die neue LMS-Direktorin.

Ein verfassungsrechtlicher Auftrag der Landesmedienanstalten sei es, Medienfreiheit zu gewährleisten und Meinungsvielfalt zu sichern. „Im Bereich des privaten Rundfunks konnten wir im Saarland in den letzten Jahren eine enorme Vielfalt aufbauen – kleine Sender mit Spartenprogrammen genauso wie Vollprogramme. Gerade in der Corona-Krise geht es darum, diese Vielfalt, die sich mit Regionen des Medienstandorts Nordrhein-Westfalen messen kann, zu wahren. Der private Rundfunk ist als systemrelevant anzuerkennen. Daher bin ich bereits mit der Landesregierung im Gespräch, um Möglichkeiten der Unterstützung in dieser besonderen Situation zu beraten“, erklärt Meyer. Bereits Anfang April hatte sich die LMS in einem gemeinsamen Appell mit den im Saarland zugelassenen privaten Rundfunkveranstaltern an Landtag und Regierung des Saarlandes gewandt und auf die besonderen Problemlagen des privaten Rundfunks aufmerksam gemacht. „Es geht nun darum, die existenzielle Bedrohung der derzeitigen Rundfunkvielfalt für das Saarland abzuwenden und gemeinsam mit der Landesregierung über die bisherigen allgemeinen Hilfspakete hinausreichende Unterstützungsmaßnahmen für den privaten Rundfunk zu initiieren.“

Foto: LMS-Direktorin Ruth Meyer ©LMS

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