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NAB 2008, Teil 2: Schneller, besser, günstiger

Die Broadcastmesse NAB 2008 in Las Vegas bot insbesondere in Sachen Kameratechnik einige Highlights. Beim Streifzug über das Messegelände gab es jedoch auch manch andere interessante Entwicklung in den Bereichen Workflow- und Media-Asset-Management, Postproduktion, Audio- und Kommunikationstechnik, Speichertechnik sowie Signalverarbeitung- und Distribution zu entdecken. Der Trend bei den angebotenen Produkten geht klar in Richtung mehr Leistung für weniger Geld. Hier einige Eindrücke vom MEDIEN BULLETIN-Rundgang durch die NAB-Hallen.

Neue kostengünstige HD-Videokameras und HD-Optiken stehen auf der Einkaufsliste der meisten TV-Sender ganz weit oben. Im Zuge der Umstellung von SD auf HD wächst die Nachfrage. Kein Wunder, dass auch auf der NAB 2008 das Angebot in diesem Bereich besonderes Interesse fand. Die Hersteller zeigten sich hier bemüht, den wachsenden Marktanforderungen zu entsprechen und ihren Kunden den Umstieg auf HD zu erleichtern.

Das gilt auch für Hitachi Kokusai Electric. Das japanische Unternehmen zeigte auf der NAB die neue Version seiner HD-Studio- und -ENG-Kamera SK-HD1000. Sie bietet jetzt 60dB HDTV SNR (Signal to Noise Ratio / Signalrauschabstand) bei Blende F10.0 und eine echte Auflösung von 1.100 horizontalen TV-Zeilen. Die Kamera verfügt ferner über neue Funktionen, Kontrollpanels, CCUs (Camera Control Unit) und Zubehör. Weiterhin ist sie jetzt mit einer neuen Generation progessiver 2/3“ CCDs ausgestattet, jedes davon mit 2,2 Millionen Pixel, sowie mit 14 Bit A/D-Wandler. Die SK-HD1000 bietet Schnittstellen für Glasfaser- und digitale Triax/Coax-Übertragung sowie einen optionalen Cross-Konverter um aus 720p 1080i zu machen und umgekehrt. Das neue CCU erlaubt die Steuerung in SD und HD. Die Steuerungseinheit ist über RJ45-Schnittstelle netzwerkfähig.

„Wir wollten unseren Kunden mit der SK-HD1000 die Möglichkeit bieten, eine HD-Kamera zum SD-Kamerapreis zu erwerben“, erklärte Cemal Yilmaz, Sales & Marketing Manager Broadcast & Professional Video in Las Vegas. Der Komplettpreis für Kamerakopf, Fibre-Adapter, CCU, Remote Controll, Bildsucher etc. liege deshalb nur bei 52.000 Euro.

Die Kameratechnik soll ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden. Entsprechende Anpassungen werden laut Yilmaz von Hitachi kostenfrei ausgeführt. Durch den auf der CCU integrierten Downconverter sei die Kamera heute noch für den SD- und morgen schon für den HD-Einsatz zu benutzen. „Der Umstieg zu HD-Produktionen ist mit dieser Kamera sehr einfach zu bewerkstelligen“, betonte Yilmaz. Auch die Konvertierung von 1080i auf 720p wird auf der CCU gemacht. „Das hat viele Vorteile gegenüber der Konvertierungsmethode andere Hersteller. Wir haben unter anderem weniger Stromverbrauch und weniger Probleme mit dem Signalrauschabstand“, meinte Yilmaz. Er wies darauf hin, dass Hitachis neue HD-Kamera nicht nur über Triax/Conax- und Glasfaser-Verbindung verfügt, sondern auch mit P2-Recordern und Wireless-Adaptern zusammenarbeitet.

Hitachi zeigte am NAB-Stand den Einsatz seiner neuen HD-Kamera unter anderem in Kombination mit dem neuen drahtlosen Übertragungssystem CT6020HD von Broadcast Microwave Services (BMS). Hierbei handelt es sich um eine neue Version des im vergangenen Jahr eingeführten CT2020HD-Systems. Das neue Modell arbeitet mit 6,4 GHz und hat noch mal die Latenz um die Hälfte verkürzt. Die Datenübertragung erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 25 Mbit/s. Beide Drahtlos-Sender, CT6020HD und CT2020HD, lassen sich laut Rainer Horn, Managing Director BMS, an alle gängigen Kameramodelle anbringen. „Wir arbeiten mit BMS bei der drahtlosen Übertragung schon länger zusammen, nicht erst seit dem HD-Einsatz. Die Ingenieure beider Firmen kennen sich gut“, sagte Yilmaz.
Neu ist indes die Kooperation von Hitachi mit Panasonic.

In Las Vegas zeigte Hitachi den Prototypen eines P2-Recorders. Der soll aber erst 2009 auf den Markt kommen. Als weiteres neues Produkte zeigte Hitachi die HV-HD30, eine kleine fernbedienbare HD-Box-Kamera mit drei 1/3“ CMOS–Sensoren und für C-Mount-Optiken geeignet. Ihre Besonderheit: Per Setup-Menü kann man von 1080i, 720p, 50 Hz, 60 Hz, SDSDI, 16:9 und 4.3 umschalten. „Das ist die ideale Multiformat-Kamera für den internationalen Markt“, erklärte Yilmaz. Sie wird zusammen mit Hitachis 2/3“ HD-Kamera DKH32 von der Camera Corp. UK unter anderem bei den Olympischen Spielen 2008 in China eingesetzt.

Wie Hitachi so verfolgt auch Ikegami Electronics das Ziel, seinen Kunden den Umstieg auf qualitativ hochwertige HD-Kameras zu erleichtern. Auf der NAB 2008 zeigte das Unternehmen mit dem neuen Flash-basierten GFCAM-System Flagge. Es beinhaltet den HD-Camcorder HDS-V10 GFCAM, das Studio-Deck GFS-V10 GFSTATION und die Flash-Speichermedien GFPAK zur Aufzeichnung von über zwei Stunden HD-Video. Ein nicht funktionsfähiges Musterexemplar des Speicherkarten-Camcorders (HD 1080i/720p, MPEG2 LONG/I Frame Multi-codec, 4:2:2, MXF Filerecording) war bereits auf der IBC 2007 in Amsterdam zu sehen gewesen. Offizieller Marktstart war nun auf der NAB 2008. Mit der Verfügbarkeit der europäischen 50 Hz-Variante wird allerdings erst im September gerechnet. Das GFCAM-System wurde von Ikegami gemeinsam mit Toshiba als neues bandloses HD ENG-Kamera-, Editing und -Produktionssystem entwickelt.

Geplant ist auch ein Field-Recorder und neben dem Flash-Speicher auch Harddisk-Speicher. Flash Memory-Drive und HDD-Pack verfügen laut Ikegami über gleiche Profile und Schnittstellen, so dass sie als Systemkomponenten einfach ausgetauscht werden können.
Michael Lätzsch, Manager Broadcast Presales & Services von Ikegami Electronics Europe GmbH: „Wir haben den HDS-V10 GFCAM entwickelt, um zum einen dem Markt einen HD-Camcorder für beste Aufnahmequalität anbieten zu können.“ Die meisten HD-Kameras hätten eine zu niedrige Lichtempfindlichkeit und würden verrauschte Bilder bei ungünstigen Lichtverhältnissen produzieren. „Unser Ziel war, das zu ändern und den Kunden einen nativen HD-Camcorder anzubieten, der ihnen den Umstieg von SD auf HD erleichtert“, betonte Lätzsch.

Mit einer guten SD-Kamera sei es heute möglich, mit Blende 11 bei 62db Rauschabstand zu drehen. Bei HD-Kameras sei in der Regel aber nur Blende 8 bei 54db möglich. „Als HD-Newsreporter hat man da ständig das Problem, mehr Licht zu benötigen als die Kollegen mit den SD-Kameras und trotzdem noch verrauschte Bilder zu produzieren.“ Ikegami habe deshalb den Ansatz gewählt, HD-Camcorder mit nativen CCDs zu bauen, die entweder 720p/50 oder 1080i/50 liefern. „Dadurch erzielen wir eine Blende 11 bei 2000 Lux und immerhin 58db Rauschabstand“, sagte Lätzsch. Ikegami sei so in Sachen Bildqualität deutlich besser positioniert als die Konkurrenz mit ihren Multiformatkameras. „Will ich rauschfreie Bilder produzieren, kann ich diese Kameras eigentlich nicht benutzen“, betonte er.

Im nächsten Schritt will Ikegami jedoch nun auch selbst Multiformatkameras mit neuen CMOS-Sensoren ausgerüsten. Sie sollen die Bildqualität erreichen, die heute nur mit nativen Sensor-Elementen möglich ist. Die neuen Sensoren werden zurzeit von Altasinse, ein Spin-off von Rockwell, gemeinsam mit Ikegami und JVC entwickelt. Ikegami hat in dieser Kooperation das Exklusivrecht auf die 2/3“ CMOS-Sensoren, und JVC vermarktet die 1/2“-Sensoren. Die neue Sensoren-Generation soll im Oktober lieferbar sein. Nach eingehenden Tests soll dann Anfang 2009 die erste Kamera damit bestückt und auf der NAB 2009 vorgestellt werden.
Mit der HDK-79EC HD stellte Ikegami eine erste Multiformat- Kamera mit CMOS-Sensoren vor (2/3“ CMOS-Sensoren, 2.500 Pixel, umschaltbar von interlaced auf progressive, einschließlich Super Slowmotion 720/120p). Gezeigt wurden ferner die HDK-790EXIII mit neu entwickelten 2/3“, 2.300 Pixel, 1080i AIT CCD Bild-Sensoren und die HDTV-Kamera HDK-725/HDK-725p.

Um der wachsenden Nachfrage nach kostengünstigen, sicheren Speichermedien zur HD-Videoarchivierung zu entsprechen, präsentierte Ikegami auch das externe holographische Laufwerk HDS-300R, welches die Nutzer von Ikegamis GFCAM HD ENG System, von Ikegamis Editcam3 und von EditcamHD Camcordern erlaubt, Videomaterial über Netzwerkschnittstellen auf 300 GB Cartridges zu übertragen. Dabei handelt es sich um Disks mit einem Durchmesser von 130 mm, die eine 1,5 mm dicke Aufzeichnungsschicht besitzen.
Der Laser arbeitet mit einer Wellenlänge von 405 nm. Die Speicherung erfolgt mit einem Datenstrom von 160 Mbit/s. Die holographischen Medien stammen von InPhase Technologies. Dieses amerikanische Unternehmen war ebenfalls auf der NAB präsent. InPhase-Vizepräsident Marketing Liz Murphy betonte die hohe Zuverlässigkeit der InPhase Cartriges. „Sie haben eine Lebensdauer von 50 Jahren!“, betonte sie. Bis zum Jahr 2010 will InPhase Speichermedien mit einer Kapazität von 1,5 TByte anbieten können. InPhase zeigte am NAB-Stand von Panasonic auch, wie sich das holographische Laufwerk Tapestry in einen Workflow mit Panasonics P2 Kamera und Avid Adrenaline Server integrieren lässt
Panasonic wiederum rückte auf der NAB das Thema AVCHD in den Vordergrund. Das Unternehmen präsentierte unter anderem den Schulter-Camcorder AG-HMC70, der im AVCHD-Format auf SD-Karten aufzeichnet. Das MPEG-4 AVCHD / H.264 Kompressionsverfahren, auch das wurde auf der NAB klar, wird mittlerweile von immer mehr Herstellern nonlinearer Schnittsysteme unterstützt.
Auf großes Interesse stieß Panasonics neuer professioneller AVC HD Handheld Camcorder AG-HMC151 mit drei 1/3“ CCDs sowie Aufzeichnungsmöglichkeit auf normale SD-Karten. Mit ihm kann in 720p und 1080i mit 13 Mbit/s aufgezeichnet werden. Für hochwertigere Aufzeichnungen mit höheren Bitraten kann ein Erweiterungsmodus genutzt werden. Unterstützt werden unter anderem folgenden Formate: 1080/50i, 1080/25p, 1080/24p, 720/50p, 720/25p und 720/24p. Außerdem kann man zwischen 50 Hz und 60Hz hin- und herschalten.
Zu den weiteren Vorstellungen im Kamera/Camcorder-Bereich zählten bei Panasonic der P2 HD Handheld Camcorder AG-HPX171, die kompakte Mehrzweck-Kamera AK-HC1800 (drei 2,2-Megapixel CCD-Sensoren, native 1080i Aufzeichnung) sowie die beiden VariCams P2 Camcorder 3700 (AJ-HPX3700) und 2700 (AJ-HPX2700) für 10-Bit 4:2:2 AVC-Intra 100 Aufzeichnung.

