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DAB+ Verträge unter Dach und Fach

Der Sendernetzbetreiber MEDIA BROADCAST und privaten Radio-Veranstalter haben die Verträge zur Verbreitung eines bundesweiten DAB+ Programmangebots unterzeichnet. Maßgeblich dafür war, dass die Geräteindustrie sich bereit erklärt hat, zur Finanzierung der Sendernetzkosten durch Werbe- und Marketingverträge mit den Anbietern beizutragen.

Die Verbreitungsverträge unterschrieben haben die Neue Welle Rundfunk-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Entspannungsradio GmbH i.G., ERF Medien e.V., Radio 97,1 MHz Hamburg GmbH (ENERGY) und die REGIOCAST DIGITAL GmbH.
Sie werden insgesamt 7 Programme sowie zusätzliche Datendienste verbreiten.

Die Vertragsunterzeichnet geschah kurz vor Toresschluss. De Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte eine Frist bis 15. Dezember gesetzt. Sie hatte die Verträge zwischen den privaten Anbietern und MEDIA BROADCAST zur Auflage dafür gemacht, dass die bislang blockierten Mittel zur Finanzierung der Digital Radio Aktivitäten der ARD-Anstalten und des Deutschlandradios wieder frei gegeben werden. MEDIA BROADCAST und die Privatsender teilten dem Intendanten des Deutschlandradios, Willi Steul, am Mittwoch dem 15. Dezember den Vollzug der Vertragsunterzeichnung mit. Damit eröffnetn sich nach einer langen Zitterpartie endlich auch in Deutschland bessere Chance zur Digital Radio-Entwicklung.

Die ARD zeigte sich erleichtert vom positiven Ende des Verhandlungsmarathons zwischen den Privatsendern und MEDIA BROADCAST. "Wenn jetzt alle Beteiligten so konstruktiv zusammenarbeiten, wie es sich im Augenblick abzeichnet, bin ich zuversichtlich, dass das Radio eine gute Perspektive hat, sich auch in der digitalen Welt den Stellenwert zu erhalten, den es heute über UKW hat", erklärte ARD-Vorsitzender Peter Boudgoust (Foto). (12/10)

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