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Hotspot für Broadcast- und Medientechnik

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Hotspot für Broadcast- und Medientechnik

Am 19. Januar 2017 veranstaltete die Studio Hamburg Media Consult International (MCI) GmbH bereits zum achten Mal die Broadcast- und Medientechnik-Messe Hamburg Open. Die Veranstaltung erfreut sich wachsender Beliebtheit und lockt immer mehr Besucher aus ganz Deutschland und den Anrainerländern in die Studios A3 und A9/10 auf dem Studio Hamburg Gelände. Über 80 Aussteller waren hier vertreten.

Die Hamburg Open hat sich als Mischung aus Branchentreff und Messe für Broadcast-, Medien- und Produktionstechnik in den letzten Jahren sehr gut etablieren können. Mittlerweile haben sie einen festen Platz im Terminkalender vieler Medienschaffender. Hier nutzt man die Gelegenheit, in überschaubarem Rahmen und mit geballtem Experten-Know-how, Entwicklungen und technische Trends des neuen Jahres zu diskutieren. 

„Die Gänge und Stände waren stets richtig gut gefüllt, es kamen noch mehr Besucher als in den Jahren zuvor und die Stimmung war spitze!“, freute sich Tim Grevenitz, Leiter Vertrieb und Marketing bei MCI. Es dürften wohl rund 1.000 Besucher gewesen sein, die diesmal den Weg auf das Studio Hamburg Gelände gefunden haben. In den Studios A3 und A9/10 präsentierten auf 1.800 Quadratmetern Fläche wieder über 80 Aussteller ihre aktuellsten Produkte und Highlights. „Aufgrund der hohen Nachfrage in diesem Jahr, wurden mehr Stände geschaffen als in den Vorjahren. Leider mussten wir trotzdem noch einigen Interessenten absagen, für die wir keinen Platz mehr organisieren konnten“, bedauert Grevenitz.

Diejenigen aber, die einen der kleinen Standplätze ergattern konnten, zeigten sich hoch zufrieden mit ihrer Präsenz auf der Hamburg Open, so auch Christoph Casenave von Zeiss. „Wir treffen hier hoch qualifizierte Leute und können ausgezeichnet unsere Kundenkontakte pflegen“, meinte er. Zeiss zeigte in Hamburg seine leichte LWZ.3 Compact Prime Optik (21 - 100 mm, T2.9-3.9), die Ende Januar auf den Markt gekommen ist. Ähnlich positiv wie Casenave äußerten sich auch André Vent, Vertriebsmanager von Rohde & Schwarz DVS. Auch er bewertete die Gespräche mit den Besuchern am Stand als äußerst konstruktiv und nützlich. Viele Kontakte und starkes Interesse am neuen 2U Video-Server GENESIX V7 mit 16 Kanälen (SD/HD/4k-ready) verzeichnete Cornelia Salamon vom Wiener Unternehmen STRYME am Hamburg Open-Stand. Der Server war ein Highlight der Messe und feierte hier seine Premiere.

Viele gute Gespräche in Hamburg führte auch Stuart Russell, EMEA Marketing Manager von Ross Video. Er reist deshalb jedes Jahr gerne aus England an. Zur NAB 2017, verspricht Russell, wird Ross Video zahlreiche spannende Neuigkeiten präsentieren, unter anderem auch in den Bereichen Robotics, Virtual Reality-/Augmented Reality-Grafik und Rendering.

Frank Mistol, Gründer und Geschäftsführer von HMS aus Halle, stellte in Hamburg Content Management- und Playout-Lösungen für Regionalsender vor. Auch er fand reges Interesse an den Angeboten seines Unternehmens mit entsprechend großem Besucherandrang. Den registrierten auch die Vertriebsleute Dieter Steffen und Andreas Spaderna, die bei den Hamburg Open den Doppelstand von Eyevis und Teracue betreuten. Steffen: „Wir waren fast permanent in Gesprächen.“ 

Viele Aussteller lobten vor allem auch die entspannte Atmosphäre in der man sich mit Kunden, Kollegen und Mitbewerbern austauschen konnte. Allerdings ist ein Tag schnell vorbei und man muss sich am Ende schon sehr sputen, um möglichst viele Stände besuchen zu können. Deshalb kommt auch immer wieder die Frage auf, ob MCI die Veranstaltung nicht auf zwei Tage ausweiten mag. Davor schreckt man aber grundsätzlich zurück. Zum einen sieht man, dass viele Aussteller und Besucher ein Tagesevent besonders reizvoll finden, zum anderen ist es problematisch den Atelierbetrieb von Studio Hamburg durch mehrtägige Events zu unterbrechen. „Und außerdem sind wir kein Veranstaltungsnehmen und müssen die gesamte Organisation der Non-Profit-Veranstaltung mit eigenen Bordmitteln neben unserer eigentlichen Arbeit stemmen“, meinte Grevenitz. Dies mache man indes gerne für Kunden, Technik-Partner und alle Interessierten. Dabei versucht man die inhaltliche Ausrichtung des Events den Marktanforderungen und der eigenen strategischen Positionierung im Mediengeschäft etwas anzupassen. Das bedeutet, dass neben dem Thema Broadcast auch das Thema Medientechnik stärker in den Vordergrund rückt und auch Unternehmen aus der Beleuchtungs-, Konferenz- und Medientechnik sowie Anbieter von Cloud-, VoD- oder Corporate-TV-Lösungen in Hamburg Flagge zeigen. „Da die Technologien und auch die Kundenkreise von Broadcast- und Medientechnik immer mehr verschmelzen, haben wir mit der Medientechnik-Lounge erstmalig einen gesonderten Bereich für die Aussteller aus dieser Branche eingerichtet“, sagt Grevenitz. 

