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Peter Boudgoust

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SWR mit Bilanzverlust in 2014

Der SWR-Rundfunkrat hat in seiner Sitzung am 19. Juni 2015 in Mainz den Jahresabschluss für das Jahr 2014 beraten und genehmigt. Für das Geschäftsjahr 2014 ergaben sich Erträge in Höhe von 1.272,9 Mio. Euro und Aufwendungen in Höhe von 1.347,3 Mio. Euro. Somit schließt der Südwestrundfunk (SWR) mit einem Bilanzverlust in Höhe von 74,4 Mio. Euro ab.

SWR-Intendant Peter Boudgoust (Foto) erläuterte vor dem Gremium, dass diese Situation nicht zuletzt dadurch bedingt sei, dass die vorhandenen Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag den Rundfunkanstalten und damit auch dem SWR nicht zur Verfügung stünden. Sie fließen in eine Rücklage. Zur Verfügung stehen dem SWR nur die Mittel, die die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs) im Rahmen der Finanzbedarfsermittlung anerkannt hat.

Boudgoust: „Diese Entwicklung trifft uns zum Glück nicht unvorbereitet. Bereits seit fünf Jahren befindet sich der SWR in einem Einspar- und Umbauprozess. Ich bin froh, dass wir so früh die richtigen Weichen gestellt haben. Wir können heute trotz der Beitragssenkung zum April 2015 und anhaltend steigender Preise und Löhne weiterhin attraktive Angebote machen. Unsere Programme und Inhalte sind sogar noch relevanter und multimedialer geworden. Die Medienforschung zeigt: Unsere Hörer, Zuschauer und Nutzer sehen das auch so und nehmen den SWR als verlässlichen, glaubwürdigen und kompetenten Sender wahr. Auch um die Innovationsfähigkeit des SWR mache ich mir keine Sorgen. So freue ich mich, dass wir als ARD-Federführer beim geplanten Jungen Angebot von ARD und ZDF die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aktiv mitgestalten.“

SWR-Verwaltungsdirektor Jan Büttner: „Wir haben uns im SWR ganz bewusst dafür entschieden, insbesondere in den Infrastrukturbereichen zu sparen und die Programmbereiche entsprechend weniger zu belasten. Dadurch können wir trotz der finanziell schwierigen Situation langfristig Mittel umschichten und den Umbau des SWR hin zu einem multimedialen Programmanbieter stemmen.“ (6/15)

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