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Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei und für Medien zuständiger Staatssekretär des Landes Nordrhein-Westfalen ©Land NRW / R. Sondermann

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Global Media Forum statt Medienforum NRW

Das Medienforum NRW wird es in seiner bisherigen Form nicht mehr geben. Es soll durch ein ganzjährig ausgelegtes Veranstaltungskonzept ersetzt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Global Media Forum (GMF) der Deutschen Welle. Das kündigte Medien-Staatssekretär Nathanael Liminski am 21. Oktober 2018 im NRW-Landeshaus an.

Das Medienforum NRW ist in den letzten Jahren mit wechselnden Konzepten nur noch als eintägige Veranstaltung über die Bühne gegangen, zuletzt im Rahmen der ANGA COM. 2018 mußte man ganz die Segel streichen. Nun hat die Landesregierung die neue Event-Stregegie für das Medienland NRW vorgestellt und dabei das Global Media Forum (GMF) der Deutschen Welle als zentrale internationale Medienkonferenz präsentiert.

„Mit vereinten Kräften und unserer Förderung wollen wir das seit vielen Jahren etablierte und überaus erfolgreiche Global Media Forum am internationalen Standort Bonn Schritt für Schritt weiterentwickeln. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Welle haben damit das Ziel, das Global Media Forum zu einem festen Treffpunkt der deutschen und internationalen Medienbranche zu profilieren", betonte Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei und für Medien zuständiger Staatssekretär des Landes Nordrhein-Westfalen, bei einem Pressegespräch im NRW-Landeshaus.

Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle: „Um das Global Media Forum weiter zu stärken und als eine der wichtigsten internationalen Medienkonferenzen zu etablieren, wünschen wir uns neben dem Auswärtigem Amt weitere starke Partner wie das Medien-Digital-Land Nordrhein-Westfalen.

Das GMF bietet dem Land die Möglichkeit, sich einem globalen Publikum als innovativer Medien- und Digitalstandort zu präsentieren. Wir erhoffen uns, dass Nordrhein-Westfalen die bestehenden Netzwerke aus den Bereichen Medien, Wirtschaft, Bildung und Institutionen einbringen wird, damit wir unsere internationalen Kontakte mit deutschen Medienschaffenden und Entscheidungsträgern vernetzen können.“

Staatssekretär Liminski erläuterte, dass die Landesregierung im Zuge intensiver Beratungen im Beirat Medien-Digital-Land Nordrhein-Westfalen entschieden habe, künftig kein Medienforum NRW alter Prägung mehr zu veranstalten. An dessen Stelle tritt ein ganzjährig ausgelegtes Veranstaltungskonzept: „Es wird kein Medienforum NRW alter Prägung mehr als einzelnen Kongress geben. Dieses Veranstaltungsformat hat sich überlebt und ist in der Branche nicht mehr gefragt. ‚Medienforum NRW‘ ist in Zukunft das ganze Jahr. Wir versuchen nicht mehr mit einer mehrtägigen Konferenz praktisch alles und jeden zu erreichen. Stattdessen sorgen wir mit einem breit gefächerten Angebot von etablierten und auch neuen Formaten dafür, dass es für jede Zielgruppe fokussierte Angebote und Raum für Debatten zu allen Fragen gibt, die die Branche bewegen. Dafür werden wir die Perlenkette an erfolgreichen Veranstaltungen und Formaten des Medien-Digital-Landes polieren und profilieren. Das Global Media Forum spielt hier eine Schlüsselrolle als Ort der Diskussion über ethische und technologische Fragen rund um Journalismus mit Zukunft.“

Das 12. Deutsche Welle Global Media Forum (GMF) findet vom 27. bis 28. Mai 2019 in Bonn unter dem Titel „Shifting powers“ statt. Der internationale und interdisziplinäre Ansatz macht das GMF zu einer einzigartigen Veranstaltung. Medienschaffende aus der ganzen Welt diskutieren gemeinsam mit Entscheidern und Multiplikatoren aus Politik und Zivilgesellschaft, Kultur und Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft, wie sich vor dem Hintergrund der globalen Machtverschiebungen die Arbeit, Bedeutung und Vernetzung der Medien verändert. Für mehr als 2.000 Teilnehmende aus über 140 Ländern ist das GMF jedes Jahr „the place made for minds“. (11/18)

 

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