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ORF aus Analysten-Sicht

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ORF aus Analysten-Sicht

Die Euler Hermes Rating GmbH bewertet die Bonität der Österreichischer Rundfunk Stiftung öffentlichen Rechts mit AA-. Für die kommenden zwölf Monate wird eine stabile Entwicklung des Ratings erwartet.

Ausschlaggebend für das gute Rating der Analysten sind der öffemtlich-rechtliche Auftrag des ORF, das österreichische Bundesgebiet mit unabhängigen Hörfunk- und Fernsehprogrammen zu versorgen, die überdurchschnittliche Bonität der Stiftungsträger und die im Gesetz festgelegte Gebührenfinanzierung der Aufgaben. Daher ist aus Sicht der Ratingagentur das Geschäftsrisiko stark unterdurchschnittlich.

Die Gebührenfinanzierung sichert dem ORF Konzern nachhaltig die erforderlichen Cashflows, um den medialen Versorgungsauftrag zu erfüllen. Die Mittelabflüsse aus Sozialverpflichtungen werden durch Wertpapierverkäufe abgedeckt. Der ORF verfügt durch den  Eigenmittelaufbau, hohe Verschuldungspotenziale und die gebührenrechtliche Ermächtigung für Investitionen bis 2021 in die Medienstandortkonsolidierung am Küniglberg/ Wien über eine sehr gute finanzielle Flexibilität. Von den Kostensenkungsmaßnahmen, Konzernsynergien und Prozessoptimierungen durch den neuen multimedialen Newsroom erwarten die Analysten eine Verbesserung des finanziellen Spielraums. Hierdurch werden die Eigenmittel für den Finanzierungsbedarf gestärkt.

Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels der Medienlandschaft will der ORF Konzern sich als öffentlich-rechtlicher Medienkonzern multimedial positionieren, um weiterhin über hohe Marktanteile in der österreichischen Bevölkerung die Gebührenlegitimation zu wahren. Anspruch des ORF sei es, durch einen Qualitätsjournalismus in ausgewählten Genre Clustern sich zu profilieren. Aus Sicht der Analysten kann sich der ORF Konzern zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit trotz gesetzlicher Restriktionen erhalten. Strategische Risiken bestehen aus Sicht der Agentur durch  den multidimensionalen Transformationsprozess. Darüber hinaus bestehen Risiken durch den Ausbau der Wiener Zentrale, durch regulatorische und kartellrechtliche Vorgaben, konjunkturelle Abhängigkeiten der Werbeetats, Reputationsrisiken und Urheberrechtsverletzungen.. (6/15)

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