In der Medientechnik-Lounge war unter anderem nachtblau untergebracht. Das Hamburger Unternehmen stellte hier sein Medialoopster Content Management System (MAM) vor. Geschäftsführer Marc Jonas ortete dazu auf dem Event viele Interessenten und potentielle Kunden. medialoopster ist eine Workflow-Plattform, mit der Video-Assets und dazugehörige Metadaten optimal organisiert und genutzt werden können. Neue, integrierte Partnerlösungen und Features wie die Integration des Schnittsystems FCPX, Volltextsuche und projektorientierte Verwaltung sorgen, laut Jonas, jetzt bei Kunden für noch mehr Effizienz in der Bewegtbildproduktion. 

Große Aufmerksamkeit fand bei den Hamburg Open 2017 der von BPM präsentierte CAM RACER von ERECA. Er bringt den Großsensor in die Live-Anwendung und dies mit bis zu 8k. Der CAM RACER ist eine komplette Glasfaser-Übertragungslösung für Ü-Wagen, Studio- und Cinema-Anwendungen. Das System besteht aus einem kameradockfähigen Transceiver und einer 1HE-Basisstation. Der CAM RACER überträgt alle benötigten Signale inklusive Video, Audio, Return, Intercom und Tally über ein Standard-LWL SMPTE-Kabel. Erstmals auf der Hamburg Open vertreten war Stage Tec, Berliner Hersteller professioneller Audiomischpulte und Router. Vorgestellt wurde die neue Leistungsfähigkeit von CRESCENDO platinum durch Platinum DSP mit einem NEXUS-Audionetzwerk. Die Audio-DSP-Einheit vervielfacht die Rechenleistung des Mischpultes und ermöglicht ressourcenintensive Produktionsformate wie eine 5.1-Mischung mit 128 Summenbussen bei 96 kHz. Die Processing-Einheit ist vollständig abwärtskompatibel und kann auch bei bereits vorhandenen Mischpulten die Anzahl der Kanäle vergrößern. „Neuinstallationen und Bestandskunden profitieren gleichermaßen von unserem neuen Audio-Processing. Platinum DSP ist nicht nur leistungsstärker, sondern noch dazu preisgünstiger als sein Vorgänger“, betont Stage Tec-Vertriebsleiter Alex Nemes. Bestandskunden, die von der neuen Platinum-Technologie profitieren möchten, müssten lediglich einen Baugruppen-Typ austauschen. Nicht nur die großen Mischpulte mit riesiger Kanalanzahl gewinnen durch Platinum DSP. Bei kleineren Anlagen spart man durch die größere DSP-Konzentration Platz im NEXUS STAR ein, der für zusätzliche MADI- oder Netzwerkkarten bereitsteht. Jens Kuhlmann, zuständig für Planung und Kundensupport bei Stage Tec, hielt einen Vortrag zum Thema „Der Einsatz unterschiedlicher Audio-Netzwerktechnologien bei der Systemplanung“. Überhaupt war das Vortragsprogramm der Hamburg Open auch dieses Jahr wieder gespickt mit spannenden Beiträgen zu aktuellen technischen Fragen der Branche. Der Vortragsraum im Studio A3 war dann auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht. Oft fanden nicht alle Gäste Platz. Präsentationen gab es unter anderem auch von Quantum, Ross Video, DTC Domo Broadcast, Sony, Crestron und Komma,tec. Vier der insgesamt zehn Vorträge waren laut Grevenitz eher medientechnisch ausgerichtet, so zum Beispiel die von Kommma,tec zum Thema „Digital Signage: Chancen & Risiken“ und von Crestron zum Thema „Standardisierung und Betriebskonzepte für medientechnische Räume“. Besonderen Zuspruch fanden unter anderem die sehr guten Vorträge von Christian Plitt, Account Manager Media and Entertainment bei Quantum, zum Thema „Herausforderungen in der Produktion von 4k“ und von Sony Europe Produktmanager Giesbert Hochgürtel zum Thema „HDR in der Live-Produktion“. Die nächste Hamburg Open wird voraussichtlich am 18. Januar 2018 stattfinden. 

Eckhard Eckstein

MB 1/2017

© MCI

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