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Vielseitig und leistungsstark

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Vielseitig und leistungsstark

Einfache, kostengünstige Video-Produktionen sind nicht nur im Sport-Bereich gefragt. Auch große Unternehmen, Behörden, Bildungs- oder Kultureinrichtungen setzen zunehmend auf Bewegtbild-Kommunikation. Zum Einsatz kommen dabei meist kleine bis mittlere Produktionsmischer. Die Angebotsvielfalt hier ist groß. MEDIEN BULLETIN schaute sich auf der NAB 2017 nach interessanten Neuheiten um.

Bildmischer-Technik im unteren bis zum mittleren Segment wird immer leistungsstärker und kostengünstiger. Hier ist das Angebot besonders vielfältig, die Konkurrenz für Hersteller groß. Das konnte man auch wieder auf der NAB 2017 erleben. Der Trend geht hin zu Systemen mit integrierten zusätzlichen Funktionalitäten wie Replay, Grafik oder Schnitt. Solche Mischer werden als komplette Produktionssysteme angeboten. 

Beispielhaft dafür ist die TriCaster-Systemfamilie von NewTek.  Mit dem TriCaster TC1 wurde in Las Vegas ein neues IP-Live- Produktionssystem vorgestellt, das 4k/UHD-Switching, Live- Streaming, Recording mit DDR (Digital Disk Recorder), datengesteuerte Grafiken, virtuelle Sets und Social Media Publishing ermöglicht. TriCaster TC1 verfügt, unabhängig von der Videoauflösung, über 16 Eingänge mit Unterstützung von Videoformaten bis zu 2160p60, samt 3G-, HD- und SD-Auflösungen. Gleichzeitig bietet NewTeks Top-of-the-Line IP Serie bei gleichbleibender Funktionalität 44 externe Eingänge in 4k/UHD. Durch NewTeks NDI-Technologie (Network Device Interface) für IP-basierte Workflows können mit dem TriCaster TC1 auch mehrere Studio-Skype-TX-Kanäle in Live-Shows eingebunden werden. NewTek sieht mit seinem softwarezentrierten nativen IP-Ansatz für 4k das Ende einer Umwandlung von und in Basisband-Video gekommen. Alle integrierten Funktionen wie Videowiedergabe, Keying-Layer und Streaming sollen in 4k möglich sein, ohne Begrenzung der verfügbaren Ressourcen. 

„Wir können in den TriCaster virtuelle Sets in 4k, unterschiedliche Effekte wie etwa ein 4-Kamera Split oder auch Animationen einbinden. Zudem ist es möglich, verschiedene Video-Signale in 720p, 1080i oder 4k 60p miteinander zu vermischen“, erklärte Will Waters auf der NAB. TriCaster TC1 stelle auch zwei Streaming Encoder bereit. „Wir haben einen zweiten Encoder verbaut, um unterschiedliche Streams mit bis zu 4k-Auflösung möglich zu machen. Diese können wir dann direkt aus dem Switcher heraus auf unterschiedlichen Plattformen wie Facebook Live, Microsoft Azure, Twitch, Twitter und YouTube Live ausspielen“, betonte Waters. Integrierte Video-Server würden Playback, Replay und Live-Bearbeitung ohne zusätzliche Hardware ermöglichen. Zudem sei Audio-Mischen mit Multi-Source-Konfiguration und Steuerung, professionelle DSPs und 4x4x4 Kanal Routing möglich. Weitere kreative Möglichkeiten würden für Multi-Bus-Mix-Effekte, animierte Titel und Übergänge, erweitertes Chroma-Keying und virtuelle Live-Sets geboten. Waters: „Der Operator erhält über einhundert Funktionen zur Maximierung der Effizienz in der Videoproduktion einschließlich PTZ-Kamera-Steuerung, 4x4x4 Audio-Matrix-Router und -Mixer und DANTE und AES 67.“ Das TriCaster TC1 wird als 2RU- (Rack Unit) oder 3RU-Version, hier dann ausgestattet mit redundanter Leistung, angeboten. 

