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A.M.P.A.S. zeichnet DFT-Mitarbeiter aus

Sechs Mitarbeiter der Weiterstädter Firma DFT Digital Film Technology Holding GmbH erhalten für ihre Leistungen als Entwickler eine Auszeichnung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (A.M.P.A.S.). Die A.M.P.A.S., bekannt durch die Verleihung der OSCARS, würdigt damit die Leistungen von Entwicklern, die mit ihren Produkten Filme auf die Leinwand bringen.

Die Preisträger aus Weiterstadt sind zum einen Volker Massmann, Markus Hasenzahl und Andreas Löw, die für die Entwicklung des Spirit 4K einen „Scientific and Engineering Award“ erhalten und zum anderen Christian Bäker und Frank Billasch, die für den LUTher Color Space Converter einen „Technical Achievement Award“ erhalten. Dr. Klaus Anderle war in die Entwicklung von Produkten involviert und erhält für seine Leistungen sogar beide Ehrungen.

„Diese Auszeichnungen sind eine große Ehre für unsere Mitarbeiter und belohnen ihre jahrelange harte Arbeit.“ hebt DFT-Geschäftsführer Stefan Kramper (Foto) hervor. „Wie in vielen anderen Branchen erwarten auch unsere Kunden höchste Präzision und Qualität. Dies treibt unsere Entwickler immer wieder an, die technologischen Grenzen zu überwinden und Produkte stetig zu verbessern.“

Beim Spirit 4K handelt es sich um einen Filmscanner, der Filmbilder in sehr hoher Geschwindigkeit und mit höchster Präzision mit bis zu 12 Mio. Bildpunkten pro Bild erfassen kann. Dabei handelt es sich um eine Auflösung, die um das Vierfache höher liegt als der HDTV Fernsehstandard. Der überwiegende Teil der Kinofilme wird heute auf Film produziert und anschließend digital bearbeitet. Da bei diesem Vorgang sehr hohe Datenraten anfallen und das Einscannen der Filmbilder in voller Bandbreite in kürzester Zeit erfolgen muss, kommen hierbei nur sehr leistungsfähige Systeme in Betracht. Weltweit sind ca. 450 Systeme der Spirit Produktfamilie im Einsatz.

Bei DFT wurde bereits der Nachfolger des Spirit 4K entwickelt. „SCANITY“ heißt der neue Scanner und ist z.B. auch bei Sony Pictures Entertainment in Los Angeles im Einsatz. Das Gerät wird seit Dezember 2009 an Kunden ausgeliefert und zeichnet sich durch eine berührungslose, optische Perforationserkennung aus, die das Filmmaterial besonders schonend scannt. Damit ist dieses Gerät nicht nur für Neuproduktionen, sondern auch gerade für Archive hervorragend geeignet.

Der LUTher Color Space Converter wird eingesetzt, um die Farbwiedergabe auf verschiedenen Bildwiedergabemedien zu kalibrieren. Dabei wird sichergestellt, dass bereits während der Filmnachbearbeitung auf einem Monitor oder digitalen Projektor der gleiche Farbeindruck wie beim projizierten Film im Kino wiedergegeben wird. Der Farbraum wird mit Hilfe einer sogenannten dreidimensionalen Look Up-Tabelle angepasst und für das jeweilige Medium adaptiert.

Die Firma DFT Digital Film Technology existiert seit Dezember 2008 als eigenständige GmbH. Die Firmengeschichte startete jedoch sehr viel früher und reicht zurück bis ins Jahr 1929 als der Vorgänger dieses Unternehmens, die Fernseh AG in Berlin-Zehlendorf, gegründet wurde. Meilensteine des Unternehmens stellen unter anderem die erste Übertragung in HDTV der Olympischen Spiele in Barcelona 1992 und die Einführung des digitalen Nachbearbeitungsprozesses bei Filmproduktionen in den späten 90er Jahren dar, der sich als „Digital Intermediate“ etabliert hat.

Die Ehrungen werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Beverly Wilshire Hotel in Beverly Hills / Kalifornien am 20. Februar überreicht.

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