Mebucom / News / Business / Live ist am Schönsten
Live ist am Schönsten

News: Business

Live ist am Schönsten

Was macht Live-Shows für Produzenten besonders interessant? Was hat sich in den letzten Jahren in Bezug auf das Live-Konzept samt der eingesetzten Technologien und Workflows Entscheidendes geändert? Vor welchen Herausforderungen stehen Live-Shows in Zeiten gedrosselter TV-Produktions-Budgets? Darüber sprach MeBuLive mit Brainpool-Chef Jörg Grabosch

Herr Grabosch, bekanntlich stellt das ZDF die große Samstagabend Live-Show „Wetten, dass…?“ in diesem Jahr ein, – bleibt dann als originäre deutsche Live-Spielshow nur noch „Schlag den Raab“ übrig? Und was bedeutet es für den Markt?

Ob „Schlag den Raab“ dann die einzige originäre Live-Spielshow ist, die in Deutschland entwickelt worden ist, habe ich nicht recherchiert. Es gibt aber jede Menge Live-Shows auf dem Markt von „Supertalent“ und „DSDS“ über neuerdings „Keep Your Light Shining“ bis zu „Germany’s Next Topmodel“, wo zumindest einige Folgen live sind. Mit dem Wegfall von „Wetten, dass …?“ verschwindet aber sicher ein Stück Fernsehtradition, mit der wir alle über Jahrzehnte groß geworden sind. Das bedeutet nicht das Ende der Welt, sondern nur, dass eine Sendung mit einem sehr langen Lebenszyklus diesen nun offensichtlich überschritten hat. Vor zwei, drei Jahren hätte sich ja noch kein Sender getraut, gegen die „heilige Kuh“ zu senden. Dieser Artenschutz war aber schon längst vorbei, weil „Supertalent“ oder „DSDS“ manchmal besser liefen. Jedes Sendeformat hat seine Zeit. Vermutlich wird es in Zukunft kein Format mehr wie „Wetten, dass…?“ geben, das über einen so langen Zeitraum die Spitzenposition im TV-Unterhaltungsmarkt einnehmen kann, aber auszuschließen ist es auch nicht. Man wird sich anstrengen müssen. Es gibt heute mehr Live-Unterhaltungsshows – auch große – denn je.

Die Live-Shows kommen aber gegen die Konkurrenz von Live-Fußball mit seinen irren Quoten kaum an. Woran liegt es – an „König Fußball“ in Deutschland selbst oder hat es auch etwas mit speziellen Live-Effekten zu tun?

Es gibt wenige Sendungen, die genau so erfolgreich wie Fußball sind. Dazu gehörte „Wetten, dass…?“ mit über zehn Millionen Zuschauern. Dazu gehört aber auch der Eurovision Song Contest (ESC), der in diesem Jahr neun Millionen Zuschauer hatte – und mit Lena sogar schon einmal vierzehn Millionen, wobei die Hälfte der Zuschauer sogar im Alter von unter 49 Jahren waren. Was für die ARD sensationell viel ist und ansonsten nur mit Fußball erreicht wird. Fußball ist in Deutschland eine Art Nationalheiligtum, weshalb auch Spiele geguckt werden, die eher langweilig sind. Dahinter steckt die Magnetkraft des Fußballs. Es hat weniger mit den Live-Effekten zu tun. Ein Live-Judo-Turnier würde nicht so viele Zuschauer interessieren.

Hat die Attraktivität von Live-Fußball nicht vielleicht auch etwas mit dem Spannungsmoment zu tun, dass man nicht weiß, wie das Spiel enden wird?

Na klar. Früher hat man versucht, sich als Sportschau-Fan bei den Nachrichten im Radio die Ohren zuzuhalten, um bloß nicht die Gewinner vor der Sportschau zu erfahren …

Spannend ist der Wettbewerb, auch bei „Schlag den Raab“ nach dem Motto „Wer wird gewinnen“?

