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Ort für den kreativen Austausch

Vom 30. Oktober bis 1. November 2011 ging in Frankfurt das 14. eDIT Filmmaker´s Festival über die Bühne. Auf der internationalen Plattform zur Filmproduktion im digitalen Zeitalter präsentierten Kreative aus der Film- und Medienbranche herausragende Produktionen. Die Veranstaltung war gespickt mit innovativen Themen und hochkarätigen Referenten.

„Mit dem eDIT Filmmaker’s Festival haben wir über Jahre ein Veranstaltungskonzept positioniert, das bis heute in Europa einzigartig ist. Wir bieten den kreativen Köpfen, die oft zu Unrecht in der zweiten Reihe stehen, eine Plattform zum wirtschaftlichen und kreativen Austausch“, fasst Schirmherrin Eva Kühne-Hörmann, Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, zum Abschluss des Festivals zusammen. „War all dies vor wenigen Jahren noch ein Nischenthema, liegen wir mit unserer Ausrichtung heute im Fokus der weltweiten Entwicklungen der Film- und Medienbranche“, ergänzte die Ministerin. Diese Position als Trendsetter und Ort der Entdeckungen zu halten, ist eine Herausforderung der sich das eDIT Filmmaker’s Festival gerne stellt. Das in den letzten Jahren entwickelte Netzwerk rund um den Globus ist hierfür die ideale Voraussetzung.

Wer schafft und vor allem herrscht im digitalen Zeitalter über die Bilder und ihre Gestaltung, war eine Frage, die sich wie ein roter Faden durch das Festival zog? Klar wurde, die Rolle des DoP (Director of Photographie), als Alleinherrscher über das Bild gehört der Vergangenheit an. Die technischen Möglichkeiten und Notwendigkeiten, machen neue Positionsbestimmungen und Kooperationsmodelle nötig. „Die Debatten über neue Verantwortungen und kreative Prozesse sind für mich der Kern des Festivals“, erklärte Festival-Direktor Rolf Krämer,. „Hier geht es um die Zukunft des bewegten Bildes, um die Kunst des Storytelling“

„Um sich in einem immer schneller veränderten Marktumfeld erfolgreich und nachhaltig positionieren zu können“, so Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr der Stadt Frankfurt am Main, „ist es gerade für unsere hiesigen Unternehmen wichtig, von den Besten ihres Fachs zu lernen und nebenbei auch noch internationale Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus, ist die eDIT uns auch immer ein wichtiger Anlass, unseren Festivalgästen Frankfurt und die Region als attraktiven Kreativstandort für Film, aber auch weit darüber hinaus zu präsentieren.“

Insgesamt besuchten in diesem Jahr 6.010 Besucher das eDIT 14. Filmmaker’s Festival, das nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr zum zweiten Mal in den E-Kinos im Herzen Frankfurts stattfand. 2.000 Besucher wurden bei den kostenlosen Nachwuchsveranstaltungen gezählt.

eDIT-Awards

Die Eröffnungsgala im Schauspiel Frankfurt war der festliche Höhepunkt des eDIT 14. Filmmaker's Festival. Im Mittelpunkt stand hier die Ehrung herausragender Filmschaffender für ihre Beiträge zum Filmemachen.

James Horner, der mit der Filmmusik zu Titanic einen der erfolgreichsten Soundtracks der Filmgeschichte geschaffen hat, erhielt Festival Honors – den Ehrenpreis des eDIT Filmmaker’s Festival von Ministerin Eva Kühne-Hörmann überreicht. Der von James Cameron realisierte Film brach 1997 alle Rekorde und James Horner gewann dafür gleich zwei Oscars: für die beste Originalmusik und für My Heart Will Go On als Besten Originalsong, seinerzeit von Celine Dion gesungen - die mit einem Videogruß auch digital auf der eDIT-Eröffnungsgala präsent war.

Terry Rawlings, Ausnahme-Schnittmeister so stillbildender Filme wie Alien oder Blade Runner, erhielt ebenfalls Festival Honors des eDIT Filmmaker’s Festival, überreicht vom Frankfurter Wirtschaftsdezernenten Markus Frank. Viele weitere Filme tragen die Handschrift dieses Meisters von Rhythmus und Montage, der mit Regisseuren wie Ridley Scott, Hugh Hudson oder David Fincher zusammengearbeitet hat. Für den Schnitt von Chariots of Fire (Die Stunde des Siegers) war Rawlings selbst für den Oscar nominiert.

César-Preisträger Pawel Edelman nahm im Rahmen der Eröffnungsgala den Ehrenpreis des Europäischen Kameraverbandes IMAGO von dessen Präsident Nigel Walters entgegen. Seine Karriere ist eng Andrzej Wajda und vor allem Roman Polanski verknüpft: Erlebt er doch seinen internationalen Durchbruch mit dem Film Der Pianist, für dessen Kameraführung er eine Oscar-Nominierung erhielt sowie in Frankreich den César und in England den BAFTA Award.

Der diesjährige Gewinner des Kurzfilmwettbewerbs eDward, Der Musterknabe von Nick Böse, Timm Markgraf, Timo Schröder und Dominik Stenzel überzeugte die Jury, weil er „eine gute und eigenständig Grundidee hat, eine runde Geschichte erzählt sowie ein zum Sujet passende Trickfigur entwickelt wurde“. Den zweiten Platz erhielt And Finally… von Manuel Ding und den dritten Platz erhielt der österreichische Beitrag Freedom on Planet Earth von Patrick Wagesreiter und Andreas Widder.

Spannende Vorträge hielten u.a. James Mather, der Sound Editor von Harry Potter, Sebastian Krawinkel, der Production Designer von Roland Emmerichs Anonymous oder Stephen Schaffer, der für den Schnitt der Pixar-Produktion Cars 2 verantwortlich zeichnet.

„Durch die optimale Verzahnung von Nachwuchs- und Standortförderung erreichen wir mit der eDIT unterschiedlichste Zielgruppen – vom Schüler über den Berufseinsteiger bis hin zum Profi aus der Medienbranche“, erklärte der Direktor der Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), Professor Wolfgang Thaenert, am Rande der Gala. „Auch freue ich mich sehr, dass unter dem Neuen Dach der eDIT: Academy, die Angebote stringent weiterentwickelt wurden und mit dem Ferienkurs Malen mit Licht – Malen mit Farbe erstmals auch ein spezifisches Angebot für Kinder und Jugendliche das Programm erweitert hat“. Einer der Referenten von Pitch your Future! brachte es auf folgenden Punkt: „Heute müssen die jungen Kreativen nicht mehr nach London oder Los Angeles, spannende Projekte und Jobs gibt es auch in Frankfurt – wir müssen das Talent in Hessen halten.“

Festival-Direktor Krämer resummierte zum Ende des Events: „Auch in diesem Jahr ist es wieder gelungen, die hohen Erwartungen der Teilnehmer an unser Programm zu erfüllen und einige der weltweit spannendsten Macherinnen und Macher nach Frankfurt zu holen. Gestiegene Teilnehmerzahlen belegen das.“

Die Entwicklungen der Film- und Medienproduktion seien nach wie vor in einer Art und Weise dynamisch, dass es heute ohne den wirtschaftlich-, technisch- und kreativen Austausch auf internationalem Niveau, kaum noch möglich sei, die mitwachsenden Ansprüche der Kunden und Auftraggeber adäquat zu bedienen.(11/11)

Foto: eDward-Gewinner Timm Markgraf, Timo Schröder, Dominik Stenzel

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