Canon war im HDTV-Kamera-Bereich bisher mit der Wechselobjektiv-Schulterkamera XL H1 unterwegs. Jetzt auf der NAB wurde mit der XL H1S die Nachfolgekamera gezeigt. Vom Aufbau her ist sie ähnlich wie die XLH, bietet allerdings einige Detailverbesserungen insbesondere bei der Optik. Entsprechend vielen Kundenwünschen wurde hier wie bei rein mechanischen Optiken das Ansprechverhalten von Zoom und Optik individuell einstellbar gemacht. Außerdem kann man den Drehwinkel für den Fokus unterschiedlich programmieren. Man hat den Blendenring entgegen dem Vorgängermodell jetzt in die Optik integriert. „Außerdem wurde die Optik von der Bildqualität her noch mal verbessert, insbesondere was das Streulichtverhalten betrifft“, erklärte Dirk Fobker von Canon Europe.

In der Kamera selbst wurden die Parameter für Farbkorrektur, Rauschunterdrückung etc. optimiert. Man kann sie nun über das Menü von + bis –9 individuell einstellen. Die Einstellschritte wurden dabei sehr viel feiner unterteilt, so dass jetzt insgesamt 50 Schritte zur Verfügung stehen. Auch der Farbtemperaturbereich wurde noch mal erweitert.
Der Camcorder kommt ab Ende Juli zum Preis zirka 7.800 Euro inklusive Standardoptik auf den Markt. Für rund 2.500 Euro weniger kann die gleiche Kamera auch ohne HDSDI-Ausgang (Canon XLH1A) erworben werden. Und für 3.000 Euro zusätzlich bietet Canon eine Weitwinkeloptik für den Camcorder an. Laut Fobker sollen mit dem Camcorder in erster Linie die „Prosumer“ angesprochen werden. „Dadurch, dass wir einen HDSDI-Ausgang haben und ein unkomprimiertes HD-Signal mit 1,4 Gbit ausgeben können, ist der XLH1S aber auch im Broadcast-Bereich, zum Beispiel als VJ-Camcorder, interessant“, erklärte er. Auch für kleine Studioanwendungen sei er geeignet.

JVC Professional hat zur NAB 2008 seine GY-HD250 ProHD Studio-Kamera (720p/1080i) in Konfiguration mit einer Reihe neuer Studio-Optionen vorgestellt, einschließlich vollausgestattetem CCU mit Fernbedienpanel, einem neuen 8.4“ HD-Studiosucher sowie einer ganzen Reihe Studio-Optiken und Features zur Objektiv-Kontrolle. JVC zeigte mit dem GY-HD200UB ProHD ferner eine neue Version des GY-HD200-Camcorders mit 14 Bit A/D-Wandler und Umschaltmöglichkeit zwischen 720p und 1080i und zwischen 50 und 60 Hz. Die gewählten IEEE 1394 Ausgangssignale können auf dem ProHD DR-HD100 Hard-Disk-Rekorder auch als.m2t- oder.mov-QuickTime-Files aufgezeichnet werden. QuickTime-Files lassen sich mit Apples Final Cut Pro direkt von der Platte des Recorders editieren.

„Die 720p und 1080i Live-Stream-Fähigkeit des neuen Schulter HD-Camcorders GY-HD200UB bietet hohe Flexibilität und Effizienz“, erklärte Craig Yanagi, Marketing Manager Creation Products von JVC Professional. „In Kombination mit dem DR-HD100 Hard Disk Rekorder mit seiner nativen File-Aufzeichnungsfähigkeit ist das GY-HD200UB-Kamerasystem im Vergleich zu anderen HD-Kamerasystemen auf dem Markt am schnellsten und effizientesten auf dem Weg von der Aufnahme bis zum Schnitt.“
Wann der GY-HD 200 UB in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt. In den USA soll der Camcorder mit 16-fach-Zoom von Fujinon und Bauer-Batteriepack für knapp 6.000 US-Dollar auf den Markt kommen.
Thomson feierte das US-Debut der schon auf der IBC 2007 gezeigten Multiformat-Kamera LDK 8000 SportCam mit 2-fach Slowmotion-Fähigkeit. Ihre neuen Features beinhalten unter anderem einen neuen Sucher und neue Software, welche die Farbkorrektur-Fähigkeiten der Kamera erweitert.
Ebenfalls neu im Thomson-Portfolio war die LDK 4000 MK II Single-Format HD-Kamera, die native Bilder entweder in 1080i oder in 720p liefert. Sie ist mit 14-Bit A/D-Wandler und drei 9,2 Megapixel CCDs ausgerüstet. Thomson verkündete auf der NAB ferner den Lieferstart der Infinity-Camcorder mit drei Xension 2/3“ CMOS-Sensoren. Und KVBC-TV in Las Vegas bestellte zur NAB gleich 18 Stück davon.

Sony präsentierte auf der NAB die neuesten Zugänge zur XDCAM EX-Reihe. Gute Resonanz verzeichnete hier insbesondere der neue Schulter-Camcorder PMW-EX3. Als Highlights bietet er unter anderem ein Wechselobjektivsystem, Timecode In/out beziehungsweise Genlock sowie Remote Control-Funktionen und ist sehr Low-Light-fähig. „Der EX3 lässt sich deshalb auch gut als Mini-HD-Studiokamera einsetzen. Er eignet sich zum Beispiel prima für Auslandstudios“, erklärte Claus Pfeifer, Produktmanager Broadcast Solutions, Broadcast & Professional Sony Europa, bei einem Standrundgang.
Gezeigt wurde der EX3 mit verschiedenen Optiken wie 1/2“-Optik und Zeiss Digiprimes. Im Lieferumfang ist ein Adapter auf 1/2“ B4-Mount enthalten. Pfeifer erklärte: „Das ist aber nicht der normale B4-Mount, sondern eine Version, die es erlaubt, die Optiken etwas kompakter zu halten.“ Auch 1/3“-Optiken lassen sich verwenden. Dafür hat Fujinon einen Adapter im Angebot. Der PMW-EX3 Camcorder kostet 7.800 Euro. „Das ist eine günstige Lösung bei der Qualität der Aufnahmen“, meinte Pfeifer. Der Preis des Vorgängermodells EX1 bleibt bei 6.500 Euro. Es soll weiterhin im Programm bleiben.

Die Sony XDCAM-Familie, mit über 31.000 weltweit verkauften Geräten, wurde auf der NAB um den neuen Camcorder PDW-700 mit drei 2/3“ CCD-Sensoren für 50 MBit/s 4:2:2-Aufnahme erweitert. Dazu wurde der Recorder PDW-HD1500 sowie die Dual Layer Professional Disc PFD50DLA mit einer Speicherkapazität von 50 GB vorgestellt.
NAB-Premiere feierte ferner die digitalen Cinematografiekamera F35 in der CineAlta-Reihe von Sony. Sie erweitert die Auswahl an HD-Equipment für Filmschaffende: Diese können nun zwischen dem 2/3“ Sensor der F23, die sich ideal für größere Schärfentiefen und bei schwachen Lichtverhältnissen eignet, und dem 35 mm-Supersensor der F35 wählen, die 1.920 × 1080 RGB 4:4:4-Material in voller Auflösung erfassen kann. Sie ermöglicht die Arbeit mit einer großen Bandbreite an 35 mm-Filmobjektiven und Zubehör. F35 von Sony ist in Deutschland bereits von den Firmen Chroma TV und Cinegate geordert worden.

Im Bereich der High-End-Kameras war unter anderem wieder Red Digital Cinema mit seiner Red One 2K/4K-Kamera mit Singlechip-Sensor (4.520 × 2.540 Pixel) vertreten. Mit der Red 3K Scarlet wurde außerdem der Prototyp einer neuen professionellen Digital Cinema-Handkamera gezeigt.
Für nur 3.000 US-Dollar (1.900 Euro) bietet der HD-Camcorder mit seinem ungewöhnlichen Design eine Auflösung im 3K-Bereich (3.072 Pixel × 2.048 Zeilen), 2/3“ Mysterium × Bildsensor und ein Festobjektiv mit 8-fach Zoom. Je nach Einsatzgebiet, kann mit 1 bis 120 Bildern pro Sekunde gefilmt werden. Die Daten werden anschließend mit bis zu 100 MB/s auf zwei Compact-Flashkarten abgelegt. Als Sucher kommt ein großes LC-Display mit 4,8 Zoll Diagonale zum Einsatz. Der Camcorder soll Anfang 2009 auf den Markt kommen.

ARRI stellte neben neuer Software für seine DI-Systeme (Laser und Scanner) und neues LED-Licht mit der D21 eine verbesserte Version der Single-Chip-Kamera D-20 vor. „Die im Markt befindlichen D20-Kameras lassen sich auf die D21 aufrüsten. Bei rund der Hälfte ist das schon geschehen“, erklärte Franz Wieser, Vice President, International Marketing von ARRI auf der NAB-Pressekonferenz des Unternehmens. Das neue Modell punktet insbesondere mit verbessertem Image-Prozessor, besserer Bildqualität, größere Lichtempfindlichkeit, automatischer „Dead Pixel“-Korrektur, neuem Zubehör, einfacher Bedienbarkeit, neue Ausgangsoptionen wie einem 2K RAW Data Output-Modus und der Einsatzmöglichkeit anamorphischer Optiken. Außerdem verfügt sie nun über folgende LUTs (Look-up-table): 100, 250, 320, 400, 500, 640 und 800 ASA.
Für den 2K RAW Data Output (bis zu 30 Bilder pro Sekunde via HD-SDI Link) hat ARRI den ARRIRAW T-Link (Transport Link) zur Zertifizierung von Recorder-Herstellern entwickelt. Eingesetzt wird er schon von Codex Digital.

Acht Codex-Recorder im Einsatz für 4K VFX Aufnahmen bei der aktuellen 007 James Bond-Produktion „Quantum of Solace“. Die Codex-Systeme zeichneten unkomprimiertes 4K Material von acht synchronisierten DALSA Origin 4K-Kameras auf. Dabei fiel täglich 40 TB Material an.

Codex Digital, Spezialist für High-Resolution-Recordingsysteme war auf dem Stand von Band Pro vertreten. Gezeigt wurden filebasierte Workflows von der Kamera bis zur Postproduktion, unter anderem eine neues Festplattenlaufwerk.
Paul Bamborough, einer der Mitbegründer und Eigentümer des Unternehmens aus London: „Wir haben in der Firma alle einen Postproduktion-Background und wissen, wie wichtig es ist, dass das Aufnahmematerial möglichst schnell im Computer landet. Nur so ist es möglich, den Workflow möglichst schnell und effizient zu gestalten, besser und zuverlässiger zu arbeiten.“
Aus diesem Grund habe Codex vor vier Jahren damit begonnen, Festplatten-Recorder zu entwickeln, die mit fast jeder High-End-Kamera zusammenarbeiten (Sony, ARRI, Panavision, Dalsa etc.), Aufzeichnungen von bis zu 4K und die Nutzung der meisten Bild- und Fileformate erlauben würden. Der vor zwei Jahren auf dem Markt eingeführte Recorder ist bereits bei diversen Featurefilm-Produktionen eingesetzt worden, unter anderem bei der neuen 007 James Bond-Produktion.

Auf der NAB 2008 stellte Codex nun auch das weltweit erste funktionierende Muster einer 4 kg schweren, portablen Recorder-Version vor. Der kleine Bruder des Codex-Recorders kann zwei Kanäle Video aufzeichnen sowie acht Audiokanäle und bietet eine Speicherkapazität von bis zu drei Stunden (bei 4:4:4 mit 24 Frames). Es arbeitet dabei mit dem JPEG 2000 Kompressionsverfahren fast verlustfrei. Der portable Recorder wurde auf der NAB gezeigt, wie er 1080p, 4:4:4-Material von einer Sony F23 Kamera aufzeichnete und dann an verschiedenen Editing- und Compositing-Systemen zur Weiterbearbeitung bereitstellte. Bamborough: „Wir sprechen damit Kinofilm-Produzenten und High-End-Broadcaster an, also alle, die auf High-End-Film arbeiten. Der Codex-Recorder funktioniert im Prinzip wie ein hochwertiges Tape-Deck vom Typ HDCAMSR, nur viel besser.“

Zur IBC 2008 will Codex auch die Version einer Transfer-Station mit 100 Stunden Speicherplatz, anschließbar an den Produktionsserver, vorstellen. Den Einsatz festplattenbasierte Speicher in der Film- und High-End-Video-Produktion bewertet Bamborough als unkritisch absolut zuverlässig. „Auch Banken und Versicherungen arbeiten schließlich mit Harddisk-Speicher“, meinte er. „Harddisk ist besser als Band und zuverlässiger.“ Codex-Reseller in den USA ist Bandpro. „Wir sind noch nicht auf deutschen Markt präsent und suchen hier noch den richtigen Vertriebspartner“, betonte Bamborough.