Richtig – Unterhaltung ist auch immer mehr in Richtung Sport gewandert. Weshalb wir für „Schlag den Raab“ international die Genre-Bezeichnung „Competitive Entertainment“ verwenden: Ein Format, in dem es am Ende einen Gewinner gibt, der auch etwas Relevantes als Siegertrophäe erhält, indem er als David gegen Goliath – der unbekannte Normalo gegen einen großen Fernsehstar – Stefan Raab schlagen darf und mindestens eine halbe Million Euro gewinnen kann. Auch unsere anderen Promi-Events wie „Turmspringen“, „Wok-WM“ oder „TV total Stock Car Crash Challenge“ basieren auf Elementen eines sportlichen Wettkampfs. Der ESC ist ein Wettbewerb im europäischen Singen, so wie der Wettbewerb bei allen großen Shows letztendlich prägend ist, ob bei „Let’s Dance“, der Dschungelshow oder bei „Wetten, dass…?“.

Was ist aktuell im internationalen Show-Markt ein hervorstechender neuer Trend?

Heute ist die sichtbare Interaktivität sehr gefragt, gerne verbunden mit einer App. Die Zuschauer an Entscheidungen zu beteiligen, ist zwar schon seit einigen Jahren eine Live-Show-Erfolgskomponente, siehe Dschungelshow oder DSDS. Und als wir bei „Unser Star für Baku“ die Blitztabelle eingeführt hatten, haben fast mehr Leute angerufen als zugeguckt. Auch die Sat.1-Show „Keep Your Light Shining“ hat auf Anhieb 2,9 Millionen Votings erreicht. Jetzt wird die Technik mehr und mehr über den Second Screen eingebunden und immer komplexer. Beim kommenden neuen RTL-Format „Rising Star“ sollen dann ja sogar die Bilder derjenigen, die für einen Sänger stimmen, auf einer großen Leinwand im Studio erscheinen. Und wenn das tatsächlich in echt funktionieren wird, ist es sehr interessant, weil sich die Leute nicht nur gerne an Entscheidungen beteiligen, sondern sich auch gerne im Fernsehen selber sehen.

Ist das nicht nur ein Hype? Bei Ihrer Show „Millionärswahl“ hat die neuartige Interaktivität im Januar ja auch nicht genügend Zuschauer für ProSieben angelockt!

Da ist es uns nicht gelungen, einen wirklich attraktiven Inhalt aus dem Netz zu generieren. Das heißt aber nicht, dass der User Generated Content nicht prinzipiell attraktives Fernsehen bilden kann. Das war ja auch die Grundlage von „Wetten, dass …?“. Die Zuschauer haben ihre Wetten als Content eingereicht. Das ist kein Hype, sondern wird schon mehr als ein Vierteljahrhundert lang gemacht. Wir haben bei der diesjährigen deutschen Vorentscheidung zum ESC einen YouTube-Channel aufgemacht. Und genau dieser Kandidat aus dem YouTube Channel, die Band Elaiza, hat dann im Vorentscheid gegen prominentere Musiker wie Unheilig gewonnen. Ob tatsächlich auf Dauer jede Sendung mit einer App verbunden sein muss, und wie groß die Attraktivität für Zuschauer ist, sich mit dem eigenen Bild im Fernsehen abgebildet zu sehen, wird sich zeigen. Der Reiz einer Live-Show für den Zuschauer bestand aber immer schon auch darin, sich über das Gezeigte emotional auszutauschen, es zu kommentieren, darüber zu reden. Heute macht man es über den Second Screen und die Social Media-Dienste sofort, anstatt am nächsten Tag im Büro. Hinzu kommt, dass heute viel mehr Leute allein vor dem Fernsehen sitzen und die alte Familiensituation, in der man spontan reden konnte, immer seltener wird. Da greift man dann gerne zum Second Screen, um sich mitzuteilen.

Haben Sie die „Millionärswahl“ jetzt völlig eingestampft oder wollen Sie sie noch einmal aufleben lassen?

