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Constantin-Sky-Deal gescheitert

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Constantin-Sky-Deal gescheitert

Der am 5. Dezember 2013 vereinbarte Verkauf von 100 Prozent der Anteile an PLAZAMEDIA sowie von jeweils 25,1 Prozent der Anteile an Sport1 und Constantin Sport Marketing von Constantin Medien an Sky Deutschland ist gescheitert. Constantin plant stattdessen eine Kapitalerhöhung.

Die Transaktion stand unter anderem unter dem Vorbehalt, dass ein neuer mehrjähriger Produktionsrahmenvertrag zwischen der Sport1 GmbH und der PLAZAMEDIA GmbH TV- und Film-Produktion abgeschlossen wird. Über dessen Ausgestaltung konnte jedoch keine Einigung erzielt werden.
 
Dies habe zur Veränderung der finanziellen Ziele des Constantin Medien-Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 geführt, heißt es in einer Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens. Die Fortführung der Aktivitäten der PLAZAMEDIA GmbH TV- und Film-Produktion und ihrer Tochtergesellschaften unter dem Dach der Constantin Medien AG führe einerseits zur Erhöhung der Umsatzerlöse im Constantin Medien-Konzern und gleichzeitig zum Wegfall des sonstigen Ertrags aus der Entkonsolidierung der PLAZAMEDIA-Gesellschaften. Daher gehe der Vorstand nunmehr von einem Konzernumsatz zwischen 460 Mio. Euro und 500 Mio. Euro aus (bisher: 420 Mio. Euro bis 460 Mio. Euro). Beim Ergebnisanteil Anteilseigner erwartet er ein Konzernergebnis von -13 Mio. Euro bis -15 Mio. Euro (bisher: +13 Mio. Euro bis +15 Mio. Euro).
 
Darüber hinaus plant der Vorstand der Constantin Medien Maßnahmen zur Refinanzierung der Unternehmensanleihe 2010/2015.
 
Einerseits beabsichtigt der Vorstand der Constantin Medien im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat, unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2013/I eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG durchzuführen. Hierzu sollen ausgewählte Investoren angesprochen werden. Es ist geplant, das Grundkapital der Constantin Medien AG von EUR 85.130.780,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien, um bis zu 10 Prozent des Grundkapitals, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie gegen Bareinlagen zu erhöhen. Über die Durchführung dieser Kapitalerhöhung entscheiden Vorstand und Aufsichtsrat der Constantin Medien AG, wenn die weiteren Parameter dieser Kapitalerhöhung, insbesondere der Ausgabepreis, feststehen.
 
Zudem soll mit einem Privatinvestor über das bereits bestehende Darlehen in Höhe von rund 17,5 Mio. Euro hinaus eine weitere Darlehensvereinbarung über insgesamt 14 Mio. Schweizer Franken und 4,5 Mio. Euro abgeschlossen werden. Die neuen Darlehen werden eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 haben; der Zinssatz wird wie bisher 5,0 Prozent p.a. betragen.

Bernhard Burgener (Foto), Vorsitzender des Vorstands (CEO) der Constantin Medien: „Nach langen  Verhandlungen mussten wir leider zum Ergebnis gelangen, dass der Abschluss eines neuen Produktionsrahmenvertrages zu wirtschaftlich für beide Seiten akzeptablen Bedingungen nicht möglich ist. Ungeachtet dieser bedauerlichen Entwicklung werden wir im Segment Sport unsere Multimedia-Strategie, die wir seit einigen Jahren verfolgen und gerade im vergangenen Jahr verstärkt haben, ohne Einschränkung fortsetzen, um optimal von der Digitalisierung der Medieninhalte profitieren zu können.“ (5/14)

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