Spezialkameras
Auf der NAB 2008 waren auch wieder eine ganze Reihe Spezialkameras zu sehen.
Die Camera Corp., britischer Dienstleister für Außenübertragungen, zeigte in Las Vegas auf dem Polecam-Stand zum Beispiel eine neue HD MiniZoom-Kamera (96 × 49 × 45 mm, Gewicht: 285 Gramm), die mit 720p/1080i, 50/60 Hz und einem 1/3“ 2 Megapixel CMOS-Sensor arbeitet und über ein integriertes, fernbedienbares 10-fach Zoom-Objektiv (5.1 – 55 mm) verfügt. Die Kamera ist in einem wetterfesten Aluminium-Gehäuse untergebracht. Eine Schnittstelle erlaubt die komplette manuelle Kontrolle von Iris, Zoom, Focus und Tally-Licht. Sie ist mit dem Polecam-Rigg kombinierbar.

Zusammen mit Toshiba stellte Polecam auf der NAB ein weiteres neues HD-Produkt vor. Dabei handelt es sich um die Integration der IK-HD1E HD-Kamera von Toshiba in ein Polecam-Rigg. Die 3-CCD-Kamera (Kopfgröße: 33 × 39 × 41 mm; Gewicht: 65 g) mit 1/3“-Sensoren und Festbrennweite liefert native 1080i 50/60 Hz Bilder, lässt sich mit Standard-C-Mount-Objektiven bestücken und verfügt über eine RS-232C Kontroll-Schnittstelle.
Toshiba wiederum präsentierte auf der NAB seinen neuen kompakten, fernbedienbaren Kamerakopf IK-TF5H5U. Der winzige Remote-Head (32.6mm × 38.6mm × 41mm) basiert auf der IK-TF 3CCD Kamera-Serie und verfügt über viele der dort bereits eingesetzten Features, einschließlich Progressive Scan. Das IK-TF5H5U Modell verfügt über einen CameraLink-Ausgang und einem C-Mount Anschluss für Objektive. Es arbeitet mit der bekannten Toshiba s 3CCD Prismenblock-Technologie, die einen Video-Output von 659x494 Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde (fps) erlaubt sowie Belichtungszeiten von 1/100 und 1/100.000 Sekunden.
Und auch Iconix zeigte mit seinem Kamerasystem HD-RH1 POV eine der kleinsten professionellen HD-Kameras weltweit und mit der HD-RH1F eine neue Studio 2K-Kamera.
Bei den Hochgeschwindigkeitskameras war Photron mit dem neuen Modell Fastcam SA2 am Start. Es liefert bis zu 2.000 Bilder in der Sekunde (fps) bei einer Auflösung von 1080p. 1.000 Bilder sind möglich bei voller 4-Megapixel (2K × 2K) Auflösung. Das Unternehmen präsentierte auch seine Fastcam SA1 und Fastcam MH4.
I-Movix stellte die Hochgeschwindigkeitskamera SprintCam Live vor. Sie schafft jetzt gar 8.000 Bilder in der Sekunde (fps). Auf der letztjährigen NAB waren es noch 3.000 Bilder weniger. Die Kamera arbeitet sowohl im HD- als auch im SD-Modus und kann 1080i und 720p ausgeben. Ein neuer Sensor liefert höhere Bildqualität.

Die Ottobrunner P+S Technik präsentierte die digitale High-Speed-Kamera Weisscam HS-2, das Nachfolgemodell der Weisscam HS-1. Sie schafft bei 2K-Auflösung1.500 Bilder in der Sekunde (fps). Die Kamera ist mit einem elektronischen Sucher ausgestattet, und Bilddaten können als RAW- und DFX-Files, aber auch in anderen Fileformaten abgespeichert werden.
Im Bereich funkbasierter Übertragungstechnik war neben dem Messeauftritt der bereits erwähnten BMS auch der von Link Research von Interesse. Das Unternehmen zeigte die aktuellen, schon erfolgreich eingesetzten hybriden L1500 Systeme zur drahtlosen Übertragung von SD- und HD-Signalen zusammen mit der Kamerakontrolle für Thomson- und Sony-Kameras. Ein neuer besonders kompakter Transmitter erweitert die Link-Palette für spezielle Anwendungen wie zum Beispiel Onboard-Kameras. Der kleine (100x100x30mm), leichte XPµ Transmitter kann mit neuen aktiven GPSstyle Antennen oder einem abgesetzten Verstärker und Standardantennen verwendet werden.

Die Auswahl an Zubehör für Drahtlosanwendungen ist unter anderem durch ein Receiver- und ein 5W-Verstärker Peli Case gewachsen. Die Seitenmontage des L1500 Transmitters macht ab sofort auch eine besonders kompakte Bauform mit Sony-Kameras möglich, die vor allem für „Steady-Cam“-Anwendungen mit Sony eine Lücke füllt. Eine spezielle Seitenverkleidung integriert den Transmitter unauffällig seitlich in der Kamera.

Mit dem L1050 bringt Link einen Low-delay-Encoder für Außenübertragungen und Uplinks auf den Markt, der platzsparend bei halber 19“-Breite nur 1HE hoch ist. Der L1050 unterstützt MPEG-2 SD/HD. Optionen erlauben auch den Betrieb mit DVB-S, DVB-S.2, DVB-T und dem Link eigenen LMS-T Standard bei 70MHz oder S-Band. Zudem ist ein Softwareupgrade für H.264 High-Profile-Enkodierung möglich. So kann das Video über Triax, Satellitenlinks oder Glasfasernetze übertragen werden. Eine Fernsteuerung des L1050 ist laut Link über Standard-Webbrowser möglich.

Kamera-Objektive

Einige News gab es zur NAB auch im Objektiv-Bereich. „Die NAB 2008 ist für uns ein entscheidender Wendepunkt. Wir haben hier mit der ZA-Serie eine ganz neue Klasse an Objektiven eingeführt“, betonte Andreas Adler, General Manager der optischen Abteilung von Fujinon Europe. Die neuen HD-Optiken seien zu einem „sehr günstigen Preis“ zu haben. Adler: „Damit folgen wir dem Trend und den Marktforderungen. Viele TV-Anstalten planen derzeit große Investitionen im News-Bereich und wollen dort neben kosteneffezienten HD-Kameras auch entsprechende Optiken einsetzen.“ Mit günstigen SD-Objektiven könne man die erwartete Bildqualität nicht realisieren. HD-Objektive wiederum seien den Sendern bislang zu teuer gewesen „Wir haben lange überlegt, wie wir den Preis runterkriegen können. Keinesfalls wollten wir das zu Lasten der Qualität machen. Wir haben da schließlich einen Ruf zu verlieren“, meinte Adler. Fujinon habe seine existierende HD-Objektivserie noch mal genau untersucht und geprüft, wo die wesentlichen Kosten bei der Herstellung liegen. Letztlich habe man festgestellt, dass Herstellung und Justage von HD-Optiken deutlich günstiger ausfalle, wenn man nicht immer an die Grenzen des Möglichen gehe. Ergebnis sei, dass man bei den neuen, günstigeren HD-Optiken einfach den Zoombereich etwas verkürzt habe.

Insgesamt gibt es drei neue Objektive: ein Weitwinkel-, ein Standard und ein mehr auf den Telebereich getrimmtes Obkjektiv. Das Weitwinkel-Objektiv heißt ZA12 × 4,5 BE, das Standard-Objektiv ZA 17 × 7,6 BE und das Teleobjektiv ZA 22 × 7,6 BE. Die neuen Objektive ähneln rein äußerlich den existierenden HD-Optiken der HA-Serie von Fujinon (Weitwinkel mit 13-fach Zoom, Standardobjektiv mit 18-fach Zoom und Tele mit 22-fach Zoom). Das 22-fach Zoom soll künftig durch eine 23-fach Version (23 × 7,6 BERM) ersetzt werden. Dazu wurden auf der NAB für HD aber auch für SD erste Prototypen gezeigt, die zur IBC 2008 richtig eingeführt werden sollen. „Wir bauen nach wie vor SD-Objektive. Schließlich verzeichnen wir in Afrika, Südamerika und den ehemaligen GUS-Ländern bei SD-Optiken weiterhin eine hohe Nachfrage“, erklärte Adler. Mehr als die Hälfte der von Fujinon verkauften Objektive seien heute allerdings HD-Optiken.
Die neuen, kostengünstigen HD-Objektive der ZA-Reihe sollen im Sommer 2008 auf den Markt kommen. Adler: „Wir versprechen uns sehr viel von diesen Objektiven und rechnen mit dem Absatz großer Stückzahlen. Schon hier auf der NAB ist das Interesse daran groß.“

Canon hatte auf der IBC 2007 bereits die neue Studio-Optik Digisuper 22-fach vorgestellt. Jetzt auf der NAB 2008 wurde die gleiche Optik mit integriertem Autofokus gezeigt. In der Baulänge ändert sich dadurch allerdings nichts.
Der Autofokus funktioniert dabei so, dass aus dem Strahlengang 20 Prozent des Lichtes ausgespiegelt und auf zwei hoch auflösende Chips gebracht wird. Über das so genannte Phasendifferenzverfahren können dabei die Gangunterschiede der Wellenlängen sehr genau und sehr präzise den Fokus bestimmen, der dann motorisch eingestellt wird. „Es besteht die Möglichkeit zu permanentem Autofokus, auf Knopfdruck zu fokussieren oder manuell den Fokus einzustellen. Und man kann auch die Fokussiergeschwindigkeit individuell einstellen“, erklärte Dirk Fobker von Canon Europe. Diese Fokussiertechnik ist bereits in den Canon-Teleobjektiven 100- und 86-fach vorhanden. Das Digisuper 22-fach ist jetzt das erste Studioobjektiv mit dieser Technik.

Zu den Olympischen Spiele in Peking ist Canon mit seinen Objektiven, ebenso wie Fujinon, gut vertreten. Fobker: „Die Nachfrage nach unseren Objektiven ist gegenwärtig sehr groß. Wir haben Lieferprobleme ohne Ende. Zurzeit muss bei den großen Optiken mit acht bis neun Monate Lieferzeit gerechnet werden.“ Die Herstellung großen Optiken sei nun mal eine sehr aufwändige, zeitintensive Arbeit. Die Werkskapazitäten in Japan seien deshalb bereits aufgestockt worden.

Kamera-Support-Systeme
Auch bei Kamera-Support-Systemen gab es in den NAB-Messehallen ein breit gefächertes Angebot zu entdecken. Sachtler stellte zum Beispiel das steuerbare Combi Ped 1-40 mit einer Traglast von maximal 40 kg vor. Aufgrund seines geringen Gewichts und seiner modularen Bauweise ist es leicht zu transportieren und in Kombination mit dem Fluidkopf Video 25 Plus FB das ideale Pedestal für AÜ- & Studio-Anwendungen, bei denen kleinere Kameras zum Einsatz kommen. Sachtler hat das Combi Ped 1-40 mit einer leichtgängigen Säule entwickelt, die weiche „On-Air“-Fahrten über einen Hubbereich von 54 cm ermöglicht. Der Höhenbereich des Pedestals reicht von 79 bis 133 cm.
Nach der Premiere des ACT 2 Federarms auf der IBC präsentiert Sachtler auf der NAB 2008 nun das erste Upgrade des Arms. Für den ACT 2 Aluminium Federarm stehen ab Mai 2008 Arm-Schenkel aus Carbon zur Verfügung. Präsentiert wurde unter anderem auch die neuen artemis ACT 2 Westen.

Am Stand von Bandpro war der neue Telescope-Kamerakran von Myth zu sehen. Er ist leichter und kompakter als andere Kamerakräne und besser für den Transport geeignet. Dem Bedienpersonal des Krans stehen insgesamt sieben verschiedene Kontrollsysteme zur Verfügung. Der Kran hat eine Reichweite von maximal rund 13 Metern.
Die P+S Technik GmbH aus Ottobrunn stellte mit Skater Junior erstmals eine noch kleinere Version ihres Skater Mini Kamera-Dollys vor. Das Unternehmen zeigte mit 3D Rig zudem eine neue Rig-Produktlinie für stereoskopische Aufnahmen.