Erst einmal ist die Erde dafür verbrannt. Die Grundidee finde ich aber nach wie vor gut, sonst hätten wir es ja auch nicht gemacht. Sollte es uns in Zukunft gelingen, die Idee rund zu machen, wie wir dafür den Stoff in Interaktion mit den Usern aus dem Netz fischen können, dann würden wir es noch einmal versuchen.

Themenwechsel: Wie sorgen Sie als Produzent dafür, dass bei Live-Shows auch technisch alles sicher funktioniert, zum Beispiel beim ESC oder „Schlag den Raab“?

Live ist immer am Schönsten. Man ist ohne Netz und ohne doppelten Boden. Alles muss in der Realzeit funktionieren. Deshalb muss man sehr gut vorbereitet sein. Beim ESC – Baku und Düsseldorf – hatten wir drei Wochen Probezeit. Wenn eine Show in rund 50 Ländern gleichzeitig geguckt wird, muss man mit sehr guten Systemen arbeiten, weil die Live-Sicherheit extrem wichtig ist. Der Ablauf muss minutiös geplant sein. Man hat nur 30, 40 Sekunden Zeit, um die Bühne umzubauen während die Filme über den nächsten Künstler auf der großen Leinwand laufen.

Wer sorgt für die Technik, welche Dienstleister beschäftigen Sie?

Wir stellen eine Show grundsätzlich aus einer Hand her; zusammen mit unserer Tochterfirma Cape Cross, die für Licht, Bühne und Beschallung sorgt. Beispielsweise hatten wir auch komplett unsere eigene Technik mit nach Baku genommen und waren eine Art Wanderzirkus mit 800 Leuten. Die Ü-Wagen hatten wir in Baku vom belgischen Dienstleister Alfacam hinzu gemietet, den es heute nicht mehr gibt. Bei unseren regelmäßigen Live- und Live on Tape-Sendungen wie „Schlag den Raab“ und „TV Total“ haben wir in unseren Studios eine fest eingebaute Übertragungstechnik installiert. Bei unseren speziellen Live-Events wie die Wok-WM arbeiten wir mit wechselnden Ü-Wagen-Dienstleistern, je nach Produktionsanforderung, zusammen.

Ist der Preis für die Übertragungstechnik in den letzten Jahren stabil geblieben?

Die Technik wird wieder teuerer. Es gibt offensichtlich eine Konsolidierung. Die aufwändigeren High End-Systeme mit HD, womit wir arbeiten, seitdem sie auf dem Markt sind, werden teuerer, weil sich einige Ü-Wagen Dienstleister aufgelöst haben, zum Beispiel eben Alfacam, der eine sehr große europaweite Firma war. Die verbliebenen Dienstleister haben jetzt die Preise angezogen. Dagegen ist allerdings beispielsweise die Soundproduktion auf Basis der Informationstechnologie preiswerter geworden. Was man früher noch sehr aufwändig und teuer in einem Studio machen musste, kann heute ein Mensch alleine mit einem MAC erledigen. Im High End-Bereich der Übertragungstechnik, zum Beispiel einem Ü-Wagen mit 24 Kameras, mit dem man auch die Olympischen Spiele übertragen könnte, gibt es eine ganz andere Marktsituation. Der Markt ist beschränkt, weil es so viele Großereignisse auch wieder nicht gibt, die ein aufwändiges Equipment mit einem ebensolchen Etat rechtfertigen würden. Wir können von Glück sprechen, dass wir in einem Land mit 80 Millionen Einwohnern und entsprechend großem Fernsehmarkt leben, so dass man Shows wie „Schlag den Raab“ in der Größenordnung produzieren und finanzieren kann, wie wir es tun. Denn bei großen Live-Sendungen kommen schnell Kosten in Höhe einer siebenstelligen Summe zusammen, und bei ganz großen Shows wie dem ESC kommt man mit einer einstelligen siebenstelligen Summe bei weitem nicht hin. Das sind richtige Investments.

