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Von Anfang an sehr geholfen

Die DFL-Produktionsfirma SPORTCAST hat in der abgeschlossenen Bundesliga-Saison 2006/2007 mit der Dispositionssoftware BCM der Broadcast Concept Vertriebs GmbH aus Mainz gearbeitet. Das System hat sich auch in der Kommunikation zwischen Sendern und Sportcast bewährt. Es wurde inzwischen um weitere innovative Tools erweitert.

Im Auftrag der Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) produzierte die SPORTCAST GmbH in der Saison 2006/2007 612 Spiele der 1. und der 2. Bundesliga, davon mehr als 100 Spiele in HDTV. Bei den Produktionsvorbereitungen setzte SPORTCAST auf die Dispositionssoftware Broadcast Manager (BCM) der Mainzer Broadcast Concept Vertriebs GmbH.

„Der Broadcast Manager ist eine sehr große Hilfe bei der zentralen Produktionskoordination, die SPORTCAST GmbH jede Woche bewältigt. In der gerade abgelaufenen Saison wurden mehr als 10.000 Personalbuchungen reibungslos mit Hilfe des BCM abgewickelt“, erklärt Alexander Günther, Leiter Organisation und Entwicklung bei SPORTCAST. „Die enge und kooperative Zusammenarbeit mit den Entwicklern des Broadcast Managers hat uns von Anfang an bei den wöchentlichen Produktionsvorbereitungen sehr geholfen.“
Arbeitsschwerpunkt der Broadcast Concept Vertriebs-GmbH ist Beratung und Support bei Produktionsplanung und Disposition im TV-Bereich. Zu den Kunden von Broadcast Concept gehören neben SPORTCAST z. B. auch Unternehmen wie Studio Berlin, TVN Hannover, Mediencontor Berlin (ARD-Christiansen-TV), SAT1-News and Pictures oder Plazamedia.

Für den Sportproduzenten in Ismaning wurde in einem fast 16-monatigen Projekt die gesamte Planungssoftware aus jedem Unternehmensbereich auf die BCM-Software umgerüstet. Schließlich ging es darum, die zuverlässige Disposition von zahlreichen Buchungen für Studio- und Außenproduktionen sowie für die Postproduktion (Grafik- und Schnittplätze) zu gewährleisten. Dabei wurde besonders auf eine gemeinsame Datenbank für alle Dispositionsbereiche geachtet, um sicherzustellen, dass alle mit den gleichen Daten arbeiten. In enger Zusammenarbeit mit den Softwarespezialisten wurden zudem übersichtliche und auf die speziellen Anforderungen des Full-Service-Dienstleisters abgestimmte Planungsansichten entwickelt. Die Software muss dabei sehr flexibel sein, um auch kurzfristige Änderungswünsche umsetzen zu können. Detaillierte Auswertungen etwa der Produktionskosten sowie Schnittstellen zum Personalabrechnungssystem und Produktionsnummerntool sind ebenfalls im Leistungspaket enthalten. Neben Ismaning arbeitet auch der Wiener Standort von PLAZAMEDIA auf demselben System.

Die Entwicklung der von Broadcast Concept angebotenen Broadcast Manager (BCM) Software wird seit 1996 maßgeblich von Thomas Teichmann voran getrieben. Als Leiter der technischen Disposition von SAT.1 hat er die Anwendung von 1995 bis 2000 nach und nach den Notwendigkeiten im Planungsbereich anpasst. Im Jahr 2000 wechselte Teichmann zum Mainzer TV-Dienstleister TV Skyline. Dort wurde die Broadcast Concept GMBH dann als Tochterunternehmen gegründet.
Ein Ausbau des Geschäfts erfolgte im Jahr 2004 durch eine Kooperation mit der Universität Ilmenau in Sachen Software-Entwicklung. In Ilmenau wurde ein eigenes Büro/Außenstelle installiert, welches mittlerweile nach Arnstadt (in der Nähe von Ilmenau) verlagert wurde. Informatiker programmieren dort für Broadcast Concept Microsoft.Net-basierte Anwendungen. Teichmann und Mitarbeiter der Mutterfirma TV-Skyline haben an der Uni Ilmenau zudem Vorlesungen zum Thema Produktionsplanung und Produktionsdisposition gehalten.

Den Auftrag, die neu gegründete DFL-Tochterfirma SPORTCAST mit dem BCM im Bereich Produktionsplanung/Disposition zu unterstützen, erhielt Broadcast Concept erst kurz vor Start der Bundesliga-Saison 2006/2007. „Die ersten Programm-Module mussten in Mainz konfiguriert werden, da SPORTCAST zu dem Zeitpunkt in Köln noch kein eigenes Büro hatte“, berichtet Teichmann. „Wir standen unter großem Zeitdruck, um die Software vor Beginn der Bundesligasaison 2006/2007 pünktlich an den Start zu bringen“, sagt er. In der ersten Basisform habe man die Anwendung dann aber rechtzeitig fertig stellen können. Sämtliche Fußballspiele der ersten und zweiten Liga wurden seit dem mit dem BCM verwaltet.

„Im Laufe der Spielzeit wurde das BCM-System durch einige neue intelligente, innovative Tools erweitert. So wurde zum Beispiel der Bereich Internetzugriff ausgebaut, eine Geodatenbank und eine automatisierte SMS/Mail-Funktion integriert“, sagt Teichmann. Die Fernsehsender seien so z. B. in der Lage gewesen, online ihre Bestellungen bezüglich TV-Dienstleistungen per Online-Ratecard direkt im BCM bei SPORTCAST zu tätigen.
„Der größte Vorteil unserer Software ist der absolute Bezug zur Praxis. Alles, was im Programm abgebildet und geplant wird, setzen wir auch praktisch in unserem Mutterunternehmen TV Skyline um“, meint Teichmann. „Inhaltlich werden also nur Funktionen umgesetzt, die tatsächlich gebraucht werden, initiiert von Leuten, die aus der Praxis kommen.“ Der Vor-Ort Support von Kunden sei bei Neugründungen von Planungsabteilungen und Dispositionen für Broadcast Concept selbstverständlich. „Dadurch sind wir natürlich immer am Puls der Zeit“, sagt Teichmann.

Der BCM steuere auf sinnvolle Weise die unternehmensinternen Prozesse, die mit Ressourcen wie Personal oder Technik zu tun haben und liefere Gewissheit über deren Auslastung und Nutzen – kurzfristig aber auch langfristig. Broadcast Concept legt laut Teichmann viel Wert auf Übersichtlichkeit, Skalierbarkeit und intuitive Bedienung des Systems.

Eckhard Eckstein (MB 07/07)

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