Große Aufmerksamkeit erzielte zur NAB 2017 der neue portable Live-Produktionsmischer ATEM Television Studio Pro HD von Blackmagic Design als Nachfolger des bereits im Markt etablierten ATEM Television Studio HD Mischers. Er präsentiert sich mit einem integrierten professionellen Bedienpult für den Einsatz auf dem Schreibtisch. Bei gleichem professionellen Leistungsumfang wie der ATEM Television Studio HD Mischer erlaubt der ATEM Television Studio Pro HD den Zugriff auf alle Features über ein eingebautes Profi-Bedienpult. Hinzu kommt die im oberen Bedienpultbereich verortete CCU, über die man Kameras steuern und mit mehreren Kameras Live-Arbeit realisieren kann. Die CCU funktioniert mit allen über SDI steuerbaren Kameras der Typen Blackmagic Studio und URSA Mini. 

Das Bedienpult des ATEM Studio Pro HD hat, laut Stuart Ashton, Director EMEA von Blackmagic Design, den gleichen Qualitätsanspruch wie die Top-Mischermodelle des Unternehmens. Überdies habe das Pult mehr Tasten für Blenden und Keying. Mit dem zusätzlichen integrierten Hardware-Bedienpult eignet sich der ATEM Television Studio Pro HD, so Ashton, für komplexere Live-Events, bei denen es schnell gehen muss. Das System verfügt über vier HDMI- und vier SDI-Eingänge, die die Arbeit in allen Formaten bis zu 1080p/60 ermöglichen. Dazu gibt es einen Multiview-Ausgang, über den man alle Quellen, die Vorschau und das Programm auf einem Bildschirm sehen kann, sowie ein AUX-Ausgang, integriertes Talkback, zwei Still Stores, ein Audiomixer und eine Kamerasteuerungseinheit. 

Ashton: „Immer mehr Video-Produzenten wollen ihre Inhalte ausschließlich Online, über YouTube oder Facebook-Live, ausstrahlen. Um diesem Trend Rechnung zu tragen, müssen wir unsere Produkte anpassen. Deshalb haben wir möglichst viele tolle Features in ein einziges Gerät gepackt.“ 

Ross Video hat zur NAB 2017 insgesamt elf neue Produkte vorgestellt. Besonders stolz war Ross-CEO David Ross auf den All-in-One Produktionsmischer Graphite, an der er bei der Systementwicklung selbst nochmal mitgewirkt hat. Für Graphite gab es zur NAB auch eine „Best of Show“-Auszeichnung.  „Graphite ist ein komplettes Produktionssystem, das einen Carbonite Switcher, XPression Motion Graphics, XPression Clips Server und die RAVE Audio Engine integriert“, erklärte David Ross gegenüber MEDIEN BULLETIN. All diese leistungsstarken Tools seien in einem kompakten 4RU-Chassis verbaut. Graphite sei eine innovative Software- und Hardware-Plattform bei der man den Fokus besonders auf Qualität und Zuverlässigkeit gelegt habe. Der integrierte Carbonite Produktionsmischer verfügt über zwei MEs mit 4+1 Keys, vier MiniMEs mit zwei Keys, zwei Multiviewer, sechs interne Frame Syncs/Format-Konverter, vier Floating DVEs, zwei Ultrachrome Keyer und vier MediaStore-Kanäle. Bei der integrierten RAVE Audio Engine handelt es sich um einen digitalen Audio-Mixer mit 29 Kanälen. Gezeigt wurde mit dem Carbonite Black Solo-Mischer auch der kleine Bruder des Carbonite Black. Er bietet unter anderem neun Eingänge (6x SDI, 3x HDMI), sechs Ausgänge (5x SDI, 1x HDI), 1ME, 2MiniMEs und integrierten Multiviewer. Genau wie die großen Carbonite-Modelle verfügt auch Carbonite Black Solo über eine Dashboard-Schnittstelle zur einfachen Konfiguration und für Smart Production. Den Carbonite Black Solo gibt es als All-in-One-System, als Mainframe only mit Software Kontrollpanel oder ganz klassisch mit einem abgesetzten Bedienteil.