Laut ZDF-Intendant Thomas Bellut kostet „Wetten, dass…?“ rund 2 bis 2,5 Millionen pro Sendung. Ist das wirklich so viel?

So viel kostet eine normale Samstagabend-Show nicht. „Wetten, dass …?“ hat einen großen Aufwand mit Hallen und Arenen wie in Mallorca. Studioproduktionen sind günstiger.

Fiktionale Produktionen sind ja aber auch nicht viel billiger?

Fiktionale Produktionen sind zwar teuerer, sie haben aber den Vorteil, viel öfter ausgestrahlt werden zu können. Ein Tatort kostet etwa 1,5 Millionen Euro und man kann ihn laut Schätzungen bis zu 100 Mal auf verschiedenen Kanälen ausstrahlen. Wenn man dann 1,5 Millionen durch 100 dividiert und „Wetten, dass…?“ durch eins, nämlich eine Live-Ausstrahlung, kann man sich schon vorstellen, warum das ZDF „Wetten, dass…?“ vom Bildschirm nehmen wird. Da hat Fiction durchaus Vorteile im Vergleich zu einer Live-Show.

Aber der „Tatort“ ist eher eine fiktionale Ausnahmeerscheinung und Live ist – eine spannende Dramaturgie vorausgesetzt – doch immer noch etwas Besonderes?

Live-Fernsehen hatte schon immer den Vorteil ein Event zu sein. Der ARD ist es mit dem „Tatort“ aber gelungen, die Marke so auszubauen, dass sie jetzt auch ein Event ist – mit entsprechend hohen Zuschauerzahlen.

Welche Konsequenz ziehen Sie daraus in Ihrer Funktion als Produzent mit dem Schwerpunkt Live-Show?

Ich mache in Zukunft nur noch „Tatort“ (lacht). Im Ernst: Wir haben immer schon auch Fiction hergestellt, allerdings mehr im Serienbereich mit „Ladykracher“, „Pastewka“ oder „Stromberg“. Mit „Stromberg“ haben wir nun zum ersten Mal auch selber einen erfolgreichen Kinofilm produziert. Wir drehen auch gerade einen Fernsehfilm im Auftrag vom NDR für Das Erste mit Anke Engelke und Charly Hübner und denken darüber nach, unser fiktionales Engagement auszubauen.

Man findet Brainpool-Shows ganz oder in Ausschnitten auch im Netz. Wie ist die Abrufrate, ein wirtschaftlicher Erfolg?

Ein, zwei Tage nach einer Live-Show guckt man noch mal hin. Aber im Vergleich zu fiktionalen Inhalten wie „Ladykracher“ ist die Abrufrate von Live-Shows im Internet doch verschwindend gering. Auch Jahre später ist eine Folge von „Stromberg“ im Internet für die Konsumenten immer noch wesentlich attraktiver als eine Folge von „Schlag den Raab“ oder „Turmspringen“. Einen Film schaut man sich auch gerne mehrfach an, eine Live-Show eher nicht. Deshalb steht die Live-Show auch vor großen Herausforderungen. Damit sie sich im Zuschauer- oder Werbemarkt rentiert, muss sie schon wie Fußball außergewöhnlich hohe Quoten erzielen.

Zurück zur Technik: Welchen Unterschied im Kamera-Aufwand gibt es z.B. bei ESC und anderen Brainpool-Produktionen?

