Mebucom / News / Radio / Schweizer Radio 24 sendet mit Lawo-Technik
Schweizer Radio 24 sendet mit Lawo-Technik

News: Radio

Schweizer Radio 24 sendet mit Lawo-Technik

Der Schweizer Privatradiosender Radio 24 sendet aus seinem neue Funkhaus mit Lawo sapphire- und crystal-Konsolen. Für Planung und Systemintegration des Neubaus mit insgesamt zwei Sendestudios, ein Layoutstudio, Bühne, Ü-Wagen sowie 24 Redaktionsarbeitsplätzen zeichnete das Schweizer Systemhaus SLG Broadcast (SLG) verantwortlich.

Anfang der 90er Jahre galt Radio 24 als „modernstes Studio Europas“. Nun war es Zeit, die Technik wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Im „Löwenbräu“-Areal, keine 500 Meter vom alten Sendestandort in Zürich entfernt, wurden neue Räumlichkeiten bezogen. SLG baute in nur zwei Monaten neben zwei hochmodernen Sendestudios und dem Geräteraum auch 24 Redakteursarbeitsplätze, die teilweise über IP Technologie an die zentrale Kreuzschiene angebunden sind. Weiterhin wurden ein Layoutstudio, eine Bühne für kleine Showcases, ein Digital-Signage-System für TV und Informationsanzeigen sowie ein automatisches Kamerasystem für den Webstream installiert.

Die beiden Studios sind identisch aufgebaut und mit Lawo sapphire Konsolen ausgestattet. Die Pulte mit je zwölf Fadern inklusive Zentralbedienfeld sind als Selbstfahrer-Plätze ausgelegt. Abgesetzte Vier-Fader-Einheiten mit Overbridges und frei konfigurierbaren Touchscreens für den News- und Co-Moderator ergänzen die Pulte. Im Produktionsstudio wurde ein Lawo crystal Mischpult installiert, um Live-Performances auf der Bühne zu mischen und in einer ProTools Audioworkstation aufzunehmen. Crystal und Audioworkstation sind über MADI an der Kreuzschiene angebunden.

Ein vor sechs Jahren gebauter Studiobus für Außenübertragungen mit SLGs VRS (Virtual Remote Studio) Technologie konnte allein durch Software-Anpassungen nahtlos in die neue Technikumgebung integriert werden. VRS ermöglicht Technikern und Moderatoren vom Außenübertragungsort auf Dienste im Studio zuzugreifen, ganz so als würden sie im Funkhaus sitzen.

Für die Studiotelefonie kommt bei Radio 24 eine umfangreiche Phonebox-Installation mit Social-Media-Integration von Broadcast Bionics zum Einsatz. Als Abhörlautsprecher wurden Lautsprecher „twotwo“ von PMC integriert. Das Studio 1 ist mit vier HD-SDI-Kameras ausgestattet, der nachfolgende Bildmischer schaltet anhand der Faderpositionen der Lawo Mischpulte automatisch die richtige Kamera auf den Webstream, über den die Hörer die Regie auf www.Radio24.ch live sehen können.

Marc Straehl von SLG Broadcast: „Die Radiotechnik ist so fortgeschritten, dass wir die Installation mit offenen Arbeitsplätzen, Bewegtbild und Ton realisieren konnten, und das Programm einfach per Mausklick auf verschiedenen Distributionswegen verbreiten können. Radio 24 kann so sein Programm global gestalten, und trotzdem für Zürich hautnah erlebbar sein. Dafür nutzen sie nun nicht nur das Telefon, sondern auch Social Media direkt am DJ-Pult.“

5 von 24 Redakteursarbeitsplätzen sind über IP an die Lawo-Kreuzschiene angebunden. Ob Telefoninterview, Multitrack-Editing oder Intercom - dank des virtuellen Audiotreibers JADE von Lawo ist das Routing auf sämtlichen Arbeitsplätzen für alle unterschiedlichen Aufgaben immer automatisch richtig eingestellt.

In die Wand eingelassene Bildschirme in den Studios und in der Redaktion zeigen dank eines aufwändigen Split-Screen Systems flexibel bis zu drei verschiedene Quellen an – von Digitalfernsehen über Websites bis hin zu Pegel- und Status-Informationen der Mischpulte, die über die Lawo VisTool-Software dargestellt werden.

Marc Straehl als Quintessenz über dieses Projekt: „Radio 24 hat nun zwei Generationen des technologischen Fortschritts übersprungen. Sie sind jetzt auf dem allerneuesten Stand.“

Radio 24 ist das erste und bis heute meistgehörte Privatradio der Schweiz. Bereits 1979 sendete Radio 24 aus Italien mit dem damals stärksten UKW-Sender nach Zürich. Erst 1983 erhielt das „Piratenradio“ eine Konzession in der Schweiz und sendete fortan legal vom Üetliberg bei Zürich. 1993 wechselte man den Stadort und zog nach Zürich. (11/13)

Zurück