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Online-Intendant der ARD, Peter Boudgoust

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ARD-Bericht Telemedien und Leitlinien veröffentlicht

Die Qualität des digitalen Portfolios der ARD hat sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich verbessert, insbesondere durch den Start der ARD Audiothek und den frischen Auftritt der neuen ARD Mediathek. Das geht aus dem aktuellen ARD-Bericht Telemedien 2017/2018 und Leitlinien 2019/2020 hervor.

Der Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet die ARD, alle zwei Jahre einen Bericht über die Erfüllung ihres Auftrags sowie die zukünftig geplanten Schwerpunkte zu veröffentlichen. Im Mittelpunkt dieses Berichts stehen die gemeinschaftlichen Angebote der ARD, wie beispielsweise tagesschau.de, DasErste.de, ARD.de oder sportschau.de. Neu ist das Kapitel "Innovationen". Hier werden neue Ideen und Projekte der Landesrundfunkanstalten und Gemeinschaftseinrichtungen vorgestellt, um der Innovationskraft der ARD Rechnung zu tragen. Ein Beispiel dafür ist der WDR-Kandidatencheck, bei dem jeder einzelne Kandidat zur NRW-Landtagswahl (2017) vorgestellt wurde - in einem einfachen und klaren Format. Auch interessante Datenprojekte mit aktuellen Schwerpunktethemen, wie Abgasalarm oder Gerechtigkeit fallen in die Kategorie, ebenso das Thema Sprachassistenten.

Der Online-Intendant der ARD, Peter Boudgoust (Foto), sieht den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in einer für die Demokratie wichtigen Funktion: "Online ist eine riesige Menge an Informationen verfügbar - es braucht den gemeinsamen und freien Rundfunk, um eine unabhängige und verlässliche Nachrichtenquelle zu haben. Die ARD ist da, wo die Menschen es von uns erwarten. Wir merken das besonders deutlich bei großen Ereignissen: Viele Menschen nutzen unsere Inhalte, beispielsweise zur Bundestagswahl oder bei der Fußball-WM. Nicht, weil es an Auswahl fehlt, sondern weil sie unserer Berichterstattung in hohem Maße vertrauen."

Ein weiteres Ergebnis des Telemedienberichts: Der Trend zur mobilen Nutzung steigt im Berichtszeitraum rasant. Zudem werden Plattformen wie Facebook und YouTube immer wichtiger. Im Gegenzug nimmt die Desktopnutzung weiter ab. Die Nutzung von Connected TV hat im Berichtszeitraum zugenommen. Für diesen Ausspielweg hat die ARD zu besonderen Ereignissen HbbTV-Specials angeboten, beispielsweise zu ARD Themenwochen.

Mit ihrem vielfältigen barrierefreien Angebot sorgt die ARD für einen einfachen Zugang zu ihren Onlineprodukten. So haben die Landesrundfunkanstalten die Angebote für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung weiter nachhaltig ausgebaut. Beispielsweise bieten die Mediatheken die Sendungen auch in den barrierefreien Fassungen zum zeitsouveränen Abruf an.

Darüber hinaus bieten die Sender unterschiedliche Informationsformate an, um Menschen verschiedenster Nationalitäten bei der Integration zu helfen - etwa in Leichter Sprache, als mehrsprachige Version oder als Erklärformat.

Schwerpunkte für die kommenden zwei Jahre werden in den Leitlinien erläutert. Dazu gehört unter anderem der Trend zur mobilen Nutzung und die damit einhergehende Weiterentwicklung von herausragenden Apps und die Verbesserung der Barrierefreiheit. Ein personalisierter Zugang zur ARD Mediathek und ARD Audiothek soll ebenfalls im Zeitraum der Leitlinien 2019/2020 umgesetzt werden. Dabei wird auch das Thema Datenschutz eine große Rolle spielen.

Die Intendantinnen und Intendanten und die Vorsitzenden der ARD Rundfunkräte haben in ihrer Sitzung am 26./ 27. November 2018 diesem Bericht zugestimmt. Bericht und Leitlinien zu den Telemedien werden am 10. Dezember 2018 auf daserste.de/leitlinien und ard.de/die-ard veröffentlicht.

Foto: Online-Intendant der ARD, Peter Boudgoust

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