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Fünf Trends und viele gute Ideen

Wie verändern aktuelle Trends und technische Innovationen die Medienwelt von heute – dieser Frage ging man bei media.innovations, dem Medieninnovationstag der BLM, auf den Grund. So wurde über Blockchain- und AI-Technologie referiert und Start-Ups konnten ihre Ideen und Lösungen präsentieren.

Die Medienbranche wird nach Ansicht von Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für neue Medien (BLM), in den nächsten Jahren von fünf Trends bestimmt: Künstliche Intelligenz, Smart Speaker, AR beziehungsweise VR sowie der Blockchain-Technologie. Darüber wurde dann auch beim media.innovations Tag der BLM in München diskutiert.

So ging es beispielsweise um die Frage, wie eine Innovationskultur in Unternehmen etabliert werden kann, die solche neuen Trends aufgreift und mit der firmeneigenen Ausrichtung verheiratet. Konrad Weber, Projektleiter Digitale Strategie, beim SRF Schweizer Radio und Fernsehen: „Innovation braucht mehr als nur eine gute Idee. Innovation ist die Mixtur aus einer guten Idee, einem Einzelhelden und dem glücklichen Zufall.” Weber spricht davon, dass Unternehmen bestenfalls ein Minimum Viable Innovation Programm etablieren sollen. Eine Unternehmenskultur also, die Innovation zulässt und in der dennoch agil gearbeitet werden kann. Ein solches System sei in 80 Tagen umsetzbar wenn man sich mit der genauen Zielsetzung auseinandersetzt, ein Entwicklungsteam bildet und sich an Projektcontrolling-Vorgaben hält.

Hendrik Hey, Geschäftsführer von Welt der Wunder, referierte indes über sein Projekt, die Blockchain-Technologie zu nutzen, um den Handel von Bewegtbild-Lizenzen über das Internet zu ermöglichen. „In Zusammenarbeit mit der SRG und der Swisscom ist eine auf SAP-basierende Plattform entstanden, die das komplexe Handling von Bewegtbildlizenzen abbildet. Durch sogenannte Smart Contracts und einer Lizenzmatrix können mit Hilfe von Blockchain-Technologie Urheberrechte gewahrt werden”, sagt Hey und führt weiter aus: „Es wäre doch schön, wenn Fernsehsender unkompliziert an Rechte von Youtube-Clips gelangen könnten.” Ziel der Bemühungen sei es, Produzenten und Rechteinhaber enger mit Medienunternehmen zu vernetzen und Lizenzrechtliche-Barrieren aus der Welt zu schaffen. 

Ein anderer interessanter Vortrag kam von Alexander Siebert, Gründer & CEO, Retresco. Sein Unternehmen bietet eine Technologie an, die computergenerierte Texte auf Grundlage von Daten erstellt. Das soll vornehmlich Agenturen und E-Commerce Unternehmen die Arbeit erleichtern. So können heute schon Fußballticker oder Auto-Response E-Mails auf Grundlage von Daten und innerhalb von Sekunden von einem Computer generiert werden. Und das so, dass der User den Unterschied nicht erkennt.

Der letzte Teil der Vortragsreihe lag in den Händen junger Start-Ups, die jeweils fünf Minuten Zeit hatten, ihre Projekte vor den rund 200 Zuhörern zu präsentieren.

So möchte etwa das Team von Shelfd mit ihrer Plattform eine kuratierte Übersicht über alle Inhalte von Streaming Plattformen bieten und den Usern so gezielt und individuell Empfehlungen aussprechen – quasi eine digitale Programmzeitschrift mit Streaming-Tipps.

Damit die Ideen der Jungunternehmer auch Realität werden, setzt sich das von der BLM gegründete media.lab als Inkubator ein und hilft Talenten und Teams, ihre eigenen Medienprojekte von der ersten Idee bis zur Gründung eines Startups aufzubauen. (3/18) Niklas Eckstein

Foto: Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für neue Medien (BLM)

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