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Rundfunkpreis Mitteldeutschland – Fernsehen verliehen

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Rundfunkpreis Mitteldeutschland – Fernsehen verliehen

Der Rundfunkpreis Mitteldeutschland ‒ Fernsehen, gemeinsam ausgelobt von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt, der Thüringer Landesmedienanstalt und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, ist am 15.November 2019 in Leipzig zum fünfzehnten Mal verliehen worden. Der Preis ehrte auch in diesem Jahr sieben herausragende Lokal-TV-Beiträge aus 163 Einreichungen.

Der Rundfunkpreis Mitteldeutschland ‒ Fernsehen stellt inzwischen einen der wichtigsten Leistungsvergleiche unter privaten kommerziellen Fernsehveranstaltern in Mitteldeutschland dar, insgesamt wurden in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von 11.500 Euro vergeben.

In der Kategorie "Aktuelle Berichterstattung und Information" – dotiert mit 2.000 Euro – gewinnt der Beitrag "Rätselraten um die Scheibe A" von Christian Kadlubietz, gesendet von TV Halle. Der kritische Beitrag über die Hallenser Stadtpolitik widmet sich einem maroden Gebäude, einem mauernden Bürgermeister und verärgerten Stadträten. Durch den gekonnten Einsatz von Archivbildern und die investigativen Fragen des Redakteurs an die "Stadtoberen" konnte ein schwarzer Fleck in der Verwaltung aufgedeckt werden. Die Jury lobte vor allem die gute Recherche, die ausgewogenen Informationen und die Professionalität, die Christian Kadlubietz journalistische Arbeit zu einem erstklassigen Stück Lokalfernsehen machen.

Kristian Kaiser gewinnt in der Kategorie "Sparten- oder Sondersendung" – ebenfalls dotiert mit 2.000 Euro. Sein Beitrag "Unterwegs mit Michael Kretschmer" wurde von Sachsen Fernsehen (DRESDEN, CHEMNITZ und LEIPZIG FERNSEHEN) gesendet. Die Jury beeindruckte die neutrale Herangehensweise, die gerade in Wahlkampfzeiten eine Herausforderung darstellen kann. Der Beitrag verbindet Information und Authentizität. Die Zuschauer können sich neben der politischen Seite des Protagonisten auch ein Bild über den Menschen Michael Kretschmer machen. "Dabei findet die Kamera ein angemessenes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz und die Berichterstattung bleibt durchweg sachlich", befindet die Jury.

Mit dem Beitrag "Mein Meiningen" überzeugte Jörg Pasztori vom SRF - Südthüringer Regionalfernsehen aus Sonneberg in der Kategorie "Beste Werbung" (dotiert mit 2.000 Euro). In beeindruckenden Nah- und Detailaufnahmen porträtiert Pasztori die am Fluss der Werra liegende Kreisstadt im Süden Thüringens. Die Jury schätzte vor allem die originelle Idee, nicht nur klassische Stadtansichten zu zeigen, sondern sympathische Protagonisten durch den Tag zu begleiten – beim Radeln, Paddeln, Wandern, im Museum, im Theater und beim abendlichen Cocktail – um Meiningen den Zuschauern näher zu bringen. "Damit erreicht diese Werbung auf ganz hervorragende Weise ihr Ziel", urteilte die Jury.

Preisträgerin des Sonderpreises zum Schwerpunkt "Heimat" ist Franziska Wöllner von Dresden Fernsehen. Ihr Beitrag "Trini abgerissen: Ende einer Skate-Ära" widmet sich dem Skaterpark Trini an der Trinitatiskirche in Dresden – einem Rückzugsort für junge Menschen, der den Abrissbaggern zum Opfer fiel. In ausgezeichneten Bildern erzählt Franziska Wöllner vom Verlust dieses Kleinods, an dem Jugendliche ihre Freizeit verbrachten – ein kritischer und ausgewogener Beitrag über das Sterben jugendgerechter Freizeitorte in den Kommunen, war sich die Jury einig. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Die Jury wählte außerdem aus allen Einsendungen die Länderpreise – dotiert mit je 500 Euro – aus. Dabei handelt es sich um Beiträge mit besonders länderspezifischen Themen. Mehr Informationen dazu gibt es hier. (11/19)

Foto: Gewinner und Laudatoren des Rundfunkpreises Mitteldeutschland – Fernsehen © Marcus Fröhner

 

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