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Veränderte Medienlandschaft

Die diesjährigen Medientage München (07. bis 09. November 2007) im International Congress Center München (ICM) werden unter dem Motto „Media Yourself – Wie das Internet Medien und Gesellschaft verändert" veranstaltet. Entsprechend stark bestimmt das Thema Internet Europas größten Medienkongress. Wie immer umfaßt die Themenbandbreite jedoch alle Medienbereiche. In diesem Jahr werden zudem einige interessante Panel-Veranstaltungen zur TV- und Film-Produktion angeboten. Die diesjährigen Medientage München (07. bis 09. November 2007) im International Congress Center München (ICM) werden unter dem Motto „Media Yourself – Wie das Internet Medien und Gesellschaft verändert" veranstaltet. Entsprechend stark bestimmt das Thema Internet Europas größten Medienkongress. Wie immer umfaßt die Themenbandbreite jedoch alle Medienbereiche. In diesem Jahr werden zudem einige interessante Panel-Veranstaltungen zur TV- und Film-Produktion angeboten.

Zu den diesjährigen MEDIENTAGEN MÜNCHEN, die vom 07. bis 09. November 2007 im Internationale Congress Center der Messe München (ICM) stattfinden, werden rund 8.000 Teilnehmer erwartet. An den drei Tagen referieren und diskutieren auf Europas größtem Medienkongress etwa 500 Medienfachleute in 90 Einzelveranstaltungen. Die Themenbandbreite ist wie immer enorm groß. Neben aktuellen medienpolitischen Fragen stehen unter anderem Themen aus den Bereichen Werbung, Print, Fernsehen, Film, Hörfunk, Multimedia, Internet, Journalismus, Medienkompetenz, Gaming, Public Relations sowie Aus- und Fortbildung in den Medien auf der Tagesordnung.

Die Programmhöhepunkte finden jeden Tag zur Mittagszeit statt: der traditionelle Mediengipfel, der von den Verlegern organisierte Printgipfel und der Zukunftsgipfel, der sich auf das Hauptthema der Veranstaltung „Media Yourself – Wie das Internet Medien und Gesellschaft verändert" konzentriert. Das Motto der MEDIENTAGE MÜNCHEN zieht sich wie ein roter Faden durch die Gesamtveranstaltung. Es soll die wachsende Bedeutung des Mediums Internet unterstreichen, das im Zuge des fortschreitenden technologischen Wandels immer stärker zur Veränderung der Medienlandschaft beiträgt. Immer mehr Nutzer kommunizieren in virtuellen Gemeinschaften oder werden mit selbst generiertem Content zu Medienakteuren. Das veränderte Nutzerverhalten hat sukzessive Auswirkungen sowohl auf das Angebot als auch auf den Medienkonsum. Herkömmliche Kommunikations- und Marktstrukturen sowie die Mediengesellschaft unterliegen infolge dieses Wandels einem erheblichen Veränderungsprozess.

TV- und Film-Produktion

In diesem Jahr warten die MEDIENTAGE MÜNCHEN auch mit einem erweiterten Angebot an Produktionsthemen auf. Dazu gehören unter anderem die Panels „Industrielle TV-Produktion: neue Technologien und Prozesse für mehr Production Value oder Kostensparen zu Lasten der Qualität und Vielfalt?“ (Mittwoch, 7.11.2007, 14.00 bis 15.30 Uhr) und „Live-Sportproduktion – Treiber für neue Technologien und Workflows im TV-Business?“ Donnerstag, 08.11.2007, 10.00 bis 11.30 Uhr).
Über die Vor- und Nachteile der industriellen TV-Produktion diskutieren UFA Grundy-Geschäftsführer Rainer Wemcken, Bettina Reitz, Leiterin des ProgrammbereichsSpielfilm-Serien des Bayerischen Rundfunks, Stefan Roitzheim-Küfner, Produktionsmanager Serien der Bavaria Film, Joachim Kosack, Leiter Serien von Sat.1 und Johannes Kreile, Geschäftsführender Justitiar des Bundesverbandes Deutscher Fernsehproduzenten.

