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Gute Aussichten

Gemeinsam mit der MEDIENTAGE MÜNCHEN GmbH und dem MedienCampus Bayern veranstalte TV- und Film-Dienstleister Plazamedia am 8. März das Mobile-Forum 2007. Der Informationstag im Studio 7 des Ismaninger Unternehmens fand sehr großen Anklang bei den zahlreichen Besuchern.

Mobile-TV ist zurzeit ein absolutes Hype-Thema. Das durfte auch Deutschlands größter Sport-TV-Produzent Plazamedia bei der von ihm initiierten Informationsveranstaltung „Mobile-Forum 2007“ am 8. März feststellen. 380 Besucher drängelten sich im Studio 7 von Plazamedia in Ismaning bei München, um den Ausführungen von 15 Referenten und den Teilnehmern dreier Diskussionsrunden zu lauschen. „Mit einem so großen Andrang hatten wir nun wirklich nicht gerechnet“, meinte Florian Novosad, Vorsitzender der Geschäftsführung von PLAZAMEDIA. Man habe deshalb schon Wochen vorher einen Anmeldestopp verhängen müssen.

Sehr profitiert hat Plazamedia von der Unterstützung durch MEDIENTAGE MÜNCHEN-Veranstalter MEDIENTAGE MÜNCHEN GmbH (ehemals DVB Multimedia Bayern GmbH) und dem MedienCampus Bayern. Beide hatten ordentlich die Werbetrommel für das Plazamedia-Event gerührt und organisatorische wie finanzielle Hilfestellung geleistet. Die MEDIENTAGE MÜNCHEN engagierten sich erstmals bei einer Branchenveranstaltung mit einem Partner aus der Industrie: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den erfolgreichen, medienübergreifenden Plattform-Gedanken der MEDIENTAGE MÜNCHEN durch themenspezifische Fachforen auch während des Jahres weiter zu stärken und auszubauen. Mit PLAZAMEDIA und dem MedienCampus Bayern haben wir die idealen Partner gefunden, um eine solche Veranstaltung durchzuführen“, erklärte Christopher Tusch, Prokurist der MEDIENTAGE MÜNCHEN GmbH.
In seinem Grußwort lobte auch Wolf Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), die gute Zusammenarbeit der drei Partner. Zudem sei „die Veranstaltung absolut punktgenau terminiert, unmittelbar vor der anstehenden Ausschreibung der DVB-H-Frequenzen in Bayern am 16. März 2007“. Ring sieht den Startschuss für Mobile-Broadcast noch in diesem Jahr.

Drei Themenschwerpunkte
Inhaltlich aufgeteilt war das Mobile-Forum 2007 in die Schwerpunkte Übertragungstechnik, Mobile-Advertising und Mobile-Content. Produzenten, Inhalteanbieter und Marketing-Experten diskutierten, welche Übertragungswege sich durchsetzen, welche Inhalte beim Endkunden funktionieren und welche attraktiven Geschäftsmodelle daraus entstehen werden. „Wir haben hier ein echtes Branchen-Event geschaffen, das in diesem Jahr die Vielseitigkeit und die Dynamik des Mobile-TV-Marktes widerspiegelt. Die durchweg positive Resonanz der zahlreichen Teilnehmer ist eine Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit“, meinte Nowosad.

Dass Mobile-TV ein großes Wachstumspotenzial bietet, zeigte Wolfgang Kasper in seiner Kongress-Keynote zum Thema „Die Zukunft ist mobil“. Der Geschäftsführer der kürzlich aus RTL interactive ausgliederten Firma RTL mobile erklärte: „In zwei bis drei Jahren sind Bewegtbilder eine etablierte mobile Standardtechnologie.“ Business-Modelle und Zahlungsbereitschaft der Kunden seien jedoch entscheidend für den Erfolg. Die derzeitigen hohen Preise für die Nutzung von mobilem Content würden sich deshalb auch nicht mehr lange halten lassen.
Zu den Fachleuten, die auf dem Mobile Forum 2007 diskutierten, zählten unter anderem Manfred Neumann, Mobile Services SevenOne Intermedia, Hendrik Rinnert, Geschäftsführer Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD), Herbert Mittermayr, Marketing-Vizepräsident von Alcatel-Lucent, Gerhard Günther, Commercial Management Manager Hutchison 3G Austria, Thomas Zervos, Manager für strategische Planung von Jung und Matt sowie Marcus Hochhaus, Bereichsleiter für Neue Medien und Business Developement von Plazamedia.
Die Experten waren sich darüber einig, dass die verschiedenen technischen Übertragungswege von Bluetooth und W-LAN über UMTS/HSDPA, DMB, DVB-H bis hin zum neuen, viel versprechenden DVB-SH, noch eine ganze Weile nebeneinander existieren werden. Jedoch sei absehbar, hieß es, dass künftig verstärkt hybride Empfangsgeräte zum Einsatz kommen werden. Der Nutzer könne dann mit einem Gerät verschiedene Signalwege anzapfen.

Um das enorme Potenzial von Mobile-TV ausnutzen zu können, müssten die angebotenen Inhalte die Menschen berühren, ihre Interessen berücksichtigen und einen echten Mehrwert liefern. Auch sei eine klare Preisgestaltung ohne versteckte Kosten für den Endkunden wichtig. On-Demand-Angebote seien als Mobile-TV-Content eher gefragt als lineare TV-Programme. Das belegt auch eine aktuelle Studie des Instituts für qualitativ-psychologische Markt- und Medienforschung.
Eckhard Eckstein (MB 04/07)






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