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Constantin schreibt weiter rote Zahlen

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Constantin schreibt weiter rote Zahlen

Der Constantin Medien-Konzern hat im ersten Quartal 2014 den Umsatz deutlich gesteigert. Die Ertragslage war jedoch durch höhere Wertminderungen im Filmgeschäft und Sonderaufwendungen beeinträchtigt und liegt in den ersten drei Monaten erst einmal im Minus. Und vor allem der Wegfall von Liga Total konnte nicht aufgefangen werden.

Der Konzernumsatz stieg von Januar bis März 2014 von 103,7 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum um 31,2 Prozent auf 136,1 Mio. Euro. Der hohe Anstieg ist auf das Segment Film zurückzuführen, wie die Constantin mitteilt. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit -2,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von +1,8 Mio. Euro. Dabei wirkten sich gestiegene Wertminderungen auf das Filmvermögen ebenso aus wie Sonderaufwendungen für die sogenannte Formel 1-Klage der Constantin Medien AG in London. Das Konzernperiodenergebnis im ersten Quartal 2014 betrug -5,0 Mio. Euro nach +0,5 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahresquartal. Der darin enthaltene Ergebnisanteil Anteilseigner belief sich auf -5,5 Mio. Euro nach -0,5 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Zur Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche erklärt die Constantin: "Im Segment Sport lag der Umsatz nach den ersten drei Monaten 2014 mit 33,4 Mio. Euro um 10,0 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 37,1 Mio. Euro. Sowohl Marktanteile als auch Reichweiten wurden im TV- und kumuliert im Online- und Mobile-Bereich weiter gesteigert. Der daraus resultierende Umsatzanstieg bei Sport1 konnte jedoch, wie erwartet, den Wegfall der Produktion des früheren Bundesligasenders "LIGA total!" nicht ausgleichen. das operative Geschäft sank in den ersten drei Monaten auf 1,2 Mio. Euro (Q1 2013: 1,6 Mio. Euro). Neben dem Umsatzrückgang wirkten sich dabei höhere Materialaufwendungen als Folge der Digitalisierungsstrategie des Sportgeschäfts aus.


Aufwärts ging es bei der Constantin mit den Filmumsätzen. In den ersten drei Monaten 2014 kletterten die Umsätze von 65,1 Prozent auf 92,1 Mio. Euro (Q1 2013: 55,8 Mio. Euro). Insbesondere die Bereiche Kinoverleih und Lizenzhandel konnten aufgrund des weltweiten Vertriebs des Filmtitels „Pompeii“ deutlich höhere Erlöse als im ersten Quartal des Vorjahres erzielen. Draufgezahlt hat die Constantin bei dem selbst produzierten 3D-Animatiosfilm "Tarzan". Dadurch liegt das  Segmentergebnis mit -2,6 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (-1,8 Mio. Euro).


Bernhard Burgener (Foto), Vorsitzender des Vorstands der Constantin Medien AG: spricht in seiner Stellungnahme davon, dass das erste Vierteljahr den Erwartungen entsprochen habe. Die erfreulichen Reichweiten- und Marktanteilszuwächse im Sportsegment zeigten, dass der kontinuierliche Ausbau der Sportinhalte und Live-Strecken sowie die weitere Digitalisierung des Sportgeschäfts Früchte zu tragen beginne. Vorsichtiger ist man in seiner Prognse für das Gesamtjahr, was mit dem geplatzten Verkauf derPLAZAMEDIA GmbH TV- und Film-Produktion an Sky zusammenhängt. Die Vereinbarung stand unter anderem unter dem Vorbehalt, dass ein neuer Produktionsrahmenvertrag zwischen der Sport1 GmbH und PLAZAMEDIA abgeschlossen wird, über dessen Ausgestaltung jedoch keine Einigkeit erzielt wurde.

Gerechnet wird nunmehr mit einem Konzernumsatz zwischen 460 Mio. Euro und 500 Mio. Euro (bisher: 420 Mio. Euro bis 460 Mio. Euro) und mit einem auf die Anteilseigner entfallenden Konzernergebnis von -13 Mio. Euro bis -15 Mio. Euro (bisher: +13 Mio. Euro bis +15 Mio. Euro). (5/14)

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