Bei Grass Valley wurde erstmals das neue Mischersystem GV Korona K-Frame V-Series vorgestellt. Es wurde speziell für kleine bis mittelgroße Produktionen entwickelt, ohne dabei aber Kompromisse in der Leistungsfähigkeit einzugehen. Klaus Weber: „Der Mischer K-Frame und dessen abgespeckte Version K-Frame S waren für preiswerte Lösungen noch zu groß und zu leistungsstark. Das neue K-Frame V-Series wurde deshalb noch weiter reduziert, was die Anzahl der Ein- und Ausgänge betrifft, nicht aber mit Blick auf die integrierte hochwertige Technik. Damit adressiert Grass Valley jetzt das Marktsegment kleinere und mittlere Anwendungen.“ Bislang sei das etwas vernachlässigt worden. Dies wolle man nun ändern. Für viele Anwendungen seien die heutigen Mischer eigentlich überdimensioniert, weil dort immer mehr Funktionalitäten rein gepackt worden seien. Angeboten werden drei verschiede Panelgrößen, wobei grundsätzlich ja alle Grass Valley-Panels an alle -Frames passen. „Das größte Frame kann man theoretisch auch mit dem kleinsten Panel kombinieren. Die haben alle das gleiche Interface. Typischerweise werden Einstiegsbereich aber die Korona-Panels eingesetzt“, erklärte Weber. Der neue GV Korona K-Frame V-Series Mischer ist derzeit noch nicht lieferbar. Angeboten werden soll er in zwei System-Paketen. Die kleinste Variante: 16x8 mit 1M/E oder 2M/E und ergänzende Lizenzen. Durch sein modulares Design bietet der Korona K-Frame V-Series, so Weber, einfache Skalierbarkeit und Bedienbarkeit sowie die Möglichkeit in 3G/1080p zu produzieren und per einfachem Software-Upgrade auch in 4k/UHD. Die Kunden dafür sieht man bei kleinen Rundfunkstationen und Studios, in der Außenproduktion, in Sport-Stadien und bei Bewegtbild-Installationen im Corporate-, Universitäts-, Regierungs- und Kirchen-Sektor.

Broadcast Pix hat zur NAB 2017 mit BPSwitch eine neue Mischer-Familie vorgestellt. Die Modelle FX, MX und GX bieten bis zu 22 SDI Eingänge und bis zu 12 Ausgänge. Alle Systeme verfügen zudem über IP-Inputs, Streaming-Optionen zu Facebook Live und anderen CDNs und lassen sich für den 4k-Einsatz upgraden. „Einzigartig macht die Switcher die Technologie, die dahinter steht. Sie erlaubt echtes Remote Control“, betonte Broadcast Pix Produkt-Manager Tony Mastantuono. „Letztes Jahr zur NAB haben wir das Commander Interface vorgestellt, ein individuell anpassbares User Interface, das spezifische Produktionsanforderungen bedienen kann. Dieses Konzept haben wir nun auf eine Webbrowser-Applikation übertragen. Von jedem Internet-Gerät, egal ob Smartphone, Tablet oder Laptop, kann jetzt das Commander Interface bedient werden. Das erweitert deutlich die Möglichkeiten der Steuerung“, berichtete er. Man könne Kameras zum Beispiel irgendwo in einem Stadion haben und den Mischer ebenso wie das Bedienpersonal irgendwo anders. Beispielhaft wurde am Broadcast Pix-Stand gezeigt, wie von einem Webbrowser in Las Vegas ein Mischer in Boston bedient und mit Grafikelementen versehen wurde. Die Videostreams dazu wurden von Kameras aus einer Kirche in Portland/Main geliefert. „Mit BPSwitch können wir Videos ferngesteuert schalten aber auch Robotic-Kameras ferngesteuert bewegen.

