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Einigung im Antennenstreit in Sicht

Die UKW-Abschaltung von Sendern in Mitteldeutschland ist wohl vom Tisch. Antenneneigentümer und Sendenetzbetreiber haben sich laut Bundesnetzagentur auf wichtige Eckpunkte einer Zusammenarbeit geeinigt. Alle Beteiligten hätten Verantwortung gezeigt und damit eine Lösung ermöglicht.

Unter Moderation von Bundesminister a.D. Friedrich Bohl und der Bundesnetzagentur haben sich jetzt fünf Antenneneigentümer mit den Sendernetzbetreibern auf Eckpunkte für eine vertragliche Regelung des UKW-Antennenzugangs geeinigt. „Alle UKW-Marktakteure haben sich bewegt und sind aufeinander zugegangen. Die Eckpunkte bieten eine gute Grundlage dafür, dass es im nächsten Schritt zu Verträgen kommt und der Streit um die Antennen damit dauerhaft beigelegt wird. Dann müssen die Hörerinnen und Hörer keine Abschaltungen mehr befürchten“, erklärt Bundesminister a.D. Bohl.

Nachdem Media Broadcast aus dem UKW-Geschäft ausgestiegen war, konnten sich
die neuen Antenneneigentümer mit den Sendenetzbetreibern Uplink und Divicon nicht auf einen Preis zur Nutzung der Antennen einigen. Es drohte ein UKW-Blackout für viele private Radiostationen, aber auch für Sender des MDR, NDR und Deutschlandradio.

„Alle Beteiligten haben Verantwortung gezeigt und damit eine Lösung ermöglicht. Ich gehe davon aus, dass die konkreten Verträge jetzt schnell vereinbart werden und damit regulatorische Eingriffe vermieden werden können. Ich danke Herrn Bohl sehr für seine erfolgreichen Verhandlungen“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Für den Fall, dass es dennoch nicht zu einvernehmlichen Lösungen im UKW Antennenstreit kommt, hat die Bundesnetzagentur bereits vorsorglich Regulierungsverfahren eingeleitet. Horizont berichtet zudem, dass in den abgeschlossenen Verhandlungen auch die Media Broadcast Federn lassen musste. Die neuen Antennenbesitzer müssen nun offenbar nicht mehr den ursprünglich vereinbarten Kaufpreis bezahlen.

„Wir begrüßen die von Kanzleramtsminister a.D. Friedrich Bohl und der Bundesnetzagentur vorangetriebene Einigung zwischen den Antenneneignern und den Sendernetzbetreibern Divicon und Uplink. Für die Gewährleistung eines reibungslosen UKW-Sendebetriebs müssen alle Parteien in der Kette, vom Antenneneigner über den Sendernetzbetreiber, den Standortbetreiber bis hin zum Programmanbieter wirtschaftlich agieren können“, sagt Wolfgang Kniese, CFO der MEDIA BROADCAST.

Kniese fährt fort: „Obwohl selbst seit dem 1. April 2018 keine Vertragspartei mehr, hat MEDIA BROADCAST bereits durch den Übergangsbetrieb bis zum 30. Juni und jetzt noch einmal konstruktiv zur Lösung der UKW-Problematik beigetragen."(6/18)

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