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Pay-TV auf Wachtumskurs

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Pay-TV auf Wachtumskurs

Die neue Ausgabe von MEDIEN BULLETIN (ab 1. September erhältlich) befasst sich mit schwerpunktmäßig mit der aktuellen Pay-TV-Entwicklung, der Programmplanung der großen Sendergruppen und der Serienproduktion. Dazu gibt es einen umfangreichen Vorbericht zur IBC 2014 und zwei interessante TV-Studio-Reports.

Auf den großen Kongressen und Messen im Herbst – von der IFA in Berlin über die IBC in Amsterdam bis hin zu den Medientagen in München – werden wieder ausführlich technische, wirtschaftliche und programmliche Umbrüche in der digitalen Medienwelt diskutiert. MEDIEN BULLETIN greift diese Themen in seiner neuen Ausgabe (Erscheintermin: 1. September) auf. Im Vordergrund stehen dabei Programmfragen.

Die Themen im Einzelnen:

Globales Kultur-TV aus München: Jan Mojto hat etwas geschafft, wovon andere Film- und TV-Produzenten nur träumen. Seine Firma Unitel Classica produziert nicht nur Programme, sondern verfügt gleichzeitig über einen eigenen globalen TV-Sender, der aus ihnen Cash generiert. Es geht um audiovisuelle Produktion und Verbreitung von Klassischer Musik weltweit. MEDIEN BULLETIN sprach mit Jan Mojto über sein Geschäftsmodell, mit Ernst Buchrucker, Geschäftsleiter von Unitel, über Produktion und Technik  und mit Johannes Everding, Geschäftsführer von Classica, über sein Programm- und Marketingkonzept für den Pay-TV-Sender, der bereits in 27 Ländern zu empfangen ist.

Pay-TV legt deutlich zu: Pay-TV- und Paid-Video-on-Demand in Deutschland haben ihre Umsätze von 1,84 Milliarden Euro in 2012 um 11,4 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro in 2013 gesteigert. Das konstatiert die kürzlich vom VPRT vorgestellte Studie „Pay-TV in Deutschland 2014“.  Vertreter des Privatrundfunk-Verbandes und der Bezahlfernsehanbieter gehen in den kommenden Jahren von weiteren signifikanten Wachstumszahlen aus. In naher Zukunft soll im deutschsprachigen Raum jeder dritter TV-Zuschauer Pay-TV-Abonnent sein.

Murdoch bündelt Pay-Aktivitäten: British Sky Broadcasting Group plc (BSkyB) hat am 25. Juli 2014, den Abschluss zweier Vereinbarungen mit Rupert Murdochs 21st Century Fox über den Erwerb des 100%-igen Anteils von 21st Century Fox an Sky Italia S.r.l. und des Anteils von 21st Century Fox an Sky Deutschland AG in Höhe von 57,4% bekannt gegeben

Show über Show: Am 2. Juli hatte ProSiebenSat.1 TV Deutschland zur Jahres-Programmpräsentation 2014/2015 in das Cruise Center Altona in Hamburg geladen. Hier trat Wolfgang Link auch erstmals in seiner neuen Funktion als Geschäftsführer der sechs Free-TV-Sender der Gruppe auf, die sich unterhaltsam präsentierten.

Warum es mit der deutschen HBO-Serie vorerst nichts wird: Wenn es abends früh dunkel wird, beginnt wieder die Zeit für lange Serienabende. Neue Serien starten, erfolgreiche gehen in die nächste Staffel. Und in Deutschland wird dann wieder darüber lamentiert, dass hierzulande keine Serien von der erzählerischen Qualität und Tiefe entstehen, wie sie die Skandinavier mit „Borgen“ oder „Die Brücke“ schaffen oder die amerikanischen Kabelsender mit „Masters of Sex“ oder „House of Cards“. Doch warum ist das so? Können und wollen deutsche Sender, Autoren und Produzenten diese Art von Serie überhaupt? Ein Blick in Gegenwart und Zukunft.

Ein langer Weg ins Ungewisse: Aktuell werden von der EU zwei Abkommen von besonderer Tragweite verhandelt: TTIP, das Freihandelsabkommen mit den USA und ein globales Dienstleistungsabkommen. Bei beiden hagelt es aus Halbwissen genährte Kritik und Europa beharrt, vor allem bei der Kultur- und Medienindustrie, auf Sonderregeln, die bei TTIP gleich ausgeklammert wurden. Ohne Auswirkungen auf die Medienindustrie bleibt das Abkommen trotzdem nicht.

