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Digitalradio in Bayern mit wachsender Akzeptanz

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Digitalradio in Bayern mit wachsender Akzeptanz

Die Digitalradionutzung in Bayern ist mit einem Zuwachs von 74 Prozent gegenüber 2015 sprunghaft angestiegen. Auch die mobile Internetnutzung legt deutlich zu. Zu diesen Ergebnissen kommt die Funkanalyse Bayern 2016, die im Rahmen der Lokalrundfunktage in Nürnberg (5.-6. Juli 2016) vorgestelllt wurde.

Die Funkanalyse Bayern wird seit 1989 jährlich im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der privaten Rundfunkanbieter in Bayern durchgeführt.

Laut Funkanalyse gibt es in den bayerischen Haushalten inzwischen insgesamt 1,48 Mio. Digitalradiogeräte. Bezogen auf die DAB+-Radios in der Wohnung hat sich die Anzahl der Geräte von 550.000 auf 1,088 Mio. sogar nahezu verdoppelt (Zuwachs 98 Prozent). Bei den DAB+-Radios im Auto gibt es einen Anstieg um 31 Prozent auf 392.000 Geräte. Damit verfügen inzwischen rund 16 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren über mindestens ein DAB+-Gerät in der Wohnung oder im Auto. 4,6 Prozent der Bevölkerung in Bayern ab 10 Jahren hören täglich Digitalradio über DAB+.

Die Radionutzung über das Internet hat ebenfalls deutlich zugenommen. 28,9 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 10 Jahren hören mindestens einmal pro Woche Radio via Internet (Vorjahr 19,3 Prozent). Radioprogramme über Internet werden täglich von 4,4 Prozent gehört.

Gegenüber der Funkanalyse Bayern 2015 hat sich die Nutzung des Internets weiter erhöht. 81,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. 2010 waren es erst 69,0 Prozent. In der Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen in Bayern ist mit 99,1 Prozent praktisch jeder Internetnutzer. Die tägliche Nutzungsdauer des Internets liegt in dieser jungen Zielgruppe mit 139 Minuten an erster Stelle vor dem Radio mit 122 Minuten. Das Fernsehen belegt mit 84 Minuten nur noch den dritten Platz. Mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 144 Minuten pro Tag nutzt die Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen das Internet am längsten.

Bei den über 30-Jährigen dominieren nach wie vor die Radio- und TV-Nutzung. Besonders deutlich hat die mobile Internetnutzung über WLAN bzw. LTE zugelegt. 2010 nutzten erst 9,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren unterwegs das Internet, 2016 waren es bereits 41,0 Prozent.

Das wichtigste mobile Endgerät ist mit großem Abstand das Smartphone. 57,4 Prozent der über 14-Jährigen in Bayern nutzen täglich ein Smartphone, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 91,1 Prozent. So sehen in dieser Zielgruppe 39,6 Prozent mehrmals wöchentlich TV-Sendungen, Filme oder Videos auf dem Smartphone. Knapp 10 Prozent der über 14-Jährigen lesen mehrmals pro Woche originäre Angebote von Zeitungen auf dem Smartphone, bei den 14- bis 29-Jährigen liegt dieser Wert bei 21,0 Prozent.

Die Haushaltsausstattung mit Smart-TV-Geräten in Bayern hat sich gegenüber 2015 deutlich erhöht. Waren es im Vorjahr noch 24,8 Prozent, liegt der Wert inzwischen bei 28,6 Prozent. Allerdings nutzen lediglich 20 Prozent der Smart-TV-Nutzer den Internetzugang über ihr Smart-TV-Gerät täglich oder mehrmals wöchentlich. Mehr als die Hälfte nutzen die verschiedenen Smart-TV-Applikationen nie.

Mittlerweile surft ein gutes Drittel der Bevölkerung ab 14 Jahren täglich oder mehrmals pro Woche parallel zur Fernsehnutzung über Smartphone, Tablet oder Laptop im Internet. Über das laufende TV-Programm tauschen sich regelmäßig 3,8 Prozent mit Freunden in sozialen Netzwerken aus.

Bei der täglichen Nutzung von Internetdiensten hat WhatsApp mittlerweile Facebook den Rang abgelaufen und das nicht nur in der jungen Zielgruppe. 40,1 Prozent der bayerischen Bevölkerung nutzt täglich den Messenger-Dienst WhatsApp, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 77,6 Prozent. Dagegen liegen die Werte für Facebook bei 20,3 bzw. 45,2 Prozent. Es folgen u.a. YouTube mit 10,1 bzw. 30,6 Prozent, Internetangebote oder Apps von UKW-Radioanbietern (3,7 bzw. 3,4 Prozent), Internetangebote oder Apps eines Fernsehsenders (2,9 bzw. 5,8 Prozent), Spotify oder andere Musikstreamingdienste (5,3 bzw. 19,1 Prozent) und Video-on-Demand-Plattformen mit 2,2 bzw. 6,3 Prozent. (7/16)

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