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Mission Possible

dieAgenten medienberatung gmbH Wer dieAgenten medienberatung im malerischen Münchner Stadtteil Haidhausen besucht, merkt schnell, dass hier ein Postproduktions-Systemhaus der etwas anderen Art residiert.

Von München aus betreuen die Gründer Udo Popp und Michael Brandt mit ihrem Team TV-Sender, Film- und Videoproduzenten aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Belgien, Liechtenstein, Kroatien und Slowenien.
„Bei uns werden nicht nur Kisten rein- und rausgeschoben“, wie das Udo Popp mit Blick auf die Konkurrenz etwas ironisch nennt, sondern man spürt eine gewisse Begeisterung für das Ausloten der sich ständig erweiternden technischen Möglichkeiten im Postproduktionsbereich.

Als dieAgenten medienberatung im Jahr 2000 gegründet wurde, sah die Postproduktionslandschaft noch vergleichsweise überschaubar aus. Avid war unangefochtener Marktführer im noch jungen Nonlinear-Editing. Schnittsysteme kosteten mehrere hunderttausend D-Mark und über Standarddefinition im Videobereich sprach niemand, weil höhere Auflösungen nur im Filmbereich existierten. Unkomprimiertes Videomaterial auf einem NLE-System zu bearbeiten war wegen der technischen Beschränkungen der Hard- und Software noch nicht möglich.
Zu dieser Zeit entschlossen sich Michael Brandt und Udo Popp, dieAgenten medienberatung zu gründen. Der Firmenname war dabei nicht beliebig gewählt, sondern drückte die Verpflichtung aus, maßgeschneiderte Postproduktions-Lösungen für Kunden zu entwickeln.
Heute, kaum sechs Jahre später, hat die Verbesserung von Prozessorleistung und Speicherkapazitäten zu einer großen Auswahl an leistungsfähigen und gleichzeitig kostengünstigen Systemen für die Nachbearbeitung geführt. Ganze Produktionen können heute auf einem Laptop geschnitten werden, wo früher mehrere Schränke mit Rechnern und Speicherplatten benötigt wurden. Gleichzeitig existieren heute nicht zuletzt wegen des Einzugs von digitalen High-Definition-Auflösungen im Film- und Fernsehbereich eine Vielzahl von unterschiedlichen Kompressions- und Produktionsformaten. Ob HDCAM, DVCPRO HD oder XDCAM, Kunden die sich heute für eine Postproduktionslösung entscheiden, benötigen fundierte Beratung über den kompletten Workflow von der Akquisition über die Nachbearbeitung bis zur Distribution der Inhalte in unterschiedlichsten Formaten.

Maßgeschneidertes
dieAgenten haben sich genau auf diesen kontinuierlich wachsenden Bedarf spezialisiert. Neben dem Handel mit Postproduktionslösungen von Avid, Sony oder Apple-basierten Systemen stellen Michael Brandt und Udo Popp maßgeschneiderte Editing- und Finishingsysteme zusammen. Je nach Anforderung entstehen so hochspezialisierte Einzelplatzlösungen oder komplett vernetzte Installationen mit mehreren Bearbeitungsplätzen und einem Storage-Area-Network. So realisierten dieAgenten für die On-Air-Promotion von MTV vor zwei Jahren eine komplette Neuausstattung auf Basis von Apple G5-Rechnern und Final Cut Pro-Software. Die einfache Umstellung und der reibungslose Betrieb, der durch ein Fullservice-Paket gewährleistet wird, führten dazu, dass dieser Produktions-Pool für andere Sender der Viacom-Gruppe erweitert wurde. Weitere Kunden sind Sender wie der SWR, der erst kürzlich eines der ersten Apple-basierten Farbkorrektursysteme geliefert bekam. Und mit zwei Schnittsystemen von den Agenten realisierte Smaragd Medien das Highlight-Editing bei der Snowboard-WM in Arosa. Darüber hinaus hat man von den Freelancer HD-Schnittsystemen auf Apple-/Final Cut Pro-Basis allein im letzten Jahr über 50 Stück nach Kundenwunsch konfiguriert und ausgeliefert.
Neben Apple, Sony und Avid, auf deren Hard- und Software sich dieAgenten spezialisiert haben, arbeitet man im Storage-Bereich mit Komponenten von Ciprico, Fibrenetix oder G-Tech. Die unverzichtbare Videohardware kommt von AJA und Blackmagic-Design.

Damit man immer auf dem aktuellen Stand der Technik ist, wird laufend neue Hard- und Software getestet und geprüft, damit neue Entwicklungen zu verbesserten Funktionalitäten bei der Produktion integriert werden können. „Bei unseren Praxistests erleben wir immer wieder Überraschungen, weil im Zusammenspiel verschiedener Komponenten Probleme auftauchen. Wir stehen im engen Kontakt mit den Herstellern, um unseren Kunden die richtige Lösung im Rahmen ihres Kostenbudgets zu ermöglichen“, sagt Michael Brandt.
Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass man bei dieAgenten zu Problemen, die oft gar nichts mit der Technik, sondern beispielsweise mit Schwierigkeiten bei der Formatwandlung zu tun haben, fundiert beraten wird. Kein Wunder also, dass an manchen Tagen das Telefon nicht still steht. „Uns rufen oft ratlose Menschen an, denen man irgendwo ein vermeintlich günstiges Angebot gemacht hat und die erst bei der Produktion merken, dass die richtige Beratung gefehlt hat. Viele kaufen dann ihr nächstes System bei uns“, freut sich Udo Popp.
Oliver Haustedt-Sommer (MB 03/07)






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