Die Panther GmbH war auf der NAB am Stand von Abel CineTech mit ihrem verbesserten Twister Dolly und dem Husky Dolly präsent. Gezeigt wurde dort auch der Fluid Head X15. Der Twister Dolly mit kombinierten Luft- und Schienenrädern ist sehr flexibel einsetzbar. Durch die drei wählbaren Lenkmodi Front, Rear und Round-A-Round dreht sich der Twister Dolly leicht in alle Richtungen. Auf kleinstem Raum kann exakt um ein Motiv herum navigiert werden. Die Umschaltung der Lenkmodi erfolgt werkzeuglos über Rastbolzen an den Achsen beziehungsweise der Lenkung. Je nach Anforderung bewegen sich dabei entweder nur die Vorder- oder Hinterräder unabhängig voneinander oder alle vier Räder gemeinsam.

Shotoku zeigte mit dem TG-27 einen leichtgewichtigen Robotic Pan- und Tilt-Head. Vorgestellt wurde auch die ganze Bandbreite an Kamera-Supportsystemen für virtuelle Studios. Neu dabei waren der SH120VR Leichtgewicht-Kopf und das TP-90VR Studio-Pedestal, das bis zu 60 kg tragen kann.

Workflow- und Media-Asset-Management
Das Thema „Workflow und Media Asset Management“ steht schon seit Jahren ganz oben auf der Prioritätenliste der Broadcaster. Auf der NAB findet man hierzu mittlerweile fast an jedem Stand entsprechende Hinweise. Das Angebot ist unglaublich vielfältig und damit auch sehr unübersichtlich geworden. Die hier getroffene zufällige Auswahl gibt nur einen kleinen Einblick:

Editshare zeigte mit „Complete Collaboration“ eine neue Lösung zum Verwalten und Speichern von Medieninhalten von der Akquisition bis zur Archivierung. Die neue Produktline integriert EditShare Flow, EditShare Storage Series, XStream Series und EditShare Ark. „Complete Collaboration ist eine natürliche Erweiterung des ursprünglichen EditShare Workflows. Die Werkzeuge, um Inhalte gemeinsam zu nutzen, auszutauschen, zu verwalten und sicher zu speichern, wurden von uns entwickelt, um einen möglichst breiten Anwendungsbereich bei Postproduktions- und Broadcast-Workflows abzudecken. Mit der EditShare-Philosophie als Kernelement stellt Complete Collaboration sicher, dass die Nutzer Schnitt-Applikationen und Tools zur Herstellung von Inhalten einfacher steuern können“, erklärte Andy Liebman, Gründer und Präsident von EditShare auf der NAB. EditShare Complete Collaboration soll im Juni 2008 auf den Markt kommen.

Blue Order stellte in Las Vegas neue Funktionen von Media Archive in der aktuellen Version 3.2 vor. Dazu zählten unter anderem: Folio Verzeichnisse: Sie erweitern auf der Basis von vordefinierten Regeln die Möglichkeiten von kollaborativen Arbeitsabläufen und erlauben das automatisierte Löschen, Kopieren und Verschieben von Medienobjekten auch über verschiedene Verzeichnisse hinweg; Optimierungen des Benutzer-Interfaces zur Unterstützung der Anwendergruppen und zur Erhöhung ihrer Produktivität; Unterstützung von Systemen über mehrere Standorte erlaubt jetzt den vernetzten Einsatz auch über große Distanzen; erweiterte Daten-Verwaltung: Thesaurus-Unterstützung von verschiedenen Sprachen wie zum Beispiel Englisch, Deutsch, Portugiesisch und Polnisch. Das System ist in der aktuellen Version dafür vorbereitet, schnell weitere Sprachen zu adaptieren.
Zusammengesetzte Attribute sind frei konfigurierbar und unterstützen die Anzeige und das freie Editieren von verschiedenen Werten. Diese Funktion ermöglicht unter anderem die effiziente Aufbereitung und aussagekräftige Beschreibung von archivierten Objekten. Hierarchische Assoziationen vereinfachen die Verwaltung von verschiedenen Material-Versionen und Instanzen. Insbesondere Abläufe zum Kopieren von Material, dem Verwalten von Untertiteln und dem Erzeugen und Speichern von HD- und SDTV-Versionen lassen sich einfach und schnell im System anlegen. Erweiterte Rechteverwaltung: Blue Order bietet als einziger Hersteller von MAM-Lösungen die Verwaltung von Rechten auf Sequenz- und Frame-Ebene; verbesserte Verarbeitung tri-medialer Inhalte: inklusive Ingest, Analyse, Format-Konvertierung, Vorschau. EDL-Erzeugung im Browse-Client und Material-Export; Hochverfügbarkeit: In der aktuellen Version von Media Archive gewährleistet die Verwendung von multiplen Instanzen für das Web-Retrieval und das Workspace Management die Verbesserung der Verfügbarkeit und Antwortzeiten im System; optimierte Integrationen mit Omneon Spectrum und MediaGrid, Marquis Medway, EVS XT via XFile und dem IP Director; volle Unterstützung von Oracle 10g, SQL Server 2005, Windows Vista, Internet Explorer 7 und Safari 2.0.

DAVID Systems zeigte auf der NAB, wie Content durchgängig digital produziert, verwaltet, mit standardisierten Austauschformaten verteilt oder ausgespielt werden kann und wie sich die Audio- und Videoprodukte des Unternehmens zu workflow-orientierten Gesamtlösungen im multimedialen Umfeld kombinieren lassen. Gezeigt wurde unter anderem Moves Media, eine hocheffiziente Lösungen für den weltweiten Austausch von Mediendaten, die vernetzte Radioproduktion und Newsroom-Integration, DigaToolbar, eine Schnellstartleiste mit leistungsfähigem Messaging-System, das über Systemereignisse, neu eingetroffene Beiträge und weitere konfigurierbare Ereignisse wie Agenturmeldungen informiert sowie über ein Chat-System verfügt, Story Editor zur Erstellung und Bearbeitung von Texten mit eingebetteten Media-Elementen, der neben dem direkten Import zu den DigaSystem Editoren oder der Sendeplanung auch über eine integrierte Rechtschreibhilfe, Design- und Druckvorlagen, Text-Makros, Versions-History und Zeitberechnung (mit Exclude) verfügt (im DigaSystem CMS wurde zusätzlich der neue Element-Typ „Story“ eingeführt, der von allen Anwendungen erkannt und verarbeitet wird), vernetzte Videoproduktion und multi-mediales Arbeiten: Die DigaSystem Video Editoren DigaCut ST und DigaCut MT unterstützen hierzu beide Mehrspur-Audio und bieten viele Funktionen der Audio-Editoren auch für die Arbeit mit Videomaterial. Auch das CMS unterstützt die Verarbeitung von multimedialem Content. So lassen sich zum Beispiel Audiospuren aus einem Videofile extrahieren, indem das File im Database Manager auf einen Audioeditor gezogen wird.

„Collection Element“ hilft, die Übersicht in der Vielzahl von Elementen zu behalten. Es enthält tabellenübergreifende Referenzen zu thematisch zusammengehörigen Beiträgen, besitzt jedoch eine eindeutige Datenbank-ID und einen eigenen Metadatensatz und kann dadurch wie ein normaler Beitrag behandelt werden. Das bei anderen Verfahren notwendige Kopieren von Datenbankeinträgen entfällt komplett.
Playout, neue Möglichkeiten mit BroadcastServer und TurboPlayer: DAVID Systems Allround-OnAir-Client TurboPlayer erlaubt es, klassische Radioprogramme der unterschiedlichsten Formate, Rich-Media-Playout über DBM, DVB-H und andere Plattformen, Surround-Ausspielung von RF64-Files, Internet Streaming in 5.1 Surround innerhalb einer BroadcastServer-Umgebung zu erledigen.

Final Cut Pro Integration mit Atom Factory: Anbindung von Final Cut Pro zum file-basierten, plattformübergreifenden Austausch von Videos zwischen Apple und dem DigaSystem CMS mit MXF als Austauschformat.
Ceiton zeigte in Las Vegas, wie führende Post-Produktionsstudios und große Fernsehanstalten mit Hilfe von „CEITON Web Workflow PPS“ ihre Geschäftsprozesse in Produktion und Administration integriert optimiert haben und heute effizient und transparent steuern.
Nach erfolgreichem Wachstum in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum hat Ceiton nun in Los Angeles eine erste Tochtergesellschaft, die CEITON Technologies Inc. gegründet. Das Unternehmen konnte auch bereits erste Kunden in Hollywood gewinnen, die das CEITON-System zur Produktionsplanung und -steuerung produktiv einsetzen.
Durch das auf der IBC 2007 vorgestellte neue EAI-Interface Modul können CEITON-Kunden das Workflow-System auch zur Supply Chain (Lieferkette) Integration verwenden. SONY in Österreich oder AIX in Hollywood und New York optimieren damit nicht nur die firmeninternen Arbeitsabläufe, sondern automatisieren übergreifend auch die zu ihren Kunden und Lieferanten.
Pharos wartete auf der NAB mit einer Verbesserung und Vereinheitlichung der Transfer- und Freigaberegeln für ein framegenaues Transfermanagement des Pharos Mediators auf. Neue Funktionalitäten und die Intergration von technischen und redaktionellen Aspekten des Asset-Managements ermöglichen nach Angaben des Unternehmens nun deutlich bessere Workflow-Kontrolle. Auch die Anforderungen der effizienten kreativen Gestaltung eines optimierten Produktionsablaufes lassen sich nun für Umgebungen aus Quantel, Final Cut oder Avid verbessert einbinden. Die Intergration von externen Scheduling-, Traffic-, Storage- und Channelmanagementsystemen ermöglicht außerdem eine noch effizientere Anbindung an bereits bestehende Insellösungen.
Pharos, im Vertrieb von MCI Studio Hamburg, bietet Middleware-Lösungen für Broadcast- und Telekommunikationsworkflows.

Bausteine für die Bereiche Automation, Steuerung und Media Management werden sowohl in komplexen Großinstallationen wie auch Einkanallösungen betrieben. Die Flexibilität und Skalierbarkeit des Systems machen es möglich, Teiloptimierungen eines Workflows vorzunehmen.
ANNOVA Systems zeigte auf der NAB 2008 am Stand von Hewlett Packard Flagge. Das Unternehmen präsentiert dort die neue Version 3.5 des Enterprise Redaktionssystems OpenMedia, erweiterte, neue Workflows, ein neues Interface für die Übergabe an mobile Devices und Multicastsysteme, einen neuen Webclient und die Integration verschiedener Videomanagement-Systeme. Die im Januar 2008 gegründete ANNOVA hat den gesamten OpenMedia-Produktbereich von Dalet übernommen.

Dalet zeigte auf der NAB verschiedene Lösungen für integrierte, durchgehende Newsproduktionen. Der Fokus lag dabei auf dem Newsroom-System News Suite 2.0, HD Produktion und Playout mit Dalet NewsPro 2.0 einschließlich Dalet Xtend für Apple Final Cut Pro, flexibles Media-Asset-Management und Dalet-Web-Services (API) mit der Dalet Enterprise Edition, Nachrichten- und Sport-Archivierung mit der Dalet Media Library sowie auf der Nachrichtenproduktion mit der Dalet Radio Suite.

IPV, britischer Anbieter von Browsing-Lösungen mit niedrigen Bitraten, nutzte die NAB 2008 zum offiziellen Marktstart seines Curator-Systems. Hierbei handelt es sich um eine Browser-basierte, bandlose Workflow-Lösung zum Management von Medieninhalten. Erstmals vorgestellt wurde es bereits auf der IBC 2007. Eingesetzt wird das System bereits von National Geographic Channel und Channel Five in Großbritannien.
Mit Curator ist es Anwendern möglich, Inhalte gemeinsam innerhalb eines Netzwerkes auf Standard-Computern (PC und Mac) zu nutzen. Dabei können neben der üblichen Proxy-Betrachtung Metadaten gesucht, kreiert und verändert, Offline-Schnitte realisiert sowie Clip- und Sub-Clip-Auswahl getroffen und mit Anmerkungen versehen werden. Zum Browsen nutzt Curator Windows Media VC-1. Das Curator-System basiert auf IPVs SpectreView Browse-System, für das zur NAB die Unterstützung des Apple Macintosh-Betriebssystems angekündigt wurde. SpectreView wird heute bereits in zahlreichen Unternehmen in den Bereichen Playout Automation, Newsroom sowie Asset-Management- und Zugangsservices eingesetzt.

Die neue Erweiterung des XStream Clients erlaubt es, einen gemeinsamen Medien-Pool in modernen Streaming-Servern sowohl für PC als auch für Mac zu nutzen. Der zentrale Vorteil von SpectreView ist dabei die absolute Frame-Genauigkeit. SpectreView ist eine Komplettlösung, die sowohl Ingest als auch Encoding und Transcoding bei niedrigen Bitraten erlaubt.
„Das Encodieren mit niedrigen Bitraten und die bildgenaue Bearbeitung von Video über Standard-IT-Infrastrukturen sind jetzt nicht mehr beschränkt auf den Journalisten-Arbeitsplatz im Newsroom. Mit SprectreView und Curator entsprechen wir den Forderungen der Broadcaster, Videofiles in unterschiedlichsten Formaten überall in der Produktionskette in einer Multi-User-Desktop-Umgebung verfügbar zu machen“, erklärte Nigel Booth, IPV Executive Vice President Sales und Marketing.

