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Zeit für neue Ideen

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Zeit für neue Ideen

Am 30. und 31. Januar 2018 ging im Düsseldorfer Congress Center mit dem SPOBIS Europas größter Sportbusiness-Kongress über die Bühne. Die Veranstaltung konnte in diesem Jahr mit einem erweiterten Angebot auftrumpfen. Neben dem SPOBIS Summit gab es die neuen Bereiche SPOBIS EXPO mit 33 Ausstellern und Side Events.

Mit über 3.000 Teilnehmern ist der SPOBIS der führende Sportbusiness-Treff in Europa für Vertreter aus Sport, Medien und Wirtschaft und damit der Pflichttermin zu Jahresbeginn. Über 175 Referenten und 70 Stunden Programm lieferten auch dieses Jahr wieder umfangreiche Hintergrund- und Trend-informationen.

Erstmals vergeben wurde zum SPOBIS der PUSH-Award für Persönlichkeiten, die sich um die deutsche Athletenförderung verdient machen. Damit ausgezeichnet wurde Johannes B. Kerner als Förderer der Deutschen Sporthilfe (DSH).

Das SPOBIS SUMMIT-Programm fand diesmal auf drei großen Bühnen statt. Hier sprach unter anderem Infront & Wanda Sports-Chef Philippe Blatter über die Zukunft des Sport-Business. Anfang 2015 wurde die Schweizer Sportrechteagentur Infront Sports & Media durch die chinesische Wanda Sports Group für über eine Milliarde Euro übernommen. Der Schweizer steht der Wanda Sports Group mittlerweile als President & Vice Chairman vor. Im vergangenen Jahr gab es immer wieder Gerüchte, wonach Infront zum Verkauf steht. Blatter machte beim SPOBIS 2018 in Düsseldorf klar, dass Investoren zwar immer wieder ihr Interesse an Infront bekunden würden, ein Verkauf aber nicht zur Diskussion stehe.

Premium-Partner des SPOBIS 2018 waren in diesem Jahr ESB, Eurosport, Riedel Communiations, Lagardère, Microsoft, NEP, Onefootball, Ticketmaster, Deutsche Telekom und Allianz.

Für Premium-Partner Riedel Communications sprach Geschäftsführer Thomas Riedel über die „ Zukunft des Motorsports“. Er konstatierte schwindendes Interesse junger Leute am Motorsport und forderte deshalb mehr für Emotionalisierung und Identitätsbildung entsprechender Events zu tun. Vieles sei hier zu uniform angelegt. Statt die Herstellerfirmen im Motorsport in den Vordergrund zu stellen, solle man lieber die Fahrer als „moderne Gladiatoren“ präsentieren. „Gefragt ist hier mehr Mut, etwas Neues auszuprobieren und etwas Augenzwinkern ins Geschäft zu bringen“, sagt er. Riedel schlug unter anderem vor, eine Art Konferenzkanal als „Bitching Channel“ neben dem klassischen Boxenfunk einzuführen, über den alle Fahrer miteinander sprechen und die Zuschauer zugleich zuhören können. Auch die Kombination von Renn-Event und Musikfestival auf Augenhöhe, ähnlich wie beim Comic-Film „Werner das Rennen“, sei vielversprechend. Rennserien könnten sich durch solche Aktionen wichtige Alleinstellungsmerkmale erarbeiten.

Einen Gastbeitrag zur Übertragung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hielt Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin von Discovery Networks Deutschland. Sie gab Einblicke in das Sendekonzept und erläuterte, welche Herausforderungen auf das Medienunternehmen zukommen.

Die Anzahl der Sportstreaming-Angebote ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, insbesondere auch mit dem Markteinstieg von Dazn. Beim SPOBIS 2018 diskutierten Peter Lauterbach, CEO Sporttotal.tv, Jochen Lösch, Ex-CEO MP & Silva, und Dr. Henning Stiegenroth, Leiter Sportmarketing Deutsche Telekom, was das für die etablierten Medienhäuser bedeutet. In einem weiteren Panel ging es um neue OTT-Angebote und ihren Einfluß auf den Sportmedienmarkt. Über das Thema „Alte vs. neue Medienwelt – es ist Zeit für einen konstruktiven Austausch“ diskutierten hier Kay Dammholz (Managing Director DACH Dazn) und Stefan Kürten (Executive Director Sports EBU). Den SPOBIS-Medienblock komplettierte der US-Sender ESPN. Nach der Einstellung von ESPN America 2013 hat das Medienhaus seine Aktivitäten in Europa neu ausgerichtet und setzt verstärkt auf unterschiedlichste Formen von Partnerschaften. In Düsseldorf gab Charly Classen, General Manager ESPN Europe, Middle East & Africa, Einblicke in das ESPN-Business.

Das 25-minütige Format der Open Presentations bot auf dem Düsseldorfer Sportbusiness-Kongress auch die Möglichkeit, Vorträge zu halten, ohne offizieller SPOBIS-Partner zu sein. Gast-Referate befassten sich unter anderem mit den Themen Digitalisierung im Sport durch Event-Apps, Sicherheit rund um Sportveranstaltungen oder innovative Technologien für den Sport. Eckhard Eckstein

MB 1/2018

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