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Global Video Index Q4 2016 Ooyala

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Mehr VoD-Zuschauer durch mobile Geräte

Ooyala, ein Videotechnologie und -services Anbieter, hat seinen Q4 2016 Global Video Index vorgestellt. Werbebasierte Video-On-Demand (AVOD)-Angebote mit globaler Distribution werden demnach am häufigsten mobil aufgerufen. Der Report zeigt Differenzen bei den Sehgewohnheiten in unterschiedlichen Märkten und die wachsende Relevanz mobiler Geräten bei der Videonutzung.

Der Report untersucht einige große AVOD-Kunden im Bereich Sport, Nachrichten und Entertainment, die werbeunterstützte Videos weltweit anbieten. Die Ergebnisse zeigen, wie AVOD-Inhalte in jeder Region auf verschiedenen Geräten abschneiden. Weltweit machen mobile Geräte, also Smartphones und Tablets, 56 Prozent aller Aufrufe bei AVOD-Videos aus. Davon entfällt mit 45 Prozent der größte Teil auf Smartphones – knapp vor Desktop-Aufrufen mit 44 Prozent. Auffallend sind einige regionale Unterschiede:

  • In EMEA sind mobile Aufrufe von AVOD-Inhalten mit fast 60 Prozent am höchsten. Auch haben Tablets hier mit zwölf Prozent den höchsten Anteil aller Regionen.
     
  • In APAC liegen mobile Aufrufe bei AVOD mit 58 Prozent etwas über dem weltweiten Durchschnitt.

  • In Lateinamerika machen mobile Aufrufe 56 Prozent aller AVOD-Aufrufe aus.

  • Nordamerika bildet mit fast 50 Prozent der AVOD-Aufrufe auf mobilen Geräten weltweit das Schlusslicht. Damit liegt die Region sechs Prozent hinter dem weltweiten Durchschnitt und fast zehn Prozent hinter EMEA. Eine Ursache dafür sieht Ooyala darin, dass der Markt dort bereits ausgereifter scheint. Zum anderen würden sich Nutzer einer größeren Bandbreite an Geräten bedienen; vor allem Smart TVs seien hier beliebt.

Lange Inhalte nehmen auf mobilen Geräten zu

In Q4 2016 machten mobile Aufrufe nun 54 Prozent der weltweiten Videoaufrufe aus, unabhängig vom Geschäftsmodell. Vor einem Jahr lag ihr Anteil noch bei 46 Prozent. Im November 2016 wurden 56 Prozent aller Videos auf mobilen Geräten abgespielt, im Dezember 2016 sogar 58 Prozent. Aufgrund dieser Daten geht Ooyala davon aus, dass in Q1 2017 fast 60 Prozent aller Videoaufrufe von mobilen Geräten erfolgen werden.

Auch langer Content wird verstärkt auf mobilen Geräten abgespielt. Während Smart TVs und Tablets hier mit 96 bzw. 65 Prozent noch immer die bevorzugten Plattformen sind, werden auf mobilen Geräten nicht mehr ausschließlich kurze Videos aufgerufen. Lange Inhalte machten in Q4 47 Prozent aller mobilen Aufrufe aus. Damit überholten sie kurze Videos, die bei 40 Prozent lagen. Content-Anbieter müssen ihre Strategie, laut Ooyala, auf mobile Geräte zuschneiden, vor allem, da diese verstärkt für lange Bewegtbildinhalte genutzt werden.

"Fernsehen der Zukunft wird nichts mit dem TV-Markt zu tun haben, mit dem wir alle aufgewachsen sind"

Jim O’Neill, Principal Analyst and Strategic Media Consultant bei Ooyala erkennt einen klaren Trend: „Wir sehen eine konstante Zunahme bei abonnementbasierten Premium- und werbeunterstützten Inhalten, die Over-The-Top angeboten werden. Die Kunden entscheiden, wer der Gewinner sein wird. Basierend auf unseren Daten und dem Feedback unserer Kunden beobachten wir, dass sich moderne TV-Modelle entwickeln, die sowohl Hybride aus SVOD und AVOD sind und die auf jedem Gerät zur Verfügung stehen“, sagt O’Neill und fügt eine interessante These hinzu: „Die Schlussfolgerung ist, dass das Fernsehen der Zukunft nichts mit dem TV-Markt zu tun haben wird, mit dem wir alle aufgewachsen sind.“ 

Den gesamten Report können Sie sich auf der Seite von Ooyala herunterladen. (3/17)

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