Die VCS AG hat auf der NAB erstmals in Ergänzung zur dira!-Newsroom-Suite den dira! Newsplayer vorgestellt. Der neue, kompakte und leicht bedienbare Newsplayer unterstützt das Ausspielens von Nachrichten und bietet umfassende Funktionalitäten. Vor allem Nachrichtensprechern, die nicht nur Textbeiträge lesen, sondern auch ihr Einspielmaterial selbst abwickeln, bietet er eine übersichtliche Playoutlösung.

Zu den wichtigsten Funktionalitäten des Newsplayers als zentrales Element des Selbstfahrerstudions gehören die Unterstützung der Sprecher beim Lesen der Nachrichtenbeiträge vom Bildschirm, ein einfach zu bedienender Playout der Audiobeiträge aus einer Skriptansicht heraus sowie die Organisation von Jingles in Jingle-Sets. Nebenbei unterstützt der dira! Newsplayer Simulcast für die Regionalisierung von Jingles und protokolliert sekundengenau das On-Air-Geschehen. Der dira! Newsplayer kombiniert daher die Funktionen aus einem Rundownplayer und einem Jingleplayer und lässt sich via MOS-Gateway mit allen gängigen Newsroom Computer Systemen integrieren.

Als komplette Lösung zur Nachrichtenabwicklung löst der dira! Newsplayer laut VCS den Konflikt zwischen einfacher Bedienung und umfassender Funktionalität. Der Nachrichtensprecher könne sich ganz auf das Lesen der Texte konzentrieren und müsse nur wenige Tasten bedienen, um zwischen Skripten zu navigieren und Audios auszuspielen, heißt es. Die erste Rundfunkanstalt, die den neuen dira! Newsplayer einsetzt, ist der Vlaamse Radio- en Televisieomroep (VRT) in Belgien.
VCS zeigte auf er NAB auch seine Enterprise-Software media:fabric mit umfassenden Workflowlösungen für den Rundfunkbetrieb einschließlich Anwendungen bei Ingest und Asset-Management, Planung, Redaktion und Produktion, Abwicklung und Playout.
Solid State Logic (SSL) kündete zur NAB an, dass Omneons Multi-Channel Video Fileserver der Spectrum-Familie mit SSls Gravity-System für Asset-Management und Editing in der Nachrichtenproduktion erfolgreich in einen gemeinsamen durchgehenden Workflow integriert worden sind. Das Gravity-System sorgt dabei für den reibungslosen Ablauf des Media-Asset-Managements vom Ingest bis zum Schnitt in der Postproduktion, die Omneon-Server für Ingest- und Playout-Funktionalitäten. SSls Gravity System erlaubt formatunabhängiges Katalogisieren, Indexieren, Editieren und Playout, sowie lokales oder ferngesteuertes Encoding, Transcoding, Database Management und mehr. Das System bietet umfangreiche Automatisierungsmöglichkeiten und erlaubt Medienunternehmen innerhalb ihres kompletten Produktionsworkflows nahtloses Management, Nutzung und Mehrfachverwertung von Inhalten.

OmniBus Systems stellte in Las Vegas eine neue Version des OmniBus Content-Management-Systems OPUS vor. Die Suite erlaubt nahtloses, Workflow-übergreifendes Content-Management und bietet XML-Support bei kundenspezifischem Logging und Annotationen, bildgenaue Proxy-Erstellung und -Betrachtung sowie die Integration vorhandener Schnittsysteme. OmniBus zeigte auf der NAB auch OPUS SmartClient, der auf Basis der Silverlight-Technik von Microsoft Zugang zum OPUS Content-Management-System über einen Browser sowohl auf Macintosh als auch auf Windows-PCs ermöglicht.
Ein weiteres Highlight am Stand von Omnibus war mit iTX ein Produkt, das die dritte Generation (G3) der Softwareentwicklung des Unternehmens repräsentiert. iTX ist eine Software-Komplettlösung für den Hauptkontrollraum. Viele Hardware-Komponenten wie Server oder Master-Controll-Switcher werden dadurch überflüssig. „Mit iTX lässt sich der komplette Sendeablauf rein softwarebasiert darstellen“, erklärte Laila Bishay, Marketing Direktorin Programm Manager iTX und Corporate Event Manager von Omnibus. Die Ingest-Möglichkeit ist dabei variabel und kann von Windows Mediaplayer 9- bis High-Definition-Material alles verarbeiten. iXT erlaubt Multiformat-Aufzeichnung und -Ausspielung. Auch mit Blick auf den wachsenden HD-Markt ist iTX sehr flexibel einsetzbar und kann zum Beispiel HD-Formate mit 720p oder mit 1080i verarbeiten, je nachdem welche Playout-Karten eingesetzt werden. Das System bietet hohe Flexibilität und lässt sich jederzeit erweitern, egal ob in Richtung Playout, Editing, Grafik-/Logo-Generatoren, Bauchbindeneinblendung oder Voice-Over. Alle Komponenten sind in der iXT-Software bereits integriert.
Auf der NAB erstmals vorgestellt wurde iTX News. „Die News-Lösung war bislang das einzige fehlende Stück im iTX-Bereich“, meinte Bishay. Mit iTX News lasse sich nun im harten Nachrichtengeschäft die „Time-to-Air“ noch mal deutlich verbessern. Unterschiedliche Video-Formate ließen sich damit problemlos in einer Playliste einstellen und ausspielen. iTX News sorge automatisch für die richtige Konvertierung der Files.
Als Teil der neuen Lösung bietet Omnibus nun auch einen Desktop-Editor an. Er verfügt über alle nötigen Schnittfunktionen und bietet auch Voice-over-Möglichkeit. „Alle nötigen Rendering-Aufgaben dabei erledigt iTX in Echtzeit bei der Übertragung. Das sorgt für erheblichen Zeitgewinn“, betonte Bishay.

TANDBERG Television präsentierte auf der NAB neben Breitband-, IP-TV-, Mobile-TV-,Kompressions-, Video-on-Demand- und Headend-Lösungen auch sein Workflow-System WatchFlow. Hierbei handelt es sich um ein skalierbares System mit dem sich die Entwicklung, das Management und die Distribution von Medieninhalten für die unterschiedlichsten Plattformen automatisieren lässt. Laut Roger Bolton, Executive Vice President, Compression Business von Tandberg Television, lässt sich WatchPoint problemlos in existierende Systeme integrieren „Es sorgt dabei für mehr Effizienz, Transparenz und Kontrolle der zunehmend komplizierter werdenden Prozesse“, erklärte er.
Tandberg stellte in Las Vegas auch die nächste Generation seines Inhalte-Verteilsystems MediaPath vor. Es bietet Netzwerkbetreibern eine skalierbare, End-to-End-Lösung für sichere Point-to-Multipoint-Übertragung von nichtlinearen digitalen SD- und HDTV-Programmen.

Video-Mischer und -Router
Im Bereich der Video-Mischer und -Router ist seit einigen Jahren der Trend hin zu kostengünstigen, integrierten Lösungen zu erkennen. Ein gutes Beispiel dafür ist Broadcast Pix. Das Unternehmen, erst seit fünf Jahren auf dem Markt aktiv, zeigte auf der NAB seine komplette Slate-Produktreihe, erweitert durch ein größeres und ein kleineres Panel. Die Slate-Systeme werden als Multi-Feature Kompaktstudio vermarktet. Sie bieten einerseits klassische AB-Mischer mit bis zu sechs Keyern, darüber hinaus aber auch DVEs (optional auch mit DSKs), Inscriber TitleMotion-Schriftgenerator, Clip- und Stillstore, Multiviewer, Kamerasteuerung, XML-Interface und weiteren Funktionen.

Bei der neuen HD-Serie von Broadcast Pix können am Main Frame analoge, SD-SDI- und HD-SDI-Signale anliegen, die alle im Mischer verarbeitet und untereinander beliebig kombiniert werden können. Bei den Slate 3016HD und 3032HD wird eine intelligent angesteuerte Kreuzschiene eingebunden, die neben der Anzahl der Eingänge sowohl die Redundanz als auch die Flexibilität des Systems erhöht. Die HD-Mischer unterstützen 1080i, 720p, SD, DVI und VGA, bieten analogen Output in Composite, Y/C und Komponente. 16:9- und 4:3-Bildformate können gemischt werden.

Mit der Slate 5000 Serie zeigte Broadcast Pix den ersten 2 M/E Mischer, der zusätzlich über Multiview-Monitoring, Clip-Stores, einen Schriftgenerator sowie Bildformat-Konverter verfügt. Wie bei der Slate 3000 Serie kann auch das Slate 5000 durch intelligente Kreuzschieneneinbindung auf bis zu 32 Inputs erweitert werden. Ein neues Feature ist das große 2 M/E Bedienpanel zur Verwaltung von bis zu 32 Quellen. Slate 5000 wurde auf der NAB 2008 erstmals vorgestellt und ist voraussichtlich ab August 2008 lieferbar.

Broadcast Pix-Präsident Ken Swanton berichtete auf der NAB: „Das Slate 5000, hat ein größeres Panel und zwei Mischebenen, mit denen jetzt mehr Kameras bedient werden können. Damit lassen sich höhere Ansprüche der Kunden erfüllen. Mit unserem neuen kleinen Panel können sie bis zu fünf Kameras einsetzen, mit dem größten bis zu zwölf. Das Pult ist nun viel komfortabler für Switching. Es eignet sich gut für mobile Produktionen in Ü-Wagen, aber auch in TV-Networks. Das Pult ist auch sehr kostengünstig. In der HD-Version kostet es nur 40.000 US-Dollar. Unsere Wettbewerber verlangen fast das Doppelte, allerdings ohne all die bei uns mitgelieferten Features wie Clip-Store, Schriftgenerator etc.“

Das Slate 5000 verfügt über zwei Kontrollbänke. Eine kann zum Beispiel dem Clip-Speicher, die andere dem Schriftgenerator oder den Kamera-Presets zugewiesen werden. „Das macht einem Operator die Arbeit bei einer komplexen Produktion deutlich leichter“, meinte Swanton. Zudem könne man jetzt auch viel einfacher einen zweiten Operator einsetzen, der zum Beispiel mit Keyboard und Maus die Grafik-Jobs erledige.
Das neue Pult auf der Low-End-Seite ist mit der gleichen Technik und den gleichen Features wie seine größeren Brüder ausgestattet. Es verfügt allerdings nur über ein Keyboard und ein Touchscreen zur Kontrolle des Switchers. Sein Preis: 10.995 US-Dollar in SD. „Es ist besonders interessant für all die neuen Internet-TV-Kanäle, die jetzt On-Air gehen. Und es ist sehr einfach zu bedienen“, sagte Swanton.
Broadcast Pix arbeite daran, die vorhandenen Applikationen in die Slate-Mischer ständig zu erweitern. Im Clipstore würde zum Beispiel neben QuickTime und MPEG 2 neuerdings auch H.264 MPEG 4 unterstützt. „Ich bin begeistert von der Resonanz auf unsere Produkte hier auf der NAB“, erklärte der Broadcast Pix-Präsident.
Auf sehr großes Interesse seien die in Roll-Around-Containern und Flightcases integrierten Broadcast Pix-Produkte gestoßen. Solche Lösungen, die gemeinsam mit der Firma Mobile Studios entwickelt worden sind, beinhalteten ein komplettes TV-Studio einschließlich Audio. Sie seien insbesondere für das Event-Geschäft oder Corporate-Markt interessant und sollen nun weltweit verfügbar gemacht werden. Broadcast Pix ist mit seinen Produkten heute in 50 Ländern weltweit vertreten. In Deutschland stehen die Systeme des Unternehmens im Kölner Dom, bei der Deutschen Bank oder im Axel Springer Verlag. Ein erster Broadcast-Kunde in Deutschland ist das Deutsche Sportfernsehen DSF. Den Deutschland-Vertrieb von Broadcast Pix hat MCI Studio Hamburg übernommen.

