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Olympische Spiele exklusiv auf Eurosport

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Olympische Spiele exklusiv auf Eurosport

Die Olympischen Spiele werden von 2018 bis 2024 in Deutschland exklusiv von Eurosport im Free-TV-übertragen. ARD und ZDF konnten sich mit Rechtehalter Discovery Networks, Muttergesellschaft von Eurosport, nicht über eine Sublizenz einigen wie beispielsweise der ORF in Österreich oder SRG SSR in der Schweiz.

Der Startschuss fällt bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang 2018. Neben der Free-TV-Übertragung auf Eurosport 1 will der Sportsender in Deutschland den Superfans über die die OTT-Sportplattform Eurosport Player uneingeschränkten Zugang zu jeder einzelnen Minute der Olympischen Spiele – auf allen Geräten, immer und überall - bieten. Zusätzliche Berichterstattung soll es auf DMAX und Eurosport 2 geben.

Das Programm, das aus Deutschland heraus entwickelt und produziert wird, stellt nach Angaben des Senders die nationalen Sportgrößen in den Fokus und setzt den Schwerpunkt auf die packenden Geschichten der Athleten, die die deutschen Fans am meisten interessieren. Die Fans können sich auf die beliebtesten deutschen TV-Experten und Sportreporter freuen, heißt es in einer Mitteilung vom 28. November. Eurosport garantiere eine umfassende Verbreitung der Olympischen Spiele in Deutschland und übertreffe damit die Anforderungen des IOC sowie die rechtlichen Vorgaben. Das Ziel von Discovery sei es, mehr Menschen über mehr Bildschirme denn je zu erreichen.

„Wir freuen uns, den deutschen Fans ein umfassendes und tiefgreifendes Olympia-Erlebnis zu bieten. Mit unserem Multi-Plattform-Angebot haben Fans zum ersten Mal die Möglichkeit jeden einzelnen Augenblick der Olympischen Spiele live zu verfolgen, mit allen verfügbaren Daten und Statistiken – in Echtzeit, von jedem deutschen Sportler, bei jedem Wettkampf. Zudem wollen wir die lange Olympia-Tradition im deutschen Fernsehen fortführen und insbesondere die junge Generation für die Olympischen Spiele begeistern – und das nicht nur durch eine umfangreiche Free-TV-Berichterstattung, sondern vor allem durch Live- und On Demand-Angebote auf allen Geräten“, sagt Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin Discovery Networks Deutschland.

Peter Hutton, CEO Eurosport, meint: „Eurosport wird erhebliche Investitionen tätigen, um den Zuschauern in Deutschland das ultimative Olympia-Erlebnis zu bieten. Dank unserer Führungsrolle in der Berichterstattung über olympische Sportarten und mit unserer Fähigkeit neuen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen, gepaart mit der umfassenden Präsenz und den zahlreichen Angeboten von Discovery im deutschen Markt, werden die Zuschauer noch tiefer ins Wettkampfgeschehen eintauchen und ihre Helden hautnah verfolgen können. Weitere Details zu unserer Vision und zu unseren Produktionsplänen werden wir in den kommenden Wochen bekannt geben. Unsere Vorfreude auf den Startschuss der Olympischen Winterspiele in PyeongChang 2018 steigt.“

Vor kurzem ist es Discovery gelungen, den erfahrenen BBC-Manager Ralph Rivera als neuen Head of Eurosport Digital zu verpflichten. In seiner vorherigen Position hat er federführend die Digital-Strategie der BBC zu den Olympischen Spielen 2012 in London erarbeitet und umgesetzt. Darüber hinaus schloss Discovery eine Partnerschaft mit BAMTech, Anbieter für Streaming-Dienste, mit dem Ziel, den Eurosport Player weiter auszubauen und erstklassige Sport-Events, darunter auch die Olympischen Spiele, auf noch mehr Bildschirme und Endgeräte zu bringen.

Das ZDF bedauert Discoverys Absicht, die Olympischen Spiele künftig ausschließlich in seinen eigenen Programmen und teilweise im Bezahlfernsehen übertragen zu wollen. ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: "Wir hätten die Olympischen Spiele gerne weiterhin mit all unserem über Jahrzehnte aufgebauten Knowhow und unserer Kompetenz live und umfassend übertragen. Der Preis, den der US-Konzern Discovery für eine Sublizensierung bis zuletzt gefordert hat, war aber deutlich zu hoch. In jedem Fall bleiben die olympischen Sportarten aber auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil in unserem Programm." Laut unbestätigter Medienberichte hatten die Öffentlich-rechtlichen 100 Millionen Euro für die olympischen Übertragungsrechte 2018 in PyeongChang und 2020 in Japan geboten. Discovery hingegen wollte 150 Millionen Euro.

Discovery hatte im letzten Jahr für stolze 1,3 Milliarden Euro den Zuschlag vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die europäischen Übertragungsrechte der Olympischen Spiele 2018 bis 2024 erhalten.

Nun wird erwartet, dass das von ARD/ZDF eingesparte Geld an anderer Stelle Begehrlichkeiten weckt, zum Beispiel bei den Produzentenverbänden. (11/16)

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