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NRW-Gipfel diskutiert Disruption in den Medien

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NRW-Gipfel diskutiert Disruption in den Medien

Die ANGA COM 2018 in Köln startete am 12. Juni mit einem komplett neu strukturierten Kongressprogramm. Ein Highlight am ersten Messetag war das hochkarätig besetzte Strategie-Panel „Medienpolitik 2018: Der NRW-Gipfel“. Die Neupositionierung der Medienaufsicht in der von starken Umbrüchen gezeichneten Medienwelt war ein zentrales Thema der Diskussionsrunde.

Die ANGA COM 2018 startete am 12. Juni mit einem Ausstellerrekord von erstmals 500 Unternehmen aus 37 Ländern. Das entspricht einem nochmaligen Zuwachs um 10 Prozent. Das Kongressprogramm wurde für 2018 komplett neu strukturiert und auf 34 Veranstaltungspanels mit über 170 Referenten erweitert.

Zu den Highlights des ersten Messetages gehörte das Strategie-Panel „Medienpolitik 2018: Der NRW-Gipfel“. Es wurde von der ANGA in Kooperation mit dem Verband Privater Medien (VAUNET e.V.) organisiert. Zu der hochkarätigen Besetzung zählten Tom Buhrow (Intendant, WDR), Hans Demmel (Vorstandsvorsitzender, VAUNET / Geschäftsführer, n-tv Nachrichtenfernsehen), Nathanael Liminski (Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen), Dr. Wolf Osthaus (Mitglied der Geschäftsleitung, Unitymedia) und Dr. Tobias Schmid (Direktor, Landesanstalt für Medien NRW). Als Moderator zeichnete DWDL-Chefreporter Thorsten Zarges verantwortlich.

Schmid skizzierte auf dem Panel die neue Rolle der Medienaufsicht in der digitalen Welt. Er wies in dem Zusammenhang auf die Initiative „Verfolgen statt nur Löschen – Rechtsdurchsetzung im Internet“ hin, die Anfang 2017 gestartet wurde, um ein koordiniertes Vorgehen von Strafverfolgungsbehörden, Medienhäusern und Medienaufsicht gegen strafrechtlich relevante Hassreden im Netz zu ermöglichen. Ihr Ziel: Eine effektive Strafverfolgung im Netz zu gewährleisten und so der zunehmenden Verrohung der Netzkommunikation entgegenzutreten.

Dabei wird auch ein generalpräventiver Ansatz verfolgt: Strafbare Äußerungen werden nicht nur gelöscht, sondern die Verfasser auch im Online-Umfeld konsequent zur Verantwortung gezogen.

Projektbeteiligt sind neben der Landesanstalt für Medien NRW die ZAC NRW, das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, das Polizeipräsidium Köln und die Medienunternehmen Rheinische Post, Mediengruppe RTL Deutschland sowie der WDR.

"Der Bevölkerung muß gegenwärtig sein, dass eine Straftat eine Straftat ist", meint Schmid. Es habe eine Weile gedauert bis sich die Prozesse in den Anzeigeverfahren eingeschwungen hätten und dass Medienunternehmen nun auch in der Lage seien, mit angemessenen Personalaufwand auf Straftaten im Netz ragieren zu können. Seit dem 01. Februar 2018 haben die Medienhäuser und die Landesanstalt für Medien NRW in mehr als 130 Fällen Hasspostings bei der ZAC NRW angezeigt.

Das komplette Panel kann man auf der MEDIEN BULLETIN-Facebook-Seite noch einmal Revue passieren lassen. (6/18)

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