Postproduktion
Die Softwareentwicklung in der Postproduktion gewinnt von Jahr zu Jahr an Dynamik. Ein neues Release jagt das andere. Die meisten Anbieter auf der NAB 2008 konnten deshalb auch entsprechende Innovationen vorstellen. Hier eine kleine Auswahl:
Adobe Systems präsentierte neue Technologien und Initiativen zur Erstellung, Veröffentlichung und Wiedergabe dynamischer Medieninhalte. Das Unternehmen startete zudem unter der Bezeichnung CinemaDNG ein Projekt mit dem Ziel, ein branchenweit einheitliches offenes Dateiformat für digitale Kinofilme zu entwickeln. Darüber hinaus kündigte Adobe die native Unterstützung des Sony XDCAM EX-Kameraformats durch seine Schnittsoftware Premiere Pro CS3 an. Adobe bietet seit der NAB auch die Adobe Flash Media Encoder 2.5-Software als kostenfreien Download an, mit der sich Audio- und Videoinhalte live erfassen und in Echtzeit über den Adobe Flash Media Server oder den Flash Video Streaming Service streamen lassen. Bei der Übertragung von Live-Events wie Konzerte, Webcasts oder Sportveranstaltungen können Anwender nunmehr mit dem Adobe Flash Media Encoder 2.5 Inhalte live erfassen und per Adobe Flash Media Server und Adobe Flash Player in H.264 streamen.

Als weltweit verbreitete Wiedergabesoftware ist der Adobe Flash Player auf 98 Prozent aller mit dem Internet verbundenen PCs installiert, darüber hinaus ist die Adobe Flash Lite Software in mehr als 500 Millionen weltweit ausgelieferten mobilen Geräten und Mobiltelefonen integriert. Die Veröffentlichung des jüngsten Updates für Adobe Flash Player 9, welches H.264-fähige HD-Inhalte unterstützt, hat seit seiner Veröffentlichung im Dezember 2007 bereits eine Marktdurchdringung von 62 Prozent erreicht.

Adobe gewährte auf der NAB auch Einblicke in Technologien für künftige Versionen seiner professionellen Videolösungen, mit denen es möglich sein soll, dynamische Medien über Metadaten mit „Intelligenz“ auszustatten. Durch die automatisierte Erstellung und Einbindung relevanter Informationen sollen Aufgaben in der Postproduktion vereinfacht und beschleunigt werden, indem sich Inhalte schnell und problemlos finden lassen. „Adobe treibt Innovationen auf dem Gebiet der Erstellung, Veröffentlichung und Wiedergabe dynamischer Medieninhalte voran“, sagte Jim Guerard, Vice President Dynamic Media bei Adobe. „Unsere Kunden bewegen sich in einer sich rapide wandelnden Medien- und Werbelandschaft. Dank unseres Partnernetzwerks, dem Unternehmen vom Content Delivery Network bis zum Plug-in-Produzenten angehören, bieten Adobe-Technologien eine vollständige und integrierte Lösung, mit der unsere Kunden Inhalte einmal erstellen und diese dann über eine Reihe von Wiedergabeumgebungen nahtlos vertreiben können.“

Avid Technology stellte auf der NAB die neue Generation ihrer Video-Editing-Systeme mit verbesserter Performance und schnellerer Reaktionszeit vor. Die aktuelle Produktpalette umfasst neben neuen Versionen der Avid Media Composer (v3.0)-, NewsCutter (v7.0)- und Symphony (v3.0)-Software auch neue Hardware-Konfigurationen wie Mojo DX und Nitris DX. Die Leistungsstärke der neuen Editing-Systeme von Avid basiert auf einer besonderen Architektur, die CPU, Grafikkarte und PCI Express Bus eng mit Avid Soft- und Hardware verbindet. Diese Effekt-Engine generiert eine extrem hohe Bandbreite und Performance und beseitigt damit die für die Arbeit mit HD-Material bisher üblichen Verzögerungen bei der Reaktionszeit der Systeme. Die aktuelle Editing-Produktpalette von Avid bietet folgende neue Funktionen: Real-time-Output der wichtigsten SD- und HD-Formate – kein Rendering mit dem Avid DNxHD-Codec notwendig und schnellere Reaktionszeiten während des Output Prozesses; eine Effekt-Systemarchitektur in Echtzeit – Multi-core CPU, GPU und PCI Express Hardware sorgen miteinander verbunden in einer einzigen High-Performance-Pipeline für mehr Schnelligkeit bei der Arbeit in HD; erweiterte Unterstützung von Codec- und File-basierten Formaten – nativer Support für „Thin Raster“-Formate wie DVCPRO HD und XDCAM HD plus Realtime Output mit mehreren HD Kanälen – Nativer Editing-Support für AVC-I – im 50 Mb/s und 100 Mb/s Format – mithilfe des gleichen Avid-Workflow wie bei P2/DVCPRO HD, Sony XDCAM EX (Sony Clip Browser Software notwendig – momentan nur für Windows verfügbar); JVC 23.976p- und 25p HDV-Codecs; erweiterte Betriebssystem-Unterstützung – Support von Mac Leopard OS- sowie Windows Vista 32 Bit- und 64 Bit- Betriebssystemen; MetaFuze für das schnelle Zusammenfügen von Einzel-Frame-Dateien (wie DPX und TIF) bei Film Scanning- oder CGI-Systemen in einem einzelnen Mediaclip auf der Windows-Plattform. MetaFuze ermöglicht es Anwendern, DPX- oder TIF-Master von Avid DNxHD 36-Dateien zu erstellen und diese während des Offline-Schnitts innerhalb eines DI-Workflows zu nutzen – mit Final Conform an einem DS-System.
Multi-Window Timecode Burn-in-Tool: Für einen einfacheren Screening-Prozess werden mehrere Timecode- und Sequenz-Informationen auf das Video gebrannt, der Timecode wird während des Output und Playback im Bild angezeigt. Blu-ray-Output mit neuer Avid DVD by Sonic: Diese Funktion ermöglicht PC-Anwendern das einfache Erstellen von High-Definition-DVDs. XML-Export für Sequenzen via Avid FilmScribe: Damit können alle Source- und Record Side-Metadaten als XML exportiert werden, inklusive Änderungsnotizen. Mithilfe dieser Funktionen können auch Transforms angewendet werden, um EDLs zu erstellen, wie zum Beispiel Scan-Listen, ASC Color-Metadaten, etc.

Die neuen HD-Systeme sollen ab dem 2. Quartal 2008 in verschiedenen Versionen verfügbar sein. Die neuen Konfigurationen von Media Composer und Symphony sind zudem für Mac OS × Leopard-, Windows XP- und Vista-Plattformen zertifiziert, NewsCutter für Windows XP und Vista. Alle Ausführungen der Media Composer- und NewsCutter-Systeme bieten dasselbe Software-Toolset – mit zusätzlichen Fähigkeiten, je nach Hardware-Option.
Die Matrox Video Products Group gab auf der NAB bekannt, dass die DSX-Produktfamilie des Unternehmens jetzt native Unterstützung für das MOV-Dateiformat bietet. OEMs können von den Matrox FLEX-Codecs für DV25, DV50, DVCPRO HD und Animations-RLE (Run Length Encoding – Lauflängenkodierung) profitieren, um Echtzeitleistung für HD- und SD-MOV-Dateien in einer PC-Umgebung zu erzielen.

„Da Final Cut Pro in Broadcast-Umgebungen allgegenwärtig wird, ist Kompatibilität für unsere OEM-Kunden, die Medienserver und Broadcast-Grafiksysteme entwickeln, von höchster Bedeutung“, meinte Alberto Cieri, Leiter der Vertriebs- und Marketingabteilung bei Matrox. „Unsere Unterstützung für das MOV-Dateiformat sorgt nicht nur für Kompatibilität, sondern verbessert auch die Wiedergabeleistung und macht zudem zeitaufwändige Dateiformat-Konvertierungen überflüssig.“
Die native Unterstützung von MOV-Dateien auf der Matrox DSX-Plattform sei mit drei wesentlichen Vorteilen verbunden: In Kombination mit der DSX-Hardware von Matrox bietet sie Multistream-Erfassung und -Wiedergabe von DVCPRO HD in Echtzeit – und zwar direkt über MOV-Dateien. Eine Konvertierung ist nicht erforderlich. Obwohl weitgehend der Animations-RLE-Codec von Apple als Exportformat für Grafiken und Animationen verwendet wird, ist in einer PC-Umgebung in der Regel eine Konvertierung erforderlich, um eine Echtzeitwiedergabe zu erzielen. Die Animationsdecodierung von Matrox ermöglicht die Echtzeitwiedergabe dieser Dateien in ihrem nativen MOV-Dateiformat. OEMs können Systeme erstellen, die MOV-Dateien innerhalb desselben Wiedergabestreams nahtlos mit AVI-, MXF- und MPG-Dateien mischen.

Displays
Einige Innovationen waren auf der NAB 2008 auch im Display-Sektor auszumachen.
Focus stellte hier eine Vorabversion des bald verfügbaren Klasse 1-Displays vor. „Überzeugend ist die Verbindung von traditionell solider Verarbeitung mit vielen neuen Features – wie speicherbare Presets, hinterlegte Testbilder und eine noch bessere Bildverarbeitung – zu einem attraktiven Preis“, erklärte Max Below, Leiter Produktvertrieb bei Studio Hamburg MCI, dem deutschen Vertriebsunternehmen von Focus-Produkten.

Neben den beliebten 24“ Displays, die wegen ihrer hervorragenden Delaywerte und Farbwiedergabe bereits zum Grading und zur Kamerasteuerung eingesetzt werden, präsentierte Focus das 9“-Duo als 19“-Rackeinbau. „In nur 4 HE sind zwei 16:10 9“ Displays untergebracht, inklusive UMDs und Tally – ohne den 16:9-Bildinhalt zu verdecken“, sagte Below. Die Dateneingabe könne manuell oder automatisiert seriell oder per TCP/IP erfolgen. Wie gewohnt seien diese Optionen natürlich auch für alle anderen Focus-Modelle verfügbar.

Sony stellte den neuen LCD-Referenzmonitor BVM-L420 mit 42“ Display, TRIMASTER-Technologie und nativer Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixeln vor. Dank seiner Größe und seiner ausgereiften Funktionen eignet sich der neue Monitor nach Angaben von Claus Pfeifer, Produktmanager Broadcast Solutions, Broadcast & Professional Sony Europe, auch für sehr anspruchsvolle Videoanwendungen, bei High-End-Postproduktion, beim Colour Grading, bei Telecine- und Digital Intermediate-Aufgaben ebenso wie für die Programm-Überwachung in Regieräumen und Ü-Wagen.
Der neue 10 Bit-LCD-Bildschirm des BVM-L420 biete bessere Bildkontraste und präzisere Schwarzdetails, so dass er auch hohen Farbansprüchen genügt. Zusätzlich kommt eine neuartige LED-Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz, mit deren Hilfe Bewegungsunschärfen entfernt und gleichmäßige Schwarzwerte aufrechterhalten wird.

Auch die LMD-Serie professioneller LCD-Bildschirme wird ausgebaut: Sony ergänzte das Portfolio um zwei Displays in den Formaten 17“ und 42“. Der LMD-4250W bietet 42“, volle HD-Auflösung von 1920 × 1080 sowie Einfach-, Vierfach- und Multi-Viewing-Funktionen. Das 17“-Modell, das sich ideal für Rack-, Desktop- und mobile Anwendungen eignet, verfügt über eine Auflösung von 1.280 × 768 (WXGA). Der LCD-Videomonitor BVM-L420 soll ab Sommer 2008 erhältlich sein. Als Technologiestudie zeigte Sony auf Basis der TRIMASTER-Technologie auch einen 56“-Monitor mit 4-fach Full-HD-Auflösung.
Der neue 24“ Studio Multiformat-LCD-Monitor HLM-2400 von Ikegami bietet volle HD-Auflösung (Native 1920x1080 Bildpixel) und ist mit seinen universellen Anschlüssen und der breiten Palette an Auflösungen für den Studio-Betrieb prädestiniert. Mit dem HLM-2400 soll die Lücke im Studio-Betrieb, welche mit der Einstellung der Röhrenfertigung im Monitorbereich einherging, wieder geschlossen werden. Der HLM-2400 bietet unter anderem echte 1.920 × 1.080 Auflösung, HD-SDI / SDI Auto-Sensing-Eingänge mit Time-Code Display, 1:1 Scaling Mode für pixelgenaue 720p-Darstellung, embedded Audio mit bis zu 12 Audio Level Anzeigen, er akzeptiert 1080/24psf Signale und verfügt über ein DVI-D (HDMI kompatibles) Interface und eingebaute Stereo-Lautsprecher.
Panasonic kündigte auf der NAB den 120-Hz 17“-Monitor BT-LH1760 an. Der für High-End-Produktionen geeignete LCD-Monitor bietet hervorragende Bildqualität und integriert Features wie Vectorscope- und Waveform-Kontrolle. Er arbeitet mit dem neuen In-Plane Switching (IPS) Panel mit 1.280 × 768 Pixel nativer Auflösung.

