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HDTV als Katalysator für IPTV

Mit High-Definition Television (HDTV) hat IPTV das Potenzial, durch attraktiven Zusatznutzen das digitale terrestrische Fernsehen zu verdrängen. Dass HDTV auf dem Vormarsch ist, bestätigen zahlreiche aktuelle Analysen, darunter auch eine aktuelle Umfrage von Beratungsunternehmen goetzpartners. Die Studie belegt deutlich, dass ein Wechsel zum interaktiven IPTV ein Sendungs-Angebot in HDTV-Qualität voraussetzt.

HDTV kann IPTV zum endgültigen Durchbruch verhelfen: Es ist digital und liefert dank großer Datenmengen die höchste Bildauflösung. Das hoch auflösende Fernsehen ist daher bestens für breitbandige Internet-Leitungen geeignet, über die der Zuschauer IPTV empfangen kann. In den kommenden Monaten wird das Angebot an Sendungen in HD-Qualität stark zunehmen. So werden ARD und ZDF die Leichtathletik-Weltmeisterschaft bereits in HTDV übertragen. Von dieser Saison an wird es auch sämtliche Spiele der Fußball-Bundesliga über IPTV in HD-Qualität geben.

Das zunehmende HDTV-Angebot geht mit wachsendem Interesse an IPTV einher: So wünschen sich immerhin zehn Millionen deutsche Haushalte, dies entspricht 26,8 Prozent der Grundgesamtheit, mehr Sendungen in HDTV-Qualität. Für 46 Prozent der Haushalte ist die Möglichkeit des zeitversetzten Fernsehens sehr wichtig, 26,2 Prozent haben ein großes Interesse an den vielfältigen interaktiven IPTV-Zusatzfunktionalitäten. Und 31,7 Prozent der Befragten schätzen schließlich insbesondere die attraktive Möglichkeit, Video-on-Demand (VoD) zu nutzen. Auch die Marktentwicklungen bei TV-Geräten stützen das zunehmende Interesse an breitbandigen TV-Angeboten. Unabhängig von der tatsächlichen Eignung für HDTV wurden bereits 2008 5 Millionen HD-fähige TV-Geräte in Deutschland verkauft, 1,5 Millionen mehr als 2007. Aktuell sind bereits mehr als 13,5 Millionen HD-fähige TV-Geräte auf dem deutschen Markt, mit stark steigender Tendenz.
„Damit IPTV endgültig durchstarten kann, müssen die Nutzer noch besser über IPTV im Allgemeinen und die attraktiven Möglichkeiten interaktiver Zusatzdienste im Besonderen informiert werden“, so Dr. Alexander Henschel, Managing Director und Verantwortlicher für den Bereich Telekommunikation und Medien bei goetzpartners. „Wenn solche Funktionen in bisher unerreichter HDTV-Qualität zur Verfügung gestellt werden, treten die Wünsche der Konsumenten nach Individualität und Zeitsouveränität deutlich in den Vordergrund. Und IPTV kann somit die Schwelle zum Massenmedium erreichen“, sagt Henschel. (MB 09/09)

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