Unterstützt wird das durch unser BPNet Eco-System, das von der Firma ioGates stammt, die wir letztes Jahr übernommen haben“, berichtete Mastantuono. Das ioGates-System biete hohe Sicherheit und ein Asset Management in der Cloud. Alle Inhalte, Grafiken und Mediendaten können an verschiedenen Locations gleichzeitig genutzt werden. Über BPNet kann zum Beispiel ein zentraler Newsroom mit mehreren regionalen Stationen zusammen spielen. Mastantuono: „Von einer Station kann man Inhalte zu den zentralen Mischern pushen und gleichzeitig schon damit beginnen, sie in der Cloud zu nutzen.“ BPSwitch kommt im September auf den Markt. Für seine aktuellen Switcher bietet Broadcast Pix dann auch kostenlose Upgrade-Möglichkeiten an. Der Preis für BPSwitch startet bei rund 12.000 US-Dollar. Dafür gibt es einen Server mit vier SDI- oder HDMI I/Os und zwei IP-Inputs. Hieran können zwei Streaming-Kameras angeschlossen werden. Ein anderes Element von BPSwitch ist ein brandneuer Schriftgenerator mit Echtzeit-3D-Grafik, der in Kooperation mit NewBlueFX integriert wurde. Über 100 Grafik-Templates sind im System enthalten. Man kann auch Photoshop- oder After Effects-Dateien importieren, inklusive alle Layer. Die Kontrolle über alle Layer erfolgt über NewBlueFX. „Schön an NewBlueFX ist, dass es fast schon Standard im nonlinearem Editing ist. Egal ob Avid, Edius oder Premiere, alle haben Plug-ins dafür. Deren Files sind dadurch kompatibel zu uns. Der Journalist in einer Newsroom-Umgebung kann Grafiken kreieren und auf seinen Avid hochgeladene Inhalte über unseren BPnet Cloud-Service auf unsere Mischer übertragen und von dort aus ausspielen. Aber auch umgekehrt können wir von unseren Mischern aus Grafiken zu anderen Editiersystemen schicken. Wir haben hier also ein wirklich offenes Ecosystem“, betonte Mastantuono. Mit BPSwitch und der Remote Control Option adressiere man unter anderem auch kleinere HD-Sportproduktionen. Eingesetzt werden könnten hier je nach Mischergröße bis zu vier IP-Kameras. Einen neuen kompakten Mischer mit zusätzlichen Bedienelementen für Live-Produktionen hat FOR-A mit dem HVS-490 zur NAB 2017 mitgebracht. Der im unteren Preissegment angesiedelte HD/4k/UHD-Mischer unterstützt bis zu zehn Inputs und sieben 4k-Outputs. Durch seine integrierten Event Memory- und Macro-Funktionen ist er, laut Hersteller, auch im mobilen Live-Einsatz immer schnell und einfach zu konfigurieren. Durch seine kompakte Form ist der HVS-490 besonders für den mobilen Einsatz vor Ort bei Live-Events mit beschränktem Platzangebot geeignet. Integrierte Frame Synchronizer und Multiviewer sorgen dafür, dass beim HVS-490-Einsatz der Equipment-Einsatz überschau-bar bleibt.

Außerdem können mehrere Operatoren an verschiedenen Kontrollpanels gleichzeitig mit dem System arbeiten und spezifische Jobs erledigen. Durch optionale I/O-Erweiterungskarten ist der HVS-490 in der Lage, 40 Inputs/18 Outputs, 36 Inputs/20 Outputs oder 32 Inputs/22 Outputs zu unterstützen, einschließlich zwei HDMI-Kanäle als Outputs. Im 4k-Einsatz unterstützt das System entweder zehn Inputs/sechs Outputs, neun Inputs/sechs Outputs oder acht Inputs/sieben Outputs. Es verfügt zudem über 16 Kanäle 2.5 DVE als Standard und kann maximal auf 32 Kanäle erweitert werden. Wie schon der HVS-2000 2 M/E  Mischer von FOR-A bietet auch der HVS-490 die Features MELite und FLEXaKEY. Mit MELite lassen sich die 2 M/Es des Mischers auf 6 M/E-Leistungsspektrum erweitern. Mit FLEXaKEY lässt sich ein AUX Bus für Mix Effects einsetzten mit Cuts, Mix, Wipes, Keys und DVE einschließlich kompletter Vorschau. Die MELite-Technologie erweitert so die Leistungsfähigkeit des Mischers, zum Beispiel bei der Bespielung von Multimonitor-Videowänden. Der HVS-490 verfügt ferner über ein umfangreiches Feature-Set an Audio-Funktionen. Dave Kalahar, Director of Media & Broadcast, von der Valley Baptist Church in Bakersfield, demonstrierte die Vorzüge des neuen FOR-A-Mischers. Als Anwender lobte er vor allem die hohe Flexibilität bei Installation und Konfiguration der FOR-A-Mischertechnik. Das erleichtere auch Medientechnik-Amateuren mit dem System zu arbeiten. 