Workflow-Definition aus einem Guss: Mit der Einrichtung des neues Nachrichtenstudios ist bei ARD-aktuell ein Paradigmenwechsel eingeläutet worden. Zum ersten Mal hat das Programm mit seinen Ideen ein Projekt gemeinsam mit der Produktion auf den Weg gebracht. Dieses Konzept erforderte es, die Workflows neu zu gestalten.

Erlebnisstudio für visuelle Räume: Seit gut einem Jahr wird das werktägliche Regionalmagazin zibb (Zuhause in Berlin Brandenburg) beim rbb in Babelsberg aus einem neuen HD-Studio live gesendet. Kernstück des Studios ist eine 16 qm große Bildwand. Was die Sendungsproduktion im rein file-basierten Workflow und die Sendeplanung für die große Videowand sowie für die zwei weiteren aneinander gereihten 16:9 Monitore für einen Aufwand bedeuten, darüber gibt Redaktionsleiter Jens Riehle Auskunft. So viel vorweg: die Umstellung der Sendungsproduktion und vor 

Digitalradio auf gutem Weg: Das Digitalradio DAB+ verzeichnet nach schweren Anfangsjahren mittlerweile eine positive Entwicklung. Das machte Thomas Wächter, Leiter Produkt Management des Radiogeschäftsbereichs von MEDIA BROADCAST, im Gespräch mit MEDIEN BULLETIN deutlich. Auch das Projektbüro Digitalradio zeichnet nach einer erfolgreichen Werbekampagne ein positives Bild, ebenso wie der Verband der Automobilindustrie (VDA).

Public Viewing mit dem Second Screen: Wenn das ZDF mit der Liveübertragung der Fußball-WM-Spiele dran war, vergaßen die Kommentatoren nicht, die Zuschauer aufzufordern über den Second Screen ins Internet einzusteigen, um unter „My View“ ihre favorisierte Kameraperspektive zu finden. Mit einer gemeinsamen Strategie der Online- und Fernsehredakteure ist dem ZDF die bislang erfolgreichste Aktion gelungen, ihre Mediathek-App zu popularisieren. Das erklärt Dr. Eckart Gaddum, ZDF Online-Chef und Leiter der ZDF-Hauptredaktion Neue Medien, im MEDIEN BULLETIN-Interview. Gaddum bilanziert Kosten, Nutzen und Technik der Online-Aktivitäten und verrät, wie das ZDF in Zukunft neues „partizipatives Fernsehen“ schaffen will.

Live dabei: Seitdem viele Zuschauer, zumal die Jüngeren, auch beim Fernsehen nicht auf ihren Second Screen, dem Internet in Kleinformat, verzichten wollen, haben ihn alle großen TV-Sender redaktionell in ihre Live-Programme eingebunden: bei Show, bei Talks oder bei Live-Sportberichterstattung, beispielsweise. Welche Geschäftsmodelle und welche neuen technischen Möglichkeiten stecken dahin

Blick in die Broadcast-Zukunft: Vom 11. bis 16. September geht in Amsterdam mit der die IBC 2014 Europas größte Kongressmesse für die Broadcast-Branche über die Bühne. Erwartet werden wieder mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher aus 160 Ländern. Sie können sich bei der IBC unter anderem über die neuesten Trends beim digitalen Workflow sowie über die Konvergenz von Internet, Mobile Media und TV informieren. Highlight-Themen sind in diesem Jahr wieder Cloud- und IP-basierte Lösungen. Im Kongressteil wird mehr denn je darüber diskutiert, welchen Nutzen an aus innovativen Technologien für neue Businessmodelle ziehen kann.

Crossmediale Strategien: Rund 130 Gäste begrüßten Nordmedia Geschäftsführer Thomas Schäffer sowie Josef von Helden, Präsident der Hochschule Hannover beim ersten gemeinsamen Corporate Media Forum im Planet MID auf dem Expo 2000 Geländer in Hannover. Firmen- und Corporate Media-Kommunikation setzen auf Bewegtbildproduktion, crossmediale Strategien und integrierte Konzepte, die auch Social Media einbinden.

Transformation der Medienwelt: Vom 22. bis 24. Oktober 2014 finden im International Congress Center (ICM) der Messe München wieder die MEDIENTAGE MÜNCHEN statt. Neben den aktuellen medienpolitischen und -wirtschaftlichen Themen stehen auch zentrale Fragen der Rundfunk- und Produktionstechnik auf dem Programm.

Kommentar Stefan Öfner: Big Data Analytics im Mediensektor – Zeit für einen Switch (8/14)

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