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Euro-Chip für digitalen Hörfunk

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Euro-Chip für digitalen Hörfunk

Generalthema auf der Digital Radio Conference der EBU in Brüssel am 11. Oktober war die europaweite Standardisierung des digitalen Radio-Empfangs. BBC und Deutschlandradio haben dort erklärt, sich gemeinsam für den Euro Chip einzusetzen, der es den Radiohörern in Europa ermöglichen soll, mit ihren Digital-Receivern in allen Ländern digitale Programme empfangen zu können.

EBU-Media-Direktorin Annika Nyberg Frankenhäuser begrüßt die Initiative der beiden europäischen Sender für den Euro Chip,  der aus einer Reihe von Mindest-Standards und Funktionen für DAB-Receiver besteht. Entwickelt wurde er vom World DMB-Forum, das sich weltweit für digitalen Hörfunk nach dem Europäischen DAB-System einsetzt. Der Euro-Chip wird bereits hergestellt und soll für die Interoperabilität der digitalen Radiogeräte in Europa sorgen, das heißt die Standards DAB, DAB+ und/oder DMB sowie auch die anlogen Bänder AM und FM unterstützen.

„Die Entwicklung von  Digitalem Hörfunk in Europa ist bisher von zu vielen Unklarheiten begleitet gewesen“, ist der Hörfunk- und Musikchef der BBC Tim Davie überzeugt: „Wir stehen jetzt an einem Wendepunkt für den Durchbruch des digitalen Hörfunks. Diese Entwicklung müssen wir mit einer gemeinsamen europäischen Vision begleiten.“

Deutschlandradio-Chef Willi Steul (Foto) betont: „Digital Radio ist eine  europäische Erfindung. Wir als Broadcaster müssen nun beweisen, dass wir die Zukunftsentwicklung dieser Technologie voran bringen können.“Gemeinsames Ziel der Sender ist, den Radiohörern in allen Ländern in Europa Geräte zu verkaufen, mit denen sie europaweit digitalen Hörfunk empfangen können. (10/12)

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