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Rohde & Schwarz steigert Umsatz

Trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds hat Rohde & Schwarz das vergangene Geschäftsjahr (Juli 2009 bis Juni 2010) mit einem positiven Betriebsergebnis abgeschlossen. Der Umsatz der Firmengruppe lag mit 1,3 Milliarden Euro leicht über dem Wert des Vorjahres.

Gleich zu Beginn der Wirtschaftskrise hatte die Geschäftsführung auf eine Kombination aus stringentem Kostenmanagement und der Weiterführung aller Wachstum fördernden Maßnahmen gesetzt. Die Einführung neuer Produktlinien sowie die seit Ende 2009 anhaltende Belebung des Geschäfts haben zudem zum guten Abschluss beigetragen. Dadurch startet Rohde & Schwarz mit einer unveränderten Zahl an 7.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins neue Geschäftsjahr. Die globale Ausrichtung des Familienunternehmens wurde vor allem durch den Ausbau der Aktivitäten in Asien weiter vorangetrieben. Die Investitionen von 15 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung blieben unverändert hoch.

Der Elektronikkonzern Rohde & Schwarz konnte im Geschäftsjahr 2009/2010 in seinen vier Geschäftsfeldern Messtechnik, Rundfunk, Sichere Kommunikation sowie Funküberwachung und -ortung positive Akzente setzen. Das Geschäftsfeld Messtechnik profitierte vor allem von einer starken Erholung des Mobilfunk-Marktes: Investitionen der Endgerätehersteller in zusätzliche Produktionskapazitäten, insbesondere für Smartphones, sowie die nächste Mobilfunkgeneration (4G/LTE) haben die Mobilfunk-Messtechnik beflügelt. Im Segment Aerospace & Defence konnte Rohde & Schwarz Marktanteile hinzugewinnen. Weitere Meilensteine waren die Erweiterung des Produktportfolios um Breitbandverstärker sowie der Einstieg des Unternehmens in das Oszilloskop-Geschäft.

Im Geschäftsfeld Sichere Kommunikation konnte Rohde & Schwarz seine Position in allen Marktsegmenten halten, in der Heereskommunikation und der Flugsicherung sogar weiter ausbauen. Dem Geschäftsfeld Rundfunk ist es im Berichtsjahr gelungen, an das Wachstum der Vorjahre anzuknüpfen und die Marktanteile leicht zu erhöhen. Hier wirkte sich die steigende Nachfrage nach Broadcast-Messtechnik und Sendern positiv aus. Das Geschäftsfeld Funküberwachung und -ortung erreichte das Auftragseingangsniveau der beiden Vorjahre.

In dem wirtschaftlich schwierigen Geschäftsjahr 2009/2010 fiel das Betriebsergebnis von Rohde & Schwarz positiv aus. Um in der Krise gegenzusteuern, hatte sich das Unternehmen frühzeitig ein stringentes Kostenmanagement auferlegt. Nicht nur die Sachkosten, sondern auch externe Entwicklungsaufträge wurden dabei signifikant reduziert. Das Unternehmen nutzte außerdem den Spielraum der Kurzarbeit. Inzwischen konnten nahezu alle eingeleiteten Maßnahmen zurückgenommen werden.

Manfred Fleischmann (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung von Rohde & Schwarz, zum aktuellen Geschäftsbericht: „Dank eines starken Endspurts haben wir das vergangene Geschäftsjahr wesentlich besser abgeschlossen als zu Anfang angenommen. Nun gilt es, den positiven Schwung in das neue Geschäftsjahr mitzunehmen, um künftig unseren Fokus wieder verstärkt auf nachhaltiges Wachstum richten zu können.“

Die Zeichen stehen gut: Die vierte Mobilfunkgeneration steht in den Startlöchern, das digitale terrestrische Fernsehen ist auf dem Vormarsch und DVB-T2 schickt sich an, den bisherigen DVB-T-Standard abzulösen. Die neuen Oszilloskope und Breitbandverstärker versprechen darüber hinaus zusätzliches Geschäft in bislang nicht adressierten Marktsegmenten. Auch eröffnen Großprojekte und die steigende Nachfrage nach integrierten Systemen neue Wachstumschancen im Geschäftsfeld Sichere Kommunikation.

Nicht zuletzt schreitet die globale Ausrichtung von Rohde & Schwarz weiter voran. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf dem zügigen Ausbau der Entwicklung in Singapur, ergänzt um lokale Fertigung. Damit können regionale Wachstumsmärkte besser bedient und die globale Präsenz erhöht werden. Dies alles lässt Fleischmann zuversichtlich in die Zukunft blicken: „Rohde & Schwarz hat seine Weichen für die Zukunft richtig gestellt. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 gehen wir, soweit es nicht zu neuen Verwerfungen an den Finanzmärkten kommt, von steigenden Umsätzen und einem gesunden Wachstum aus.“ (10/10)

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