Bei „Schlag den Raab“ sind es 12 bis 14 Kameras, beim ESC sind es – je nachdem mit welchen Systemen gearbeitet wird und was alles unter der Decke mit Kränen und Winden bewegt wird – zirka 24 Kameras. Bei der Stock Car Crash Challenge oder der Wok-WM arbeiten wir aber auch durchaus mit 46 Kameras. Der ESC ist nicht zwingend am dichtesten mit Kameras ausgestattet. Es hängt immer davon ab, wieviel Blickwinkel man einfangen will. Wenn eine lange Wok-Bahn, die sich über zwei, drei Kilometer erstreckt, ins Bild gesetzt wird, dann braucht man schon mal viele Kameras am Rand. Dann braucht man noch den subjektiven Blick aus Sicht des Piloten, noch einen Schuss zurück, noch eine Kamera, mit der man dem Piloten ins Gesicht gucken kann, und dann braucht man noch drei bis fünf Kameras, um einen Musik-Act auf der Bühne aufzuzeichnen. Hinzu kommen noch eine Drohne, die übers Gelände fliegt und ein Helikopter, der aus seiner Perspektive dreht. Da ist man dann schon bei rund 25 Kameras und es kommen dann noch die Funk gestalteten Einheiten hinzu – wie beispielsweise bei der Formel 1, wo die Kameras über die Autos fliegen. Und wenn man alles zusammen zählt, sind es 40 oder 50 Kameras.

Und Kamerazahl treibt dann die Kosten für die Technik hoch?

Ja klar. Wenn eine Menge an Kameras eingesetzt wird, brauchen Sie gleichzeitig auch eine Menge an Empfangsstationen und den Ü-Wagen dazu oder sogar zwei: einen der die Showteile herstellt und einen Kleineren, der die Funkteile und die kleineren Kameras übernimmt.

Angeblich kann man das ja mittlerweile alles mit neuen mobilen Systemen preiswerter machen?

Wir machen auch kleinere Produktionen, zum Beispiel Nightwash, eine Comedy-Serie aus dem Waschsalon. Da steht eine Regie im Keller in sogenannten Flight Cases. Die Technik ist natürlich nicht so aufwändig wie ein Ü-Wagen. Für einen Ü-Wagen gäbe es bei Nightwash auch gar keinen Platz. Welche Technik in welcher Qualität eingesetzt wird, hängt immer von den Ansprüchen ab, die man an der Art des Fernsehmachens hat. Oft kombiniert man ja auch beides: High-End-Technologie mit günstigen Systemen.

Was meinen Sie genau mit „Art des Fernsehmachens“?

Natürlich werden bei großen Prime Time-Shows sehr aufwändige Techniken eingesetzt. Und da sind die Kameras hinsichtlich der Kosten gar nicht einmal entscheidend. Was richtig Geld kostet, ist Licht, Beschallung und eben der sogenannte Content, einschließlich ausgeklügelter Bühnenbilder mit LED, Grafik und so weiter. Beispiel ESC: Da waren über 40 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern dabei, und für jeden musste ein eigenes Bühnenbild passend zum Content geschaffen werden und beispielsweise das Licht richtig programmiert werden. Da sind nicht die Kameras und weiteren Übertragungstechniken der entscheidende Kostenfaktor, sondern das Bühnenbild. Beim Fußball ist das anders, da ist die Übertragungstechnik der entscheidende Kostenfaktor. Da muss man den Event nicht mit einem Bühnenbild kreieren, sondern nur aufnehmen, was passiert. Das sehr aufwändige Bühnenbild der neuen ProSieben-Show „Keep Your Light Shining“, die wir nicht produzieren, würde ich in den Kosten auf eine deutlich sechsstellige Zahl schätzen.

Fazit: Die Live-Show ist heute noch finanzierbar und hat eine Chance, auch wenn Fiction für Sender aus wirtschaftlichen Gründen attraktiver ist?

Klar hat die Live-Show eine Chance. Nur die Live-Show unterscheidet Fernsehen von allem anderen. Fiction kann ich mir auch auf DVD kaufen oder bei Netflix gucken. Fiction-Serien sind für Sender vor allem dann sehr günstig, wenn sie als Lizenzware erworben werden und dann zig Mal ausgestrahlt werden können und dennoch immer viele Zuschauer erreichen. Aber nur Serien, nur Film wäre kein massenkompatibles Programm, mit dem sich ein Fernsehsender von den neuen Konkurrenten im Internet abheben könnte, die alle Filme anbieten. Deshalb brauchen Sender auch mal das „Topmodel“, das „Supertalent“ oder „Schlag den Raab“.

Erika Butzek

MB 4/2014

Zurück