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Effizienz durch Kollaboration

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Effizienz durch Kollaboration

Gemeinsam mit Avid Technology veranstaltete MEDIEN BULLETIN am 20. Februar ein Executive Roundtable Gespräch zum Thema „Smart Media Production – Produce once, Repurpose many“. Deutlich wurde hier wieder, dass gemeinsame Standards und stärkere Kollaboration für die Geschäfte aller Marktakteure von zentraler Bedeutung sind.

Die rasant fortschreitende Transformation des Medien-Business stand im Vordergrund des ersten Executive-Roundtable-Gesprächs 2014, zu dem MEDIEN BULLETIN gemeinsam mit Avid Technology eingeladen hatte. Diskutiert wurden hier intelligente, kostensparende Prozesse und effiziente Kollaboration bei der Programmproduktion. „Create once, Repurpose many“, heißt heute die Devise bei den meisten Medienhäusern. Ziel ist die bessere Monetarisierung von Medien-Inhalten in der digitalen Welt, die von zunehmender Diversifikation mit Blick auf Distributionskanäle und Medien-Plattformen geprägt ist. Die Verteilung von Inhalten wird hier immer komplexer und schwieriger. Vor diesem Hintergrund ist es für alle Marktkräfte wichtiger denn je, gemeinsame Lösungswege zu finden. Mit seinen Executive-Roundtable-Gesprächen bietet MEDIEN BULLETIN der Branche dazu eine offene Plattform.

Eingeladen waren am 20. Februar in den Räumlichkeiten der MEDIEN-BULLETIN-Redaktion Management-Vertreter aus dem öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk, aus dem Bewegtbild-Plattform-, Distributions- und Consulting-Bereich (Teilnehmer siehe S. 33). Avid Technology nutzte die Veranstaltung, um seine „Avid Everywhere“-Marktinitiative vorzustellen. Sie zielt darauf ab, kreative Medienschaffende sowie Medienorganisationen durch verstärkte Zusammenarbeit besser, effizienter und profitabler mit ihren Zielgruppen zu vernetzen. Zur IBC 2013 wurde zudem die „Avid Customer Association“ gegründet. Die Initiative soll wichtige Impulse für strategische Branchenthemen liefern und die Kooperation zwischen Meinungsführern und kreativen Visionären fördern. In enger Kooperation mit seinen Kunden aus dem Broadcast-, Kreativ- und Medienbereich will Avid mit der „Customer Association“ strategische Ansätze und innovative Technologien vorantreiben, um Lösungen für die wichtigsten Herausforderungen der Medienbranche zu bieten. Beim Executive-Roundtable-Gespräch von MEDIEN BULLETIN war Avid vertreten durch Dr. Christopher Brennan, Managing Director für die Regionen Mittel- und Osteuropa sowie Naher Osten und Türkei, Dr. Peter Thomas, Senior Director Chief Solutions Architect, Jochen Pielage, Senior Director Product Developement.

Einen in die Thematik einleitenden Vortrag hielt Dr. Marcus Hochhaus, Geschäftsführer der Goldmedia Consulting Munich. Er skizzierte die bisherigen Technologiesprünge in der Medienwelt und die Entwicklungsszenarien disruptiver Innovationen. Er wagte einen Ausblick auf künftige Entwicklungen und ging dabei den Fragen nach: Was sind die treibenden Elemente in der Medienzukunft? Und welche Wertschöpfungsmöglichkeiten ergeben sich daraus? Hochhaus forderte die Diskussionsteilnehmer auf, sich den verändernden Marktbedingungen schnell und flexibel mit neuen Businessmodellen anzupassen. Abwarten sei der falsche Weg. TV-Veranstalter müssten ansonsten befürchten, von neuen Marktakteuren wie Netflix, Amazon und Google überholt und abgehängt zu werden. Neue Technologien würden die Märkte heute mehr denn durcheinander rütteln. Sie würden immer schneller Marktrelevanz erhalten und Vorgängertechnologien ablösen. Dies würde besondere Anforderungen an die Marktakteure stellen. Hochhaus: „Nur die, die sich am schnellsten anpassen, werden überleben. Die Kernbotschaft, die wir Medienunternehmen immer mit auf den Weg geben, lautet deshalb: Die neuen Entwicklungen passieren mit Ihnen oder ohne Ihnen. Kannibalisieren Sie sich selbst, bevor es andere tun.“ Avid hat diese Entwicklung mit der „Avid Everywhere“-Initiative ebenfalls im Blick. Unter der Überschrift „Mehr Effizienz durch verbesserte Kollaboration“ erklärte Dr. Peter Thomas die Zielsetzung der Initiative. Sie sei entstanden, weil Medieninhalte heute überall (everywhere) gesucht und genutzt, produziert und distribuiert werden können. „Wir wollen damit Menschen, die Inhalte schaffen, und die, die sie konsumieren, näher zusammen bringen“, brachte er es auf den Punkt.