Kritiker argumentieren, dass bei der industriellen TV-Produktion zwangläufig Qualität und Vielfalt auf der Strecke bleiben, Befürworter hingegen sehen die „Fliessbandproduktion“ als probates Mittel, um den wachsenden Programmbedarf der Sender zu decken.
Hilfreich dabei sind neue technische Möglichkeiten, um die Produktionsinfrastrukturen effizienter zu gestalten. Verstärkte IT-Einsatz sowie file- und serverbasiertes Arbeiten in großen Netzwerken gehören heute zum Produktionsalltag. Technische Innovationen unterstützen alle Bereiche der Filmproduktion von der Vorbereitung des Sets mit Beleuchtung und Kulissenbau über die Aufzeichnungen, die Postproduktion und die Bestimmung des Film-Looks bis hin zur Distribution des Materials. Auf dem MEDIENTAGE-Panel soll deutlich werden, wie industrielle TV-Produktion funktioniert, welche Technologien dabei zum Einsatz kommen und welche wirtschaftlichen Effekte dadurch zu erzielen sind.

Im Panel über Live-Sportproduktion diskutieren Zeljko Karajica, Geschäftsführer von PLAZAMEDIA, Frank Meissner, technischer Geschäfstführer von n-24, Josef Nehl, Geschäftsführer SPORTCAST GmbH, Jörg Pieper, Senior Manager Media Solutions Sony Deutschland GmbH und Dieter Höhler, Marketing-Manager der Grass Valley Germany GmbH. Auch hier geht es darum, wie bei sinkenden Budgets und steigenden Rechtekosten die Qualität der Sport-TV-Produktion hoch gehalten werden kann.
Auch hierbei helfen neue Technologien. Sie sind oft auch erst die Voraussetzung dafür, dass Programm-Innovationen überhaupt realisiert werden können. Gerade die Live-Sportproduktion gilt als Innovationsmotor. Viele neue Technologien werden hier erstmals ausprobiert. Beispiele dafür sind der Einsatz von drahtlosen Audio- und Video-Übertragungssystemen, von Spezialkameras oder von vernetzten, filebasierten Workflows. Auch die Einführung des hochauflösenden Fernsehens HDTV (High Definition Television) wird insbesondere durch die Produktion großer Sport-Events in entsprechender Technik voran getrieben. Das Panel will aufzeigen, was heute und in Zukunft in der Sport-TV-Produktion technisch zu erwarten ist und welche wirtschaftlichen und organisatorischen Zwänge es zu meistern gilt.

Zum Thema Sport gibt es übrigens noch weitere vielversprechende Diskussionsrunden. Gleich in zwei Panels (11.4 und 11.5) am Donnerstag nachmittag (8. November) geht es um das Thema Sportrechte. Vor dem Hintergrund des neuerlichen Kirch-Engagement bei der Vermarktung der Fußball-Bundesliga dürfte besonders das Panel „Fußballrechte – Was ist die Bundesliga wert?“ u. a. mit Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) und Steffen Simon, Leiter der Programmgruppe Sport Fernsehen des Westdeutschen Rundfunks (WDR), auf Interesse stoßen.
Im Bereich Film-Produktion werden unter anderem am Donnerstag, 8. November, auf drei Panels (4.3, 4.4 und 4.5) die Themen „Filmfinanzierung“, „Novellierung des Filmförderungsgesetzes“ und „Chancen deutscher Filmemacher im eigenen Land“ diskutiert.

