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BR sendet nicht mehr über Mittelwelle

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BR sendet nicht mehr über Mittelwelle

Der Bayerische Rundfunk hat wie angekündigt die Mittelwellen-Übertragung zum 1. Oktober eingestellt. Das letzte noch über die BR-Mittelwelle verbreitete Hörfunkprogramm, die Schlagerwelle Bayern plus, ist aber weiter zu hören.

Wie bisher lässt sie sich alternativ im Digitalradio DAB+ (Kanal 11D in Bayern), per Satellit, Digitalkabel und als Livestream im Internet empfangen. Die meisten anderen ARD-Landesrundfunkanstalten haben den Hörfunk per Mittelwelle bereits eingestellt. Nun verabschiedet sich auch der BR von der technisch überholten, dabei verhältnismäßig teuren Übertragungsmethode. Durch die Abschaltung lassen sich jährliche Stromkosten von rund 300.000 € einsparen. In Bayern ist die Versorgung mit dem Programm  Bayern plus inzwischen ohnehin über Digitalradio DAB+ erheblich besser als über die BR-Mittelwelle. Zudem bietet Digitalradio störungsfreies Radio ohne Rauschen, in kristallklarer Klangqualität sowie zeitgemäße Extras, wie multimediale Zusatzinformationen und programmbegleitende Dienste, die über Mittelwelle nicht möglich sind.

Die Mittelwellen-Abschaltung folgt einer Entscheidung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF). Diese hat den ARD-Landesrundfunkanstalten die finanziellen Mittel für das moderne Digitalradio DAB+ genehmigt, dafür aber ein Abschaltkonzept für die Mittelwelle gefordert. Nahezu alle ARD-Anstalten haben die Verbreitung auf diesem Wege schon eingestellt. Der BR hat nun zum 30. September seine vier Mittelwellensender in München-Ismaning und Dillberg (beide auf 801 kHz) sowie Würzburg und Hof (beide auf 729 kHz) abgeschaltet.

In Zukunft setzt der BR beim Hörfunk forciert auf das moderne Digitalradio DAB+ und baut die Sendenetze mit Hochdruck aus. Bis Jahresende sind noch Aufschaltungen in weiteren Gebieten Oberbayerns, Franken und Niederbayerns geplant. (10/15)

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