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ARD-Freie gründen bundesweite Interessenvertretung

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ARD-Freie gründen bundesweite Interessenvertretung

Die freien Medienschaffenden der ARD haben auf ihrem Kongress in Stuttgart einen gemeinsamen Freienrat gegründet. Unter dem Motto „Wir sind so frei!“ trafen sich am 21. und 22. April Freie aus ganz Deutschland beim SWR.

In den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gibt es rund 18.000 arbeitnehmerähnliche freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deren Situation ist in den einzelnen Anstalten sehr unterschiedlich. Während ihre Interessen beispielsweise im SWR vom Personalrat wahrgenommen werden, gibt es beim RBB und beim BR ein Freienstatut, im NDR überhaupt keine offizielle Vertretung. Der neue Freienrat will sich bundesweit vernetzen und so die Interessen der Freien schlagkräftiger vertreten können.

Auf dem ARD-Freienkongress fanden die beiden Podiumsveranstaltungen und die insgesamt zehn Panels reges Interesse. Bei den beiden Podien betonten die Freien, dass ohne sie kein Programm zu machen sei und forderten mehr Rechte und eine bessere Absicherung. In den Panels lieferten Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) sowie Sozialversicherungsexperten nützliche Informationen für Beschäftigte