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RTL Gruppe rechnet mit Umsatzrückgang

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RTL Gruppe rechnet mit Umsatzrückgang

Nach niedrigeren Einnahmen im ersten Halbjahr 2014 hat die RTL Gruppe ihre Prognosen für das Jahr 2014 gesenkt. Vor allem wegen schwacher Geschäfte in Frankreich und der neuen Werbesteuer in Ungarn erwartet die Sendergruppe einen „leichten Umsatzrückgang“ in diesem Jahr.

In einem gemeinsamen Statement erklären Anke Schäferkordt (Foto) und Guillaume de Posch, Co-Chief Executive Officers der RTL Group: „Unsere Ergebnisse für das erste Halbjahr 2014 zeigen ein gemischtes Bild: Erneut haben wir eine solide operative Performance erzielt, mit Rekordergebnissen unseres größten Profit Centers in Deutschland und einem deutlich höheren EBITA von RTL Nederland. Zudem haben wir weitere Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie ‚Sendergeschäft – Inhalteproduktion – Digital‘ gemacht.“ Dem stehe das wirtschaftliche Umfeld in Frankreich gegenüber, das nach wie vor schwierig für den dortigen TV- und Radiosender sei, wie beide Geschäftsführer in ihrem Statement weiter ausführen: „FremantleMedia verspürt weiterhin Druck auf Produktionsvolumina und -preise. Darüber hinaus wird die neue Werbesteuer in Ungarn die Wirtschaftlichkeit von RTL Hungary deutlich reduzieren. Diese Effekte haben auch zur Folge, dass wir unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 anpassen müssen. Für das Gesamtjahr 2014 gehen wir nun von einem leichten Rückgang des Umsatzes aus. Für das Gesamtjahres-EBITA erwarten wir im Vergleich zur Umsatzentwicklung einen deutlicheren Rückgang.“

Im ersten Halbjahr gingen die Umsätze verglichen mit dem Vorjahrszeitraum um knapp 2,5 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Euro zurück. Der operative Gewinn (EBITA) schmolz von 552 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013 auf 519 Millionen Euro ab. Der Grund waren geringere Ergebnisbeiträge von Fremantle Media und den Rundfunkgeschäften der RTL Group in Frankreich – höhere Gewinne aus Deutschland und den Niederlanden konnten diesen Rückgang nicht ausgleichen. (8/14)

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