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ProSiebenSat.1 verkauft Nachrichtensender N24

Die ProSiebenSat.1 Media AG hat am 16. Juni den Nachrichtensender N24 und die Produktionsgesellschaft MAZ&MORE an die neu gegründete N24 Media GmbH verkauft. Mit Vollzug der Transaktion übernehmen das N24-Management um Dr. Torsten Rossmann, Stefan Aust und Thorsten Pollfuß alle Anteile an beiden Firmen. Der Kaufvertrag wurde am 16. Juni unterzeichnet.

Damit entsteht der größte unabhängige TV-Informations-Produzent Deutschlands mit Sitz in Berlin.
Neben dem Kaufvertrag wurde ein bis Ende 2016 laufender Vertrag für die Zulieferung sämtlicher Nachrichtenformate der Sender SAT.1, ProSieben und kabel eins unterzeichnet. Auch das SAT.1-Frühstücksfernsehen und das SAT.1-Magazin werden bis mindestens Mitte 2014 von dem neuen Unternehmen erstellt.
"Das N24-Management-Team, Stefan Aust und Thorsten Pollfuß haben uns mit ihrem Konzept überzeugt. Durch langjährige Verträge bietet ProSiebenSat.1 ihnen die notwendige Stabilität, damit N24 Media sich in Berlin als neuer unabhängiger Informations-Dienstleister etablieren kann. Gleichzeitig sichert die Vertragsvereinbarung langfristig die Versorgung unserer Sender-Gruppe mit qualitativ hochwertigen Nachrichtenformaten. Mit diesem Modell haben wir eine publizistisch und wirtschaftlich solide Basis für unsere Nachrichten gefunden. Diese Lösung ist für unsere Sender, für unsere Zuschauer und die Mitarbeiter von N24 ein sehr gutes Ergebnis", erklärte Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG.
Am Umfang der Nachrichtenangebote bei den Sendern der ProSiebenSat.1 Group soll sich laut Ebeling durch den Verkauf nichts ändern. "Die Zusammenarbeit mit einer starken N24 Media ist für uns der beste Weg, um das Informationsprofil unserer Sender weiter zu schärfen", sagte er. Das Team um Torsten Rossmann und Stefan Aust stehe für erstklassige Nachrichten. Gerade in der politischen Berichterstattung wolle man gemeinsam neue Wege gehen. "Inhaltlich sehe ich in der Gründung von N24 Media einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Anbietervielfalt im Nachrichtengeschäft", meinte Ebeling.

Peter Limbourg wechselt im Rahmen des Management-Buy-Outs als Senior Vice President Nachrichten & Politische Information zu ProSiebenSat.1. Neben seiner neuen Rolle im Konzern moderiert er weiterhin die SAT.1-Hauptnachrichten.
"Peter Limbourg ist ein Top-Nachrichtenmann, wie es in Deutschland nur wenige gibt. Ich freue mich, dass er sich nun direkt bei ProSiebenSat.1 um die Stärkung der politischen Informationsformate auf unseren Sendern kümmern wird", erklärte Andreas Bartl, Vorstand German Free TV der ProSiebenSat.1 Media AG.

Im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von N24 aus dem Konzernverbund entstehen für die ProSiebenSat.1 Group nach eigenen Angaben Kosten in Höhe von bis zu 41 Mio Euro. Zudsem fallen Abschreibungen auf Anlagegüter in Höhe von voraussichtlich bis zu 12 Mio Euro an, heißt es. Diese Effekte werden als Einmalaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung für das zweite Quartal 2010 erfasst. Insgesamt rechnet die ProSiebenSat.1 Group in Zusammenhang mit der Transaktion jedoch mit einer Verbesserung des bereinigten EBITDA ab 2011 in einer jährlichen Größenordnung von mehr als 25 Mio Euro.

Nach Vollzug der Transaktion soll sich der Verkauf bereits 2010 positiv auf das Betriebsergebnis ohne Sondereinflüsse des ProSiebenSat.1-Konzerns auswirken.

Thomas Ebeling: "Dem Management ist es gelungen, ein Konzept vorzulegen, das die Effizienz deutlich steigert, sehr vielen Mitarbeitern eine Zukunftsperspektive und dem neuen Unternehmen eine echte Chance bietet. Ich danke insbesondere Torsten Rossmann und allen Mitarbeitern für ihr Engagement und wünsche N24 Media viel Erfolg." (MB 06/10)

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