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Kirsten Niehuus

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Starke Medienwirtschaft in der Hauptstadtregion

Berlin-Brandenburg bleibt einer der attraktivsten Standorte für Film- und TV-Produktionen. 2014 hatte das Medienboard 344 Projekte mit fast 31 Mio. Euro unterstützt. Die Region profitiert von den Effekten, denn für jeden Fördereuro wurden durchschnittlich 4,32 Euro in der Region ausgegeben.

Diese Zahlen legte das Medienboard-Berlin Brandenburg anlässlich seiner Jahresbilanzkonferenz für 2014 vor. Dass nirgendwo sonst in Deutschland so viel gedreht wird, hatte bereits die 2014 veröffentlichte Film- und TV-Studie von Ernst & Young belegt. Neben deutschen und internationalen Kinoproduktionen sind es vermehrt auch Serienproduktionen, die in und um Berlin herum entstehen. Mit der neuen Serien-Förderung durch den Medienboard wurde die weltweit renommierte US-Serie „Homeland“ in die Hauptstadtregion geholt, für die seit Anfang Juni jeden Tag mehrere Filmteams an verschiedenen Locations in Berlin und Brandenburg im Einsatz sind. Demnächst legt Tom Tykwer mit seinem ersten TV-Serienprojekt „Babylon Berlin“ nach den Bestsellerkrimis von Volker Kutscher los. Und die bevorstehende herbstliche Serien-Offensive der Öffentlich-Rechtlichen zeigt u.a. in „Blochin“, „Weissensee“ und „The Team“ den Serienstandort Berlin-Brandenburg in seiner Vielfältigkeit.
 
Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei und Aufsichtsratsvorsitzender des Medienboard spricht davon, dass die Mittel für das Medienboard „gut angelegte Investitionen in die Zukunft“ seien. Und kündigt an: „Daher werden wir diese Mittel verstärken und zielgerichtet für die Förderung des Film- und Digitalstandorts verwenden.“ Und positiv fällt auch das Fazit der Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus aus. „Für die Filmförderung war 2014 sowohl in künstlerischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein hervorragendes Jahr. Oscars, Lolas, Arbeitsplätze und 15 Mio. Kinobesucher stehen für eine erfolgreiche Investitionsbilanz von Steuermitteln. Dazu kommt der Werbeeffekt für die Hauptstadtregion, die nicht zuletzt auch wegen der vielen Filmstars international als ‚Capital of Cool’ gilt. Sicher auch ein Grund, weshalb 'Homeland' eine ganze Staffel hier erzählt und andere XXL-Serienformate vor der Tür stehen."

Der für die Standortentwicklung zuständige Geschäftsführer Elmar Giglinger sieht den Standort bereits „als digitales Zentrum Europas“: „Die Entwicklung der digitalen Medienwirtschaft der Hauptstadtregion ist herausragend und war so nicht zu erwarten. Darüber hinaus bin ich sicher, dass der Aufschwung noch weiter an Fahrt gewinnen wird."

Mehr als 12.500 Unternehmen waren 2014 in der Medienwirtschaft der Hauptstadtregion tätig. Ihr Optimismus war noch nie größer als heute. 70% der Unternehmen sind mit dem Geschäftsverlauf 2014 zufrieden bis sehr zufrieden. Das ist der höchste Wert seit Erhebung des medien.barometer. Besonders groß ist die Zufriedenheit in den Wachstumsbranchen Web/Mobile (82%) und Games (81%). Aktuelle Studien sehen Berlin zudem als Top-Standort für Start-ups: Die Hauptstadtregion zieht mehr Venture Capital an als London und ist europaweit Spitze (EY Start-up-Barometer 2015). Das Medienboard fördert Start-ups mit zahlreichen Initiativen, so z.B. mit dem neuen Austauschprogramm „Media Residency Berlin Capital Region – New York, New York – Berlin Capital Region", das die internationale Vernetzung junger Medienunternehmer vorantreibt.“ (9/15) 

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