Audio und Kommunikation
Clear-Com war mit seinem Eclipse Intercomsystem auf der NAB präsent und zeigte hier unter anderem die neue, deutlich erweiterte Konfigurationssoftware ECS in der Version 5.0. Viele weitere Funktionen sind eingepflegt worden, die das Arbeiten mit dem Eclipse Intercomsystem erleichtern. Bis zu 15 Matrizen können über einen doppelt redundanten Fiberring zu einem hochleistungsfähigen System verkoppelt werden, wobei jeder Teilnehmer non-blocking über das Gesamtsystem verfügbar ist. Die neuen V-Serie-Bedienstellen bieten gut lesbare zehn Charakter pro Taste. Jeder Koppelpunkt lässt sich individuell regeln. Die Bedienstellen können neben CAT5 auch über Koax mit der Matrix verbunden werden. Ein integrierter DSP ermöglicht vielseitige Funktionen wie zum Beispiel „Listen Again“ oder summierendes Hören.

FreeSpeak, die kabellose Sprechstelle, ist matrixintegriert und damit intelligent in das System integriert. Eine Eclipse Matrix kann theoretisch erstmalig bis zu 250 kabellose FreeSpeak-Sprechstellen verwalten. FreeSpeak zeichnet sich durch digitale, vollduplex Funktionalität aus und ist dabei sowohl lizenzfrei als auch voll konfigurierbar für Gruppen oder Punkt-zu-Punkt Kommunikation.

Riedel Communications feierte auf der NAB 2008 in Las Vegas das Debut von Version 5.70 der Konfigurationssoftware Director. Neben zahlreichen neuen Funktionen und Verbesserungen ist sie jetzt vollständig mit Windows Vista kompatibel. Unter den neuen Funktionen befindet sich beispielsweise ein „Scheduler“, der automatisch Konfigurationsänderungen zu festgelegten Zeitpunkten veranlassen kann.

Gemäß Riedels Ansatz, Kommunikation in höherem Maße in die gesamte Rundfunkstudio-Umgebung zu integrieren, unterstützt Director jetzt auch die Programmierung von integrierten Intercom-Sprechstellen in Stagetec Aurus-Konsolen. Die Integration von Artist-Sprechstellen in digitale Audio-Konsolen ist möglich, da Artist-Sprechstellen über ein AES-Signal an die Intercom-Matrix angebunden sind. Dabei verwendet das Artist-System die User-Bits des AES-Signals zur Übertragung der Sprechstellen-Daten. Durch diese Integration von Intercom und digitaler Audio-Routing-Umgebung kann eine zusätzliche Verkabelung entfallen. Auch Produkte von LAWO, SSL und Studer unterstützen die Integration von Artist-Sprechstellen.

Riedel stellte zudem das aktualisierte Performer System Interface C44plus vor. Das C44plus dient der nahtlosen Einbindung digitaler Partylines in Matrix Intercom Systeme sowie als Stand-Alone-Matrix für kleinere Anwendungen. Die neue Version verfügt über einen USB-Anschluss auf der Vorderseite, um mit der neuen Performer-Audio-Assignment-Software die interne 24x24 Matrix zu konfigurieren.
Gezeigt wurde in Las Vegas ferner Riedels neue, integrierte Intercom-over-IP-Lösung für die digitale Matrix-Intercom Plattform Artist. Das System nutzt IP-basierte Netzwerke für Intercom-Anwendungen und ermöglicht Verbindungen von Matrix zu Matrix, die Anbindung von Sprechstellen an die Matrix sowie die Übertragung von Audio (4-Draht) über IP.

Die neue VOIP-108 G2 Client Card wandelt acht Artist-Matrix-Ports in einen komprimierten IP-Datenstrom und umgekehrt. Um stets eine gute Audioqualität sicherzustellen, kann der Anwender zwischen einem High-Quality-Modus mit einer Audiobandbreite von 6 kHz und einer Datenrate von weniger als 80 kBit/s (inklusive Sprechstellendaten) und einem Low-Traffic-Modus mit 4 kHz Audiobandbreite und einer Datenrate von weniger als 40 kBit/s (inklusive Sprechstellendaten) wählen. Die VOIP-108 G2 Client-Card kommuniziert entweder mit weiteren VOIP-108 G2-Karten in entfernten Artist-Systemen, beispielsweise für Trunking-Anwendungen, oder mit Riedels neuem Connect IPx8 Sprechstellen Interface.
Das 19“/1HE-Interface Connect IPx8 wandelt acht AES-Signale oder analoge Audio-Signale in einen komprimierten IP-Datenstrom und umgekehrt. Das Gerät ist in drei Varianten mit unterschiedlichen Interface-Optionen erhältlich: Die CAT5- und COAX-Versionen dienen dem digitalen Anschluss von Sprechstellen und weiteren AES-Signalen. Die AIO-Version zielt auf die Anbindung von 4-Drähten und weiteren analogen Quellen. Über den Connect IPx8 lassen sich bis zu acht Sprechstellen der Artist 1000, 2000 oder 3000 Serie mit voller Funktionalität über IP-Netzwerke absetzen. Die Sprechstellen verhalten sich dabei genau so, als wären sie direkt mit der Studio-Matrix verbunden.

Sennheiser stellte in Las Vegas das neue Studiomikrofon MKH 800 TWIN vor. Es basiert auf dem HF-Kondensatormikrofon MKH 800 — und eröffnet dabei vollkommen neue Dimensionen für Toningenieure in den Bereichen Rundfunk, Studio und Filmton. Denn das MKH 800 TWIN ist ein Doppelkapselmikrofon, dessen zwei Tonsignale separat am Mikrofonausgang zur Verfügung stehen. Damit muss die Richtcharakteristik nicht vor der Aufnahme am Mikrofon eingestellt werden, sondern kann unter Abhörbedingungen am Mischpult ferneingestellt und korrigiert werden, sogar noch bei der Postproduktion.
„Mit der stufenlos einstellbaren Richtcharakteristik können Tonmeister und Aufnahmetechniker ohne großen Aufwand neue Einstellungen probieren und den Klang am Mischpult optimieren“, erläuterte Sebastian Schmitz, Sennheiser-Produktmanager für Mikrofone. „Alle Übergangsformen zwischen den einzelnen Richtcharakteristiken sind möglich.“

Die Signale der beiden hochlinearen Gegentaktwandler werden separat ans Mischpult geführt; durch die Änderung der entsprechenden Fader-Einstellung und Signalphase wird die Richtcharakteristik erzeugt. „Das MKH 800 TWIN lehnt sich klanglich an unsere neue MKH 8000-Serie an“, erklärt Sebastian Schmitz weiter. „Es löst fein auf und besitzt bei großer Neutralität und Transparenz einen natürlichen, warmen Klang.“
Auch das neue Mitglied der MKH-Familie zeichnet sich durch ein extrem geringes Eigenrauschen aus, so dass selbst feinste Klangstrukturen und die Tiefe des Raums gut durchhörbar sind. Der Übertragungsbereich reicht bis 50.000 Hz, was das Auflösungsvermögen für komplexe akustische Details erhöht, besonders bei hochwertigen digitalen Audioformaten mit hohen Sampling-Raten. Die gewählte Richtcharakteristik bleibt über den gesamten Frequenzbereich weitgehend gleichmäßig.
Durch die kompakte Bauform lässt sich das MKH 800 TWIN unauffällig plazieren — besonders wichtig für Filmton und Live-Aufnahmen. Speziell für diese Anwendungen gibt es neben der nickelfarbenen Variante ein mit dunkelgrauem Nextel beschichtetes Modell, das störende Lichtreflexionen vom Mikrofon unterbindet.

Studer stellte auf der NAB unter anderem das Mischpultsystem OnAir 2500 vor. Es tritt die Nachfolge des weltweit erfolgreichen OnAir 2000 an, zeichnet sich durch sein kompaktes „All-in-One“-Design aus und basiert auf der bewährten stabilen Software des OnAir 3000. Das umfangreiche Set an Inputs und Outputs sowie DSP und Controller sind direkt im Frame integriert, die Konsole hat also keinen separaten Core.

Falls diese nicht ausreichen, lässt sich eine I/O-Erweiterung mittels einem D21m-Frame realisieren, der dem OnAir 2500 die gesamte Palette an Interfaces des STUDER Standard I/O-Systems zugänglich macht. Zur Palette der Erweiterungen zählt neben der möglichen Integration des Studer-Call-Management-Systems auch die Vernetzung mit dem OnAir 3000 via I/O-Sharing und viele weitere Zusatzoptionen. Mögliche Einsatzbereiche für das OnAir 2500 ist das Studio, aber auch die mobile Nutzung im Übertragungswagen. Es ist in drei Standardvarianten mit 12, 18 und 24 Fadern erhältlich. Studer hat zur NAB auch die neue Version 4.0 des Bediensystems für die Vista-Konsolen vorgestellt.

Neuer Sound Devices Recorder 788T

Mit ihren kompakten HD-Recordern hat sich die kleine, amerikanische Firma Sound Devices innerhalb kürzester Zeit einen festen Platz in der Recordingszene gesichert. Auf der NAB präsentierte das Unternehmen den neuen 788T, ein digitaler Audiorecorder für die Produktion mit acht Eingängen, acht Audio-Spuren und integriertem Timecode, der auf der 7er Serie von Sound Design aufbaut. Die Eingänge (mic + line) bieten unter anderem Solo Monitoring, 48-V-Phantom Power für Kondensator-Mikrofone, Limiter, Polumkehrung, Peak-Limiter, anpassbare Hochpass-Filter und anpassbare Delays. Jeder Kanal verfügt über ein eigenes Peak/VU-Meter mit 13 LEDs. Jeder Eingang kann entweder auf gemischte oder einzelne Spuren geschaltet werden.

Der 788 T bietet drei Optionen zur Aufnahme von Tondaten: eine interne SATA-Festplatte mit 160 GB, Compact-Flash-Medien mit UDMA-Unterstützung oder eine externe FireWire-Festplatte oder einen DVD-RAM-Brenner (mit Stromversorgung über den Bus). Diese können auch gleichzeitig verwendet werden. Mit einem Mac oder Windows-Rechner kann der 788 T über FireWire 400/800 oder per USB verbunden werden und fungiert dann als Massenspeicher.
Zur Kommunikation mit Mischern und Kameras via AES3 bietet der Recorder acht symmetrische AES3-Eingänge und sechs symmetrische AES3-Ausgänge. Er kann über eine externe Weltuhr oder per Video-Sync getaktet werden. Ein integrierter Timecode-Generator/-Leser bietet Autorecord-Features. In Deutschland wird Sound Devices über Ambient Recording in München vertrieben.

Holophone zeigte mit H4 SuperMINI das weltweit erste Surround-Mikrofon mit Kamera-Mount. Es verfügt jetzt mit dem H4 Multi-Kabel über zusätzliche Anschlussmöglichkeiten. Das Kabel sorgt für eine Reduzierung der H4 SuperMINI-Höhe auf der Kamera und erlaubt, die Encoder-, Preamp- und Monitor-Module an verschiedenen Kamerastellen zu montieren. Mit dem H4 Multi-Cable lässt sich der Mikrofonkopf der H4 SuperMINI über ein Kabelschuh-Anschlusss direkt verbinden, und der Mikrofon-Encoder kann entweder an der Seite der Kamera angebracht oder als Beltpack getragen werden. Das H4 Multikabel ist in zwei Längen verfügbar (90 cm und 150 cm). Neu ist auch, dass die H4 SuperMINI Mikrofon-Encoder neben den 3.5mm Stereo Outputs einen 6-Pin Mini XLR-Ausgang haben.

Miranda Technologies Messeauftritt in Las Vegas stand unter dem Motto „Rethink 5.1 Audio for HD“. Auf der NAB wurden neue HD Audio-Features für Mirandas Imagestore 750 Master Control Switching und Branding Grafik-Prozessor vorgestellt, einschließlich Dolby E/AC-3 Encoding/Decoding. Das bislang teure und komplexe Encodieren und Dekodieren von Dolby E and AC-3 Audio in den Hauptschalträumen soll mit dem Imagestore 750 jetzt einfacher und kostengünstiger über die Bühne gehen. Stereo-Upmix auf 5.1 mit der linearen Acoustic UpMax-technologie, Audio-Downmix auf Video-delay, Lautstärken-Messung und -Kontrolle ist ebenfalls in dem System möglich.

Der im Imagestore 750 integrierte Audiomischer bietet leistungsstarkes Audio-Prozessing für insgesamt 16 Audio-Kanäle, de-embedded von jeweils vier Video-Inputs, zusammen mit bis zu 32 AES-Kanäle. Die Audio-Kanäle können beliebig gemischt und modifiziert werden, bevor sie in die Video-Output eingebettet oder als diskrete AES-Kanäle bereit gestellt werden.

