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Konzertierte Aktion für HbbTV

Die Markteinführung von HbbTV sei auf gutem Wege, erfordere aber eine konzertierte Aktion aller Marktteilnehmer. So lautete das Fazit des Kooperationspanels der Deutschen TV-Plattform und des Kabelverbandes ANGA am 2. Kongresstag der ANGA Cable (12. bis 14.6.) in Köln.

Der Vorsitzende der TV-Plattform Gerhard Schaas (Loewe AG) appellierte in seiner Rede an die Branche, sich gemeinsam für den Durchbruch von HbbTV zu engagieren. Die Deutsche TV-Plattform sei dafür das geeignete Forum und mit HbbTV gebe es einen anerkannten Standard, der kontinuierlich weiterentwickelt werde.

In der Diskussion verständigte man sich darüber, dass die Chancen durch Smart TV und HbbTV für die Branche überwiegen. Doch keine leichte Aufgabe sei es, die Interessen der verschiedenen Marktteilnehmer zusammen zu bringen - nahezu alle Bereiche der Wertschöpfungskette entwickeln derzeit eigene Angebote, die Broadcast und Broadband miteinander verknüpfen.

So biete der Kabelnetzbetreiber Primacom eine hybride Empfangsbox mit HbbTV an, die Astra-Tochterfirma HD Plus betreibt ein eigenes Smart TV-Portal und auch der terrestrische Sendenetzbetreiber Media Broadcast integriert einen Barker-Kanal über HbbTV. Michael Albrecht von der ARD bekräftigte, dass die öffentlich-rechtlichen Sender HbbTV-Angebote weiter ausbauen werden. Dabei soll der einfache Zugang zum kontextbezogenen Content über den „Red Button“ der TV-Fernbedienung im Mittelpunkt stehen. Und Marcus Dimpfel (Mediengruppe RTL Deutschland) betonte, dass werbefinanzierte Geschäftsmodelle in der vernetzten TV-Welt geschützt werden müssten. Dafür sei der HbbTV-Standard eine gute Basis, brauche aber aus RTL-Sicht Ergänzungen.

Einig war man sich, die HbbTV-Angebote für die Kunden leichter nutzbar zu machen und eine diskriminierungsfreie Darstellung der Angebote in den Portalen zu gewährleisten. Auch sei eine bessere Aufklärung der Verbraucher erforderlich. (6/12)

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