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MEDIENTAGE MÜNCHEN 2018 mit Erfolgsbilanz

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MEDIENTAGE MÜNCHEN 2018 mit Erfolgsbilanz

Bei den 32. MEDIENTAGE MÜNCHEN diskutierten rund 400 Experten vor über 7.000 Teilnehmern über die Medien-Gesellschaft der Zukunft. Drei Tage lang bot Europas größter Medienkongress insgesamt mehr als hundert Panel-Diskussionen, Keynotes und weitere Gesprächsrunden. Hinzu kamen Präsentationen und Talk-Formate im Expo-Programm und auf dem MedienCampus Bayern.

Die Medien-Gesellschaft der Zukunft wird geprägt von digitalen Innovationen, Künstlicher Intelligenz, automatisierten Entscheidungssystemen, Big Data und Globalisierung, aber auch von aktiven Rezipienten, Social Media, fragmentierten Publika und der Personalisierung von Medienangeboten. Das alles diskutierten während der 

Um den disruptiven Wandel der Medienbranche zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen einer Media Tech Society möglichst demokratisch zu gestalten, sind Medienpolitik und -ethik ebenso gefragt wie technologische Konzepte, von denen die menschliche Würde und Freiheit nicht unter- graben werden. Dabei spielt der Umgang mit Künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle. Der britisch-amerikanische Internet-Kritiker und Autor Andrew Keen („How to Fix the Future“) forderte, politische Regulierung müsse die Privatsphäre, Persönlichkeits- und Verbraucherrechte schützen. Nur der Mensch, nicht die Technologie könne die Probleme der digitalen Gesellschaft lösen, lautete Keens Appell.

Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), hatte be- reits in seiner Eröffnungsrede darauf hingewiesen, Social Media und Algorithmen hätten die Art und Weise, wie Menschen mit Nachrichten und Informationen umgehen, grundlegend verändert. Deshalb müsse nun geregelt werden, wie wir unsere Autonomie bewahren könnten, „wenn Algorithmen darüber abstimmen, welche Nachrichten wir hören, welche Partner wir treffen oder wie wir uns in Dilemma-Situationen zu entscheiden haben“. Der Bayerische Staatsminister für Digitales, Medien und Europa Georg Eisenreich bezeichnete die digitale Transformation als „große Aufgabe“. Nun gelte es, Werte, Wohlstand und Demokratie ebenso zu sichern wie Meinungsvielfalt und -freiheit. Beim „Kampf um den Erhalt und die Entstehung von Geschäftsmodellen“ seien angesichts der äu- ßerst dynamischen technologischen Entwicklung Kooperationen und Vernetzung gefragt. Der globale Wettbewerb erfordere außerdem vergleichbare, transnationale Regeln für alle. Dies betreffe vor allem Datenschutz, Steuerrecht und Vielfaltssicherung.

Für den Bereich der Rundfunk-Regulierung forderte BLM-Präsident Siegfried Schneider während der MEDIENTAGE MÜNCHEN eine Indexierung des Rundfunkbeitrags und weniger „Fernsehzentriertheit“ bei der Verhinderung von Medienkonzentration. Werde das Konzentrationsrecht nicht geändert, müsse man fragen, wozu die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) noch gebraucht werde.

Zu den wichtigsten Referenten und Diskussionsteilnehmern der 32. MEDIENTAGE MÜNCHEN zähl- ten die Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär, der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm, der ProSiebenSat.1-Vorstandschef Max Conze, UFA-Geschäftsführer Prof. Nico Hofmann, New York Times President Stephen Dunbar-Johnson, der amerikanische Internet-Experte und Autor Jeff Jarvis, Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, Wirtschaftswoche-Herausgeberin Prof. Dr. Miriam Meckel, Buzzfeed-Chefredakteur Daniel Drepper sowie Dr. Georg Kofler, Chef der Social Chain Group.

Die 32. MEDIENTAGE MÜNCHEN fanden erstmals im Conference Center Nord sowie der Halle C6 der Messe München statt. Eine Premiere war auch das Format der Auftaktveranstaltung. Zur Eröffnung des Medienkongresses diskutierte TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf mit Medienmachern und -managern über aktuelle Trends und Themen der Medien-Branche. Das sich anschließende Kongressprogramm bot Veranstaltungen in den Bereichen Technologie, Inhalte, Politik und Gesellschaft sowie Werbung. Hinzu kamen Specials wie der Programmteil China@MTM18 oder der Europatag. Spitzenvertreter der jeweiligen Branchen trafen sich beim TV-Gipfel, beim Audio-Gipfel und beim Journalism Summit. Der zweite Konferenztag stand außerdem ganz im Zeichen von Virtual Reality (Immersive Media Day). Darüber hinaus präsentierten in exklusiven Master Classes renommierte Experten Erkenntnisse zu aktuellen Phänomenen wie Blockchain oder Smart Speaker. Im Messebereich Rockets & Unicorns des Media Lab Bayern gaben Start-ups Einblicke in innovative Ideen und die Gründung von Unternehmen.

Zu den Events der 32. MEDIENTAGE MÜNCHEN zählten die Nacht der Medien im Haus der Kunst sowie die Expo-Party auf dem Messe-Areal. Bei der kongressbegleitenden Expo der MEDIENTAGE MÜNCHEN präsentierten über achtzig Aussteller Software und Services aus den Bereichen Fernsehen, Hörfunk, Print, Online, Social Media, Netze, Micropayment, Robotik und Bildung. Auf dem MedienCampus Bayern informierten sich während der drei Kongresstage Nachwuchsjournalisten, Schüler und Studierende bei Workshops, Vorträgen sowie an Info-Ständen über Branchentrends, Start-up-Firmen, Ausbildungswege und andere Themen aus der beruflichen Praxis.

„Wir haben in diesem Jahr besondere Akzente auf internationale Entwicklungen gesetzt. Außerdem haben wir das Programm nicht mehr so stark entlang der klassischen Medien-Sparten organisiert, sondern medienübergreifende Themen und Trends in den Fokus gerückt. Die neue Location gibt uns mehr Möglichkeiten, um Kongress und Messe noch besser zu verzahnen. Das rege Publikums- interesse hat unser Konzept bestätigt“, zog der Geschäftsführer der Medientage München GmbH, Stefan Sutor, am Ende des dritten Kongresstages Bilanz.

BLM-Präsident Siegfried Schneider sagte als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung: „Die MEDIENTAGE MÜNCHEN 2018 haben mehr denn je die Konvergenz der Medien abgebildet. Künstliche Intelligenz, Blockchain, Big Data – an unseren diesjährigen Schwerpunkten kommt heute kein Medienhaus mehr vorbei. Die Technisierung der Medien für Innovationen nutzen und gleichzeitig auch gesellschaftliche Folgen der Digitalisierung diskutieren – dieses Bewusstsein sollte unser Motto „Engage! Shaping Media Tech Society“ schärfen. Trends aufzeigen, internationale Impulse setzen, Debatten initiieren – das ist die Konzeption der MEDIENTAGE MÜNCHEN, die wir 2019 weiterentwickeln werden.“

Die 33. MEDIENTAGE MÜNCHEN finden vom 23. bis 25. Oktober 2019 statt. (10/18)

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