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Alles, was man braucht

Audio Broadcast Services (ABS) wurde im November 2005 von Philipp Lawo als selbständiges Tochterunternehmen der Lawo AG für das Verleihgeschäft gegründet. Die Firma bietet Audioausrüstung für den professionellen Broadcastbereich an. Zum Produktspektrum zählen große und mittlere Broadcast- und Produktionsmischpulte, I/O-Systeme, Stageboxen, Routingsysteme und vernetzte Kreuzschienen der Firma Lawo, aber auch anderer Hersteller.

Philipp Lawo gründete im November 2005 die Verleihfirma Audio Broadcast Services (ABS) als selbstständiges Tochterunternehmen der Lawo AG. Er zeichnet auch als ABS-Geschäftsführer verantwortlich. Die ABS-Büro- und -Lagerräume befinden sich direkt im Firmenkomplex der Lawo AG in Rastatt.
„Unsere Leistungen beschränken sich nicht nur auf das Anliefern von Geräten. Wir übernehmen auch Logistik, Planung, Projektierung, Event-Betreuung und Komplettaufträge“, betont Matthias Paha, Projektleiter von ABS. Zusammen mit Stefan Mathias sorgt er dafür, dass entsprechende Kundenanforderungen optimal erfüllt werden. Paha kümmert sich um Projektierung, Planung und Administration, Mathias um die Technik und den Service der Geräte.

Beide sind „alte Hasen“ in der professionellen Verleihbranche und haben zudem in der Projektierung und im Vertrieb der Lawo AG jahrelang Erfahrungen sammeln können, die ihnen nun bei ABS zugute kommen. Paha kam vor neun Jahren zu Lawo. Davor war er als selbstständiger Verleiher in der Rock & Roll-Branche aktiv.
„Wir sind zwar ein kleines Unternehmen, verfügen aber über vielfältige Kontakte in der Verleihbranche und arbeiten je nach Auftragsgröße mit erfahrenen Freelancern zusammen“, sagt Paha. Als „ganz normale“ Rental Company sei ABS spezialisiert auf Broadcast-Anwendungen und verfüge dabei nicht nur über Lawo-Equipment, sondern auch über Material anderer Hersteller. Unterstützt würden vorzugsweise Produktionen großer Sportevents. „Auf dem Gebiet haben wir schon viele Erfahrungen gesammelt, unter anderem auch bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland und den Asien-Spielen 2006 in Doha“, sagt er. Klientel seien dabei hauptsächlich TV-Sender oder Hostbroadcaster wie Host Broadcast Services (HBS).

Das bei ABS verfügbare Equipment reicht in der Regel zur Abwicklung von Großevents. „Gibt es besondere Anforderungen, kaufen wie Equipment dazu“, berichtet Paha. Dabei achte man natürlich darauf, dass die Systeme auch zukunftssicher einsetzbar seien. Zudem kooperiere man mit anderen Verleihfirmen. Neben der gemeinsamen Gerätevermietung setze man hierbei auch auf Know-how-Transfer.
„Da wir eine noch recht junge Firma sind, ist natürlich auch unser Equipment top-modern“, betont der ABS-Projektleiter. „Alles, was man im Broadcastbereich braucht, haben wir im Lager.“ Zum Verleih-Equipment zählen unter anderem ein mc290, zwei mc266, zirkon- und zirkonXL-Pulte, zwei große Nova73-Kreuzschienen, analoge und digitale Pulte von Yamaha und Midas, Beschallungssysteme von D&B, Genelec-Abhören, RTW-Metering-Systeme sowie umfangreiche Pheripheriegeräte und Verkabelungstechnik.

„Wir haben reichlich Glasfaser aber auch Stromunterverteilung, alles, was man braucht, um Systeme im Live-Business am Leben zu halten“, sagt Paha. „Und mit unseren großen Kreuzschienen sind wir in der Lage, mal schnell eine Matrix mit 2.000 mal 2.000 Koppelpunkten aufzubauen“, betont der ABS-Projektleiter.
Die Gefahr, dass das Lawo-Verkaufsgeschäft unter dem ABS-Mietangebot leiden könnte, sieht er nicht. „Wenn man ein System längere Zeit mieten muss, dann überlegt man sich meist doch, ob man es nicht lieber gleich kaufen soll“, meint er. Anders sei das beim kurzzeitigen Bedarf wie bei den großen Events. Da sieht Paha gute Perspektiven für ABS. In den nächsten Jahren stehen wieder einige große Sportveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich sowie die Olympiade in Peking an, bei denen ABS natürlich dabei sein will.

Auch Ü-Wagen-Dienstleister sind für ABS interessante Kunden. „Viele machen nur wenige Male im Jahr größere Musikproduktionen, brauchen dann zusätzliche Stageboxen oder wollen ihre Lawo-Pulte durch zusätzliche Karten erweitern. Wir können ihnen dabei sehr kundenspezifisch helfen“, meint Paha.
In die Videobranche hinein expandieren will ABS indes nicht. Paha: „Wir sind spezialisierte Profis für den Ton und haben kein Interesse daran, mehr in die Breite zu gehen. Wir werden deshalb nicht mit Video und Licht anfangen.“ Ziel sei es, sich in der Produktionsbranche weltweit noch stärker zu etablieren und dort professionelle Audiotechnik zur Verfügung zu stellen. Dafür seien in diesem Jahr auch neue Investitionen und die Einstellung neuer Mitarbeiter geplant. „Wir setzen klar auf Expansion“, betont der ABS-Projektleiter.
Eckhard Eckstein (MB 04/07)






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