Signalverarbeitung und Distribution
Gefen hat zur NAB unter anderem seine 4x4 Component Audio Matrix vorgestellt. Sie schaltet HD & SD Video in Auflösungen bis zu 1080p plus Stereo Audio. Der Matrix Switcher bietet ein Höchstmaß an Flexibilität für integrierte Systeme. Die Matrix arbeitet mit DVD-Playern, Spielekonsolen, Set-Top-Boxen etc. Die Steuerung erfolgt über die im Lieferumfang enthaltene IR-Fernbedienung oder über RS232.
Außerdem gezeigt wurden zwei neue Video-Scaler: Der „Home Theater Scaler Plus“ erlaubt die Verbindung von zwei HDMI-Quellen mit getrenntem Digital Audio, einer Komponenten-Video-Quelle mit analogem Audio oder einer Composite- beziehungsweise einer S-Video-Quelle mit analogem Audio mit einem einzigen HDMI-Display. Der Scaler konvertierte analoge Signale in digitale Formate, ermöglicht HD-Output für jede Quelle, skaliert Video in alle Auflösungen von 480i bis 1080p und erlaubt das Hin- und Herschalten zwischen den Quellen.
Der zweite neue Scaler ist der „VGA auf DVI Scaler Plus“ erlaubt den Anschluss analoger Quellen an digitale Displays und einen skalierbaren HD-Output bis zu 1080p oder 1.920x1.200.

Gefen bietet eine große Auswahl an Lösungen zum Verlängern, Schalten, Verteilen und Konvertieren von A/V- und IT-Signalen. Auf der NAB präsentiert Gefen zwei neue Plug- and Play-Video-Scaler. Der Home Theater Scaler Plus bietet die Möglichkeit, zwei HDMI-Quellen mit separatem digitalen Audio, eine Component-Video-Quelle mit analogem Audio sowie entweder eine S-Video- oder FBAS-Quelle mit analogem Audio an ein einziges HDMI-Display anzuschileßen.
Der Scaler übernimmt die A/D-Wandlung der analogen Quellen, skaliert alle Inputsignale zur einer Auflösung bis zu 1080i und dient als Umschalter zwischen den Quellen. Der VGA to DVI Scaler Plus ermöglicht den Anschluss analoger VGA-Quellen an Displays mit digitalen DVI-Eingängen. Neben Scaling (bis zu 1080p oder 1920x1200) bietet das Gerät erweiterte Funktionen wie Aspect Ratio Control, Farbkorrektur und Noise-Reduction.
Telestream zeigte auf der NAB 2008 FlipFactory New Media. Mit diesem System lässt sich die Bearbeitung von digitalem Video für diverse Medien von IPTV über VOD bis hin zu HD, Web und Mobile automatisieren. Zudem wurde mit der FlipScan-Technologie eine weitere Neuigkeit gezeigt. FlipScan analysiert Videos, die von Anwendern in eines der zahlreichen Video-Portale eingestellt wurden. Eine weitere Workflow-Lösung ist Pipeline Quad von Telestream. Sie bietet nicht-paralleles Encoding und fügt sich wahlweise in Apple Final Cut oder Technologie FlipFactory und Episode. Und nicht zuletzt stellt man bei der NAB 2008 die Lösung Episode Podcast her. Sie wurde für den Podcast Producer von Mac OS × Server v10.5 Leopard entwickelt.

Telestream bietet Transcoding-Lösungen für jeden Bereich der digitalen Medien – von Ingest bis Distribution (HD, VOD, IPTV, Mobile), von Consumer Anwendungen bis hochperformanten Desktop und Server-Cluster Systemen.
Auf der NAB zeigt Telestream mit dem 4-Kanal Netzwerk-Encoder Pipeline Quad das neueste Modell aus der innovativen Pipeline-Serie. Mit Pipeline bietet Telestream Echtzeit-Hardware-Encoder mit Ethernet-Schnittstelle. Pipeline encodiert SDI-Signale in Echtzeit in zahlreiche professionelle Videoformate wie DV, IMX 20/30/50 oder MPEG-2 I-Frame.

Der Zugriff auf Pipeline kann von jedem beliebigen Rechner über ein konventionelles Computernetzwerk erfolgen, so dass zum Beispiel mehrere NLE-Systeme mit Pipeline eine gemeinsame SDI-Ingestmöglichkeit haben. Neben SDI-Ein- und Ausgängen bietet Pipeline auch Maschinensteuerung via RS-422. Am Messestand demonstriert Telestream die Einbindung von Pipeline in Episode Engine, FlipFactory und Apple Final Cut Workflows.

Mit Epsiode Podcast stellt Telestream das neueste Mitglied der Episode Familie für Apple Systeme vor. Episode Podcast wurde speziell für Apples Leopard Server Podcast Producer entwickelt und erweitert die Apple-Workflows um die Möglichkeit, große Datenmengen unkompliziert aus nahezu jedem beliebigen Videoformat in das passende Zielformat für PCs, Macs und mobile Geräte zu transcodieren.
Signiant ist ein intelligentes Filetransfersystem, welches eine Vielzahl von alten und neuen Technologien perfektioniert kombiniert. Es basiert auf Agenten (Sende- und Empfängerstationen), zwischen denen uni- oder bidirektionale Transfers stattfinden können. Mit Signiant werden große Datenmengen sicher, zeitgenau und schnell übertragen. Es handelt sich hierbei um den einzigen Anbieter, der mit einer offenen Softwarelösung Datentransfers managed, sichert, automatisiert und deutlich beschleunigt. Damit verbessert Signiant dateibasierte Arbeitsabläufe entscheidend.

Auf der NAB wurde ein Schwerpunkt auf die Integration in bestehende Infrastrukturen gelegt: Große Videodaten stehen weltweit, automatisiert und digital signiert, zu einem festgelegten Zeitpunkt an einer definierten Stelle für eine weitere Bearbeitung bereit.

Nach der Übernahme der Video Products Group (VPG) nutzte Network Electronics die NAB zur ersten öffentlichen Präsentation der VPG-Produkte in die eigene Produktlinie zum Aufbau eines kompletten Angebots für die Video-Distribution. Dazu zählen die optischen Lösungen von Flashlink, VikinX Router und die Kompressions- und Übertragungs-Lösungen der Ventura-Produktreihe. Für Flashlink und Ventura wurden neue Lösungen zum einfachen Umstieg auf HD-Übertragungen vorgestellt. Highlights waren der elektrische und optische Frame Synchronizer Flashlink FRS-HD-DMUX und der Down Converter DWC-HD-DMUX HD. Im Ventura-Produktbereich stellte Network Electronics JPEG2000 Encoder und Decoder und ein 8-Kanal HD Multiplexer für SONET/SDH Netzwerke vor.

Omnneon stellte auf der NAB die hochleistungsfähige File Transport Engine ProCast, ein Produkt der im Dezember 2007 übernommenen Firma Castify Networks, in den Vordergrund des Messeauftritts. Die ProCast-Technologie beschleunigt Filetransfers über WAN (Wide Area Network) und erlaubt es, große Mediendateien über große Entfernungen zu verschicken. „Das funktioniert so einfach wie bei lokalen Übertragungen“, erklärte Marketing-Chef Geoff Stedman. Die mit ProCast erzielte Filetransfer-Geschwindigkeit sei deutlich besser als bei FTP-Transfers und würde nicht durch die Entfernung beeinflusst.
Ein einstündiger DV25 File, der von Los Angeles nach New York via 450 Mb/s Verbindung würde 30 Stunden mit FTP benötigen, aber nur drei Minuten mit ProCast. Der slebe File von Peking nach New York würde 69 Stunden mit FTP benötigen, aber immer noch nur drei Minuten mit ProCast. ProCast ist mittlerweile voll integriert in die Omneon-Server- und Speicher-Produkte (MediaGrid, Spectrum, and MediaDeck). Das System erlaubt Point-to-Point- und Point-to-Multipoint-Übertragungen.

Mess- und Sendetechniktechnik
Rohde & Schwarz war auf der NAB 2008 gleich an zwei Ständen in der Central Hall vertreten. Am Hauptstand zeigte man neueste Sende- und Messtechnik und an einem weiteren Stand zusammen mit Partnern den Standard A-VSB, eine neue Mobil-TV-Lösung für ATSC, an dessen Entwicklung das Unternehmen maßgeblich beteiligt ist.

Das Produktportfolio des Unternehmens unterstützt die weltweit meistverbreiteten digitalen Rundfunkstandards. Darunter finden sich ATSC, DVB-T/-H, DMB-TH, MediaFLO, DMB-T, T-DMB, DAB sowie ISDB-T. Ganz neu angeboten wird nun auch der brasilianische digitale Rundfunkstandard ISDB-TB für die TV-Sender von Rohde & Schwarz.
Ein Highlight am Hauptstand war die erstmalige Präsentation der neuen Mittelleistungssender-Familie R&S Nx8300 mit einem extrem hohen Wirkungsgrad zur Energieeinsparung. Die digitale Ausgangsleistung je nach Standard beträgt bis 1,8 kW in nur einem Rack. Durch eine neue Verstärkertechnologie und eine optimierte Kühlung konnte laut Rohde & Schwarz der Energieverbrauch bis zu 15 Prozent reduziert werden.
Die neuen Mittelleistungssender wurden auch in einer speziellen Outdoor-Ausführung für den schnellen Aufbau von Netzen für Mobile-TV gezeigt. Dazu wurden die Senderkomponenten in ein wetter- und temperaturbeständiges kompaktes Gehäuse integriert. Eine redundante Air-Condition, die den Sender beheizt oder kühlt, macht ihn besonders ausfallsicher.

Eine neue Lösung aus der Messtechnik war der Video-Signalgenerator R&S DVSG, der umfangreiche Tests von TV-Displays in Entwicklung und Produktion ermöglicht. Er bietet laut Rohde & Schwarz die derzeit größte Vielfalt an Schnittstellen und Testsignalen in nur einem Gerät.
Neue Optionen für MPEG-2-Transportströme präsentierte Rohde & Schwarz für den TV-Analysator R&S ETL. Er vereint nun die Funktionen eines RF-TV-, eines MPEG-2- und eines Spektrumanalysators und dient als universelle Messplattform. Netzbetreiber können damit alle notwendigen Messungen an TV-Sendern sowie Kabelkopfstationen vornehmen. Der R&S ETL unterstützt ATSC, DVB-T/-H, DTMB, DAB und DVB-C sowie die meist verwendeten analogen TV-Standards.
Tektronix stellte auf der NAB neue Funktionen des im letzten Jahr eingeführten HD Picture Quality Analyzer PQA500 vor.

Dazu gehört unter anderem die simultane Erzeugung und Erfassung von Videodaten über SDI. Dieses Merkmal erhöht den Nutzen des PQA als Diagnoseinstrument und macht zusätzliche Geräte und Platzerfordernisse für die Generierung einer Test-Videosequenz überflüssig. Die Fähigkeit, die vom PQA5000 ermittelten Ergebnisse bis auf Frame-Ebene genau anzugeben, ermöglicht dem Ingenieur laut Tektronix ein effizienteres Arbeiten.
Tektronix präsentierte zudem HF-Generatoren, -Multiplexer und -Analyseinstrumente, die den ISDB-TB-Standard für Brasilien unterstützen sowie zwei Neuheiten für den modularen Präzisions-Multiformat-Signalgenerator TG700. Die erste ist ein 3 GBit/s-SDI-Modul, das via SDI-Schnittstelle eine Auflösung von 1080p über eine einzige Verbindung unterstützt. Die zweite vorgestellte Neuheit ist ein GPS-Modul, mit dem der TG700 als Haupttaktgeber und Synchronisierungssystem, einschließlich Videoreferenz und Zeitcode, fungieren kann. Eine GPS-Uhr kann die Konfiguration in der Sendeanstalt vereinfachen, da sie alle notwendigen Taktsignale von einer einzigen, weltweiten Referenz bezieht.
Für Cerify, dem vollautomatischen System zur Überprüfung dateibasierter Inhalte, waren Prototyp-Anwendungen in Verbindung mit den Program Optimizern Dolby DP600 und DP600-C auf dem Dolby- und dem Tektronix-Stand zu sehen.

Dolby Laboratories ist ein Mitglied der Cerify Developer Community (CDC). Diese Demonstrationen sind laut Tektronix das Ergebnis einer gezielten Investition, mit der das Unternehmen und seine Partner die Interoperabilität der verschiedenen Komponenten innerhalb der komplexen Arbeitsabläufe von Einspeisung, Verwaltung und Austausch dateibasierter Inhalte sicherstellen wollen.
Eckhard Eckstein (MB 06/08)

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