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Volle Flexibilität durch die Cloud

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Volle Flexibilität durch die Cloud

Aspera freut sich über den Erfolg der Cloud. Das Unternehmen, das sich auf den Transfer großer Datenmengen spezialisiert hat, fühlt sich mit dem neuen Cloud Hype in der Ausrichtung bestätigt kann Kunden besser als je zuvor mit maßgeschneiderten Cloud-Angeboten überzeugen. Auf der diesjährigen Broadcast Asia hat MEDIEN BULLETIN Steve Pollini, VP of Technology Solutions und Francois Quereuil, Senior Director, Worldwide Marketing, getroffen und über neue Produkte und Services gesprochen.

Das Thema Cloud wird für Broadcast-Branche immer wichtiger. Wie bewertet man bei Aspera die Entwicklung?

Francois Quereuil (FQ): Wir sehen, dass für den Großteil der Branche mittlerweile die Cloud ein fester Bestandteil bei der Planung neuer Produkte und Services ist. Zum einen, weil der Markt danach fragt, zum anderen weil sich in der Nutzung skalierbarer und cloud-basierter Systeme Vorteile, beispielsweise bei der Zusammenarbeit, ergeben. Bei Aspera arbeiten wir schon seit ein paar Jahren daran, die Cloud bestmöglich mit unseren Produkten zu verknüpfen. Und jetzt sind wir soweit, dass unsere gesamte Plattform in der Cloud und allen hybriden Versionen der Cloud laufen kann. Unsere Kunden können außerdem entscheiden, ob sie unsere Plattform als eigene Version oder als SaaS-Lösung nutzen wollen. Das ist für sie auch immer ein wichtiges Kriterium.

Steve Pollini (SP): Der Großteil unserer Kunden hat sich eine SaaS-Lösungen unserer Plattform gewünscht. Aus diesem Grund haben wir vor eineinhalb Jahren Aspera Files auf den Markt gebracht – eine Lösung, die auf der IBM Cloud basiert und es ermöglicht, Content sicher aufzubewahren und mit anderen zu teilen. Wir können unsere Lösung jedoch auch auf jeder anderen Cloud ausspielen – das kann der Kunde frei entscheiden. Wir leben ohnehin in einer Welt, in der unsere Daten an den verschiedensten Orten liegen – bei den Unternehmen selbst, oder aufgeteilt in verschiedenen Clouds. Da ist es nur sinnvoll, dass wir auch ein „Mix & Match“-Modell anbieten bei dem Kunden jederzeit erkennen kann, wo Daten liegen und was damit gerade passiert. Wir bieten auch einen Service an, mit dem man Daten einfach von Cloud zu Cloud verschieben kann. 

 

...und mit dem gleichen Hintergedanken hat Aspera dann Files Express vorgestellt?

SP: Genau. Unsere Kunden haben nach einer Lösung gefragt, die noch einfacher zu bedienen und dabei übersichtlicher ist. Jetzt kann man in Files einfach auf die Express-Ansicht umschalten und hat eine kinderleichte Möglichkeit, Daten hin und her zu schicken. Namen eintragen, Drag & Drop der Daten und Senden – fertig. Das ist nur mit Software möglich, die in der Cloud arbeitet. 

FQ: Ein anderes Produkt, das in die gleiche Kerbe schlägt und vor allem von großen Film- und Fernsehhäusern angefragt wurde, ist der Aspera Transfer Service (ATS), der es erlaubt, große Datenmengen in der Cloud abzulegen. Im wesentlichen ist das die Engine, die auch Files performen lässt. Der Unterschied ist, dass ATS ohne extra Web-App-Funktionalitäten und Interfaces auskommt. Man meldet sich einfach an und wir verschieben dann die Datenmengen von A nach B. Abgerechnet wird nach Datenmenge.  

 

Jetzt ist natürlich möglich, Daten auch ohne Aspera-Unterstützung in die Cloud zu schieben – warum sollten Broadcaster trotzdem die Services von Aspera nutzen?

FQ: Das stimmt natürlich. Die beiden Hauptgründe für unsere Lösung ist die hohe Geschwindigkeit und enorme Zuverlässigkeit. Ein Standard-Upload über einen FTP-Service ist nicht immer hundertprozentig zuverlässig und kann sehr lange dauern. Außerdem ist der Standard-Upload oftmals in zwei Schritte unterteilt, um die Daten im Cloud-Speicher abzulegen. Wir haben mit allen großen Cloud-Anbietern zusammengearbeitet um diesen Extraschritt zu umgehen. In der Tat ist ein normaler Datenupload so ineffizient, dass Amazon einen Service anbietet, bei dem eine große Server-Box mit dem Namen „Snowball“ zu Unternehmen geschickt wird, um die Daten per Glasfaser zu überspielen. Und die letzte Ausbaustufe von AWS ist ein Truck (Snowmobil), der 100 Pb an Daten aufladen kann. Kein Witz.

 

Neben dem Datentransfer wird as Thema Streaming immer wichtiger. Wie sieht Aspera Streaming-Technologie in der Zukunft?

FQ: Streaming ist ein schwieriges Feld und Broadcaster müssen hier mit den Netzwerken dieser Welt kämpfen. Im wesentlichen ergeben sich in der Praxis zwei Probleme, die Aspera zu lösen versucht. Das erste Problem sind große Distanzen. Selbst mit Lichtgeschwindigkeit dauert es eine kleine Weile, bis Daten von einem Teil der Erde zum anderen geschickt sind. Das zweite Problem ist der Verlust von Datenpakten. Wird eines dieser Pakete nicht richtig ausgeliefert, muss es nochmals geschickt werden und das führt zu Problemen in der Übertragung. Für Live-Events stehen in der Regel Satelliten-Wägen vor dem Veranstaltungsort, um so für eine sehr robuste Verbindung zu sorgen. Dieselbe Sicherheit mit einer klassischen Internetverbindung hinzubekommen ist schwierig. Und dazu kommt dann immer noch das Problem mit der Verzögerung. Videos, die beispielsweise über Facebook Live gestreamt werden, haben teilweise eine Verzögerung von 20 bis 30 Sekunden – das kann man kaum noch als live bezeichnen. 

 

Haben Sie eine Lösung für vielen Herausforderungen im Streaming-Bereich gefunden?

SP: Wir denken schon. Unsere Software FASPStream schafft es, hochqualitative Bilder mit kaum Verzögerung zu übertragen. Und das in einer verlässlichen Art und Weise, ohne Bildfehler oder Nachladen. Das Ziel von Aspera ist es also, eine echte Alternative zu sehr teuren Satellitenübertragungen anzubieten – und das über das Standard IP-Netzwerk. Auf der NAB haben wir dieselbe Technologie auch als Proof-of-Concept in Aspera Files vorgeführt. In Zukunft können wir daraus also auch ein SaaS-Produkt machen. Das wird sehr spannend. 

 

Und das Produkt eignet sich nur für Video-Streams?

SP: Nein, absolut nicht. Letztendlich schieben wir Bites von A nach B. Was für Bites das sind, ob gestreamte Bilder in HDR oder Daten aus der Finanzbranche, ist völlig egal. 

Niklas Eckstein 

MB 3/2017

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