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Neue Marketing-Kooperation für das Digitalradio

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Neue Marketing-Kooperation für das Digitalradio

Die ARD, das Deutschlandradio, der Sendernetzbetreiber Media Broadcast sowie private Programmanbieter (Digitalradio Deutschland GmbH) haben eine neue Marketing-Kooperation für Digitalradio gestartet. Das gaben die beteiligten Partner auf der IFA-Veranstaltung „Digitalradio 2012/2013“ am 3. September bekannt.

Ziel ist es, Digitalradio mit noch mehr Marketing-Power deutschlandweit im Markt einzuführen und bei den Hörern bekannt zu machen. Parallel zum verstärkten Marketing wird es unter dem Vorsitz des Deutschlandradios und seinem Intendanten Dr. Willi Steul (Foto) einen neuen Verein „Digitalradio Deutschland e.V.“ geben. Mit der neuen Allianz wollen die Protagonisten zeigen, dass die Bereitschaft aller Marktteilnehmer zur Durchsetzung von Digitalradio, dem Radio der Zukunft, breiter ist, als dies von der Medienpolitik und im öffentlichen Bewusstsein bisher realisiert wird.

Steul will mit der jüngsten Initiative zeigen, „dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk zusammen mit den privaten Programm-Anbietern ein gemeinsames Interesse an Digitalradio hat, und dass sie dieses Interesse auch gemeinsam vertreten können“. Zudem will Steul mit dem neuen Digitalradio-Verein zeigen, dass Digitalradio die Zukunft des Radios ist und neben seinem Programmbezug auch eine zentrale industrie- und wirtschaftspolitische Komponente hat. Mit dem neuen koordinierten Marketing für das Digitalradio sollen laut Aussage Steuls künftig alle Maßnahmen zur Förderung von
Digitalradio abgestimmt und koordiniert werden und zudem unter einem einheitlichen Signet laufen.

Johann Michael Möller, Hörfunkdirektor des MDR und stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Digitalradio Deutschland e.V.“, erläutert, warum sich auch der MDR zu dieser neuen Allianz bekennt: „Wir glauben an die digitale Terrestrik als Verbreitungsweg für das Radio, und wir glauben an die Weiterentwicklung der Gattung Radio.“ Möller sagte außerdem, dass sich das Radio den neuen Herausforderungen, sich insbesondere einer jungen Zielgruppe zu stellen, angenommen hat. Er sieht die Chance des Digitalradios besonders in der mobilen Nutzung im Auto und in der Flächennutzung.


Wolfgang Schmitz, WDR Hörfunkdirektor und Vorsitzender der ARD Hörfunkkommission kündigte an, dass die Landesrundfunkanstalten der ARD in den kommenden Wochen auch regional ganz verstärkt Aktionen planen, um die Hörer und Zuschauer mit Digitalradio bekannt zu machen. „Wir haben hierfür unter anderem einen TV-Spot über Digitalradio produziert, welchen wir allen Dritten Programmen der ARD zur Verfügung stellen.“

Zur Veranstaltung „Digitalradio 2012/2013“ auf der IFA 2012 trafen sich am 3. September rund 100 Vertreter von Programmanbietern, der Industrie, Politik und Medien, um sich zur aktuellen Situation von Digitalradio auszutauschen. (9/12)

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