Viele Zuhörer dürfte das hochkarätig besetzte Panel „Customer Centric TV – Fernsehen für den Consumer 2.0“, organisiert von Booz, Allen und Hamilton (BAH), finden. Hier diskutieren ZDF-Intendant Markus Schächter, ProSiebenSat.1-Vorstand Peter Christmann, Serviceplan-Chef Florian Haller, Coca Cola-Marketing-Direktor Thomas Gries, der EMEA Marketing-Direktor von Discovery Networks Europe, Arthurs Bastings und BAH Senior Partner Adam Bird darüber, mit welchen Strategien TV-Anbieter künftig ihre Zuschauer bei der Stange halten können und welche Relevanz das Fernsehen langfristig als Zugangskanal zu den Endkunden haben wird.
Auch die Trend-Themen IPTV (Panel 5.4: „Next Generation IPTV“, u. a. mit Marcus Englert, Vorstand Diversifikation von ProSiebenSat.1; Panel 5.5: „IPTV – mehr als nur Fernsehen?“ u. a. mit Borris Brandt, General Manager von Endemol) und Mobile Media (Panel 3.5: Mobile Marketing im Mediamix; Panel 4.6: Content to go: Produktion und Inhalte für mobile Medien; Panel 6.1 Mobile Media – Wann kommt der Durchbruch? und Panel 6.2 Mobile Media 21) sind auf den diesjährigen MEDIENTAGE MÜNCHEN stark vertreten.

bmt veranstaltet Satelliten-Panel

Die Bayerische Medien Technik (bmt) veranstaltet auf den diesjährigen MEDIENTAGEN MÜNCHEN am 8. November 2007 (10.00 bis 11.30 Uhr) ein kongreß-Panel zum Thema „Digitale Satellitensysteme für Europa – Mobile Media der nächsten Generation“. Anhand konkreter Projekte – Satelliten-Radio (Ondas Media, WorldSpace) und DVB-SH (Alcatel-Lucent Mobile Broadcast) – soll aufgezeigt werden, inwieweit digitale Satellitensysteme für eine mobile Mediennutzung in Europa realisierbar sind. Neben den unterschiedlichen technischen Konzepten stehen primär die Businessmodelle, die Inhalte und die Nutzer im Vordergrund. Zu den Referenten zählen Herbert Mittermayr, Vicepresident Marketing & Sales, Alcatel-Lucent Mobile Broadcast, Wien, Dave Krueger, Chief Operating Officer, Ondas Media, Madrid, Benoit Chéreau, Chief Executive Officer (Directeur Général), WorldSpace Europe, Paris, Dr.-Ing. Michael Weber, Leiter Entwicklung Antennen u. Tuner, BMW Group, München. Moderiert wird das Panel von bmt- Geschäftsführer Frank Strässle-Wendelstein.

Auf der parallel zu den MEDIENTAGEN MÜNCHEN stattfindenden Messe stellen in diesem Jahr wieder über 100 Aussteller Neuheiten aus Broadcast, Multimedia, Film/Produktion, Werbung, Print und Medienausbildung vor. Darüber hinaus widmet sich die Medienmesse in enger Abstimmung mit dem Medienkongress den Themen-Specials Produktion und Musik. Die Messe ist kostenfrei zugänglich.
Das Messegeschehen auf den MEDIENTAGE MÜNCHEN wird unter http://www.wuv.de erstmals über IPTV ins Internet übertragen. Realisiert wird das Projekt durch den IPTV-Dienstleister TV1.DE, den Video-Content-Anbieter infotainweb.com und der Zeitschrift Werben & Verkaufen.TV1.DE ist hierbei für die technische Realisierung und den Player verantwortlich. Mit „Show-it" stellt TV1.de hier sein neuestes Produkt zur Verfügung, das gleichzeitig auf der Messe Premiere feiert. Die W&V Redaktion ist für die thematische Ausgestaltung des Formats zuständig. Produziert, geschnitten und bearbeitet werden die Beiträge von infotainweb.com, dem virtuellen Marktplatz für Video-Content aus dem deutschsprachigen Raum.
Veranstalter der MEDIENTAGE MÜNCHEN ist die neu firmierte Medientage München GmbH (ehem. DVB Multimedia Bayern GmbH). Die MEDIENTAGE MÜNCHEN werden unterstützt von der Bayerischen Staatskanzlei und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

Eckhard Eckstein (MB 11/07)



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