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Demokratisierung des Digitalen

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Demokratisierung des Digitalen

Die dreitägige Doppelveranstaltung MEDIA CONVENTION Berlin und re:publica ist am 8. Mai 2019 erfolgreich zu Ende gegangen. 25.000 Besucher kamen, um sich in 63 Panels über die Auswirkungen der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft zu informieren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnte in seinem Grußwort zur Demokratisierung des Digitalen.

Die MEDIA CONVENTION Berlin (MCB) wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) veranstaltet und fand in diesem Jahr erneut in Kooperation mit der re:publica in der STATION Berlin statt. Insgesamt 216 Redner widmeten sich in den 63 Panels bei der sechsten MCB dem Thema „Playing for Keeps: Jetzt wird’s ernst!“ den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. 

 

„Wir alle müssen mit der sich rasant verändernden digitalen Medienlandschaft umgehen und wenn möglich diese Veränderung aktiv mitgestalten. Alle Lebensbereiche sind längst digital beeinflusst. Die Entwicklungszyklen der Vergangenheit sind für die Zukunft und die Geschwindigkeit des Wandels kein Maßstab mehr. Die Medienbranche ist im Umbruch und mit ihr auch die Gesellschaft. Wir freuen uns, mit der MCB 2019 zum Diskurs um eine bestmögliche digitale Zukunft beigetragen zu haben“, sagte Medienboard Berlin-Brandenburg Geschäftsführer Helge Jürgens. Und mabb-Direktorin Anja Zimmer meinte: „Wir dürfen die Nutzer nicht mit den Herausforderungen der Digitalisierung alleine lassen. Medienvielfalt zu sichern, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Eines unserer Ziele war es, im Rahmen der MCB deutlich zu machen, wie wichtig zeitgemäße Regulierung für unsere Gesellschaft ist. Um Meinungsvielfalt zu sichern, braucht es klare Spielregeln, die dann auch durchgesetzt werden. Genauso wichtig ist Förderung, insbesondere von Lokaljournalismus und von Medienbildung. Wer kompetent und selbstbestimmt mit Medien umgehen kann, kann die Digitalisierung als Chance nutzen. Ich freue mich, dass wir über all diese Themen auf der MCB diskutiert haben. Nur gemeinsam können wir Ideen entwickeln, wie eine vielfältige Medienzukunft gesichert werden kann.” Eröffnet wurden die #MCB19 und die #rp19 durch ein Grußwort des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Er betonte, dass es in diesen Zeiten „nicht um die Digitalisierung von Demokratie“ gehen dürfe, sondern „um die Demokratisierung des Digitalen.“ Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller und Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, waren sich zur Eröffnung der MCB19 auf Bühne 7 einig: Es braucht Mut. Müller betonte in seinem Grußwort, dass sich Politik für Medienkompetenz und -vielfalt stark machen muss. Dreyer fragte, wie wir eine digitale Gesellschaft gestalten wollen. Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt meinte mit Blick auf die großen Plattformen, dass es höchste Zeit sei, sich dem Thema Datenverwertung anzunehmen und sich für mehr Chancengleichheit im Web einzusetzen. 

 

Im Eröffnungs-Panel „Point of no Return – Going All In with Digital“ diskutierten Holger Enßlin von Sky, Manuel Uhlitzsch von PANTALEON Films, Eun-Kyung Park von P7S1 und Nadine Bilke von ZDFneo über TV-Strategien. Über aktuelle Verschiebungen auf dem internationalen Streaming-Markt sprachen in der Session „Game of VoDs: Neue Herausforderer für Netflix und Amazon?“ Nicole Agudo Berbel von P7S1, Tanja Hüther von ARD/BR, Florian Kerkau von Goldmedia, Eric Scherer von France Televisions und Tobias Schiwek von Divimove. Welche Prioritäten Amazon Originals Deutschland im Hinblick auf attraktiven Content setzt, erläuterte Philip Pratt, Leiter Deutsche Originals. Zur Frage „Alle Sportarten, alle Ligen, alle Länder: Sport-Streaming vor dem Durchbruch?“ diskutierten Zeljko Karajica von 7Sports, Dirc Seemann von SPORT1, Roman Steuer von Sky und Stephanie Struppler von Discovery Deutschland.            

Eckhard Eckstein

MB 2/2019

© MEDIA CONVENTION Berlin

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