SAM hat zur NAB 2017 seinen Kula-Produktionsmischer als neuestes Mitglied der Kahuna-Mischerfamilie vorgestellt. Er wird von dem Unternehmen als „big game changer“ im Live-Produktionsmarkt angepriesen. Betont wird das besondere Preis-Leistungs-Verhältnis. Kula gibt es in einer 1M/E und einer 2M/E-Version. Letztere lässt sich in einen 1M/E 4k-Modus umschalten. Kula arbeitet mit SAMs innovativer FormatFusion3-Technologie, die das nahtlose Mischen aller Formate bis hin zu UHD erlaubt. Zielgruppe für Kula-Produktionsmischer sind unter anderem Sender, Sport- und Entertainment-Produktionsdienstleister oder Konferenz- und Event-Veranstalter.

Auch Panasonic erweitert sein Switcher Line-Up mit der AV-HLC100 Live-Produktionseinheit, die Anfang 2018 auf den Markt kommen soll. Sie kombiniert einen 1ME-Switcher, einen Kontroller für ferngesteuerte Kameras sowie Audio-Mischer-Funktionen. Darüber hinaus bietet er IP- und traditionelle Videoein- und -ausgänge. Die Live-Produktionseinheit macht die Steuerung durch eine Person nach Angaben des Unternehmens sehr unkompliziert. Das sei besonders nützlich für die Optimierung der Arbeitsabläufe bei Aufnahmen mit ferngesteuerten Kameras, heißt es. Die AV-HLC100 arbeitet direkt mit allen Panasonic PTZ- und System-Kameras zusammen. Sie erkennt und installiert diese automatisch via IP oder SDI. 

Interessant ist auch, was EVS vorhat. Das Unternehmen hat mit Dyvi einen sehr flexibel einsetzbaren, softwarebasierten Live-Mischer im Angebot. Auf dessen Basis will man aufbauen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer sogenannten Unified Plattform als All-in-one-Produktionssystem, genannt X1“, verriet James Stellflug, Vizepräsident Produktmarketing bei EVS, gegenüber MEDIEN BULLETIN. Es soll Replay, Grafik, Audio und Switching können und noch im Laufe des Jahres auf den Markt kommen, eventuell schon zur IBC. Einen kleinen Vorgeschmack bot EVS ausgewählten Kunden mit einer Preview-Version hinter den NAB-Kulissen. Dort zeigte EVS auch, wie seine Technologie für 360-Grad-Replays einsetzen werden kann. Eine Technologie Vorschau gab es ferner zum Thema „Machine Learning“. 

„Wir haben bereits eine Menge Bausteine für die Unified Platform in unserem Portfolio und wollen ein schlüsselfertiges System anbieten, das auch bei einfachen Produktionen mit wenigen Kameras eingesetzt und nur von einem einzelnen Benutzer bedient werden kann – und zwar in einer sehr günstigen und zuverlässigen Art“, erklärte Stellflug. X1 würde als kontextbezogene Maschine entwickelt. Dadurch soll die Arbeit des Bedieners auf intelligente Weise erleichtert werden. „Das System bietet ihm verschiedene Informationen an, basierend auf Daten und Kontext, damit er mit einem einzigen User Interface eine komplexe Produktion erledigen kann.“ Mit dem neuen Produkt zielt EVS auch auf andere Märkte neben dem klassischen Broadcast-Bereich und erweitert sein Lösungsspektrum vom High-end- mehr in den Lower-end-Produktionsbereich hinein. Stellflug machte klar: „Eine einfachere Replay-Lösung ist bei X1 nicht unser primäres Ziel. Der Lower-end-Markt braucht keinen kleineren Replay-Server, sondern mehr ein evolutives Tool, das es Nutzern ermöglicht, mehr als eine Sache damit zu machen, nämlich Switching, Audio, Replay und Grafik in einer schönen kontextuellen Umgebung“.     

Eckhard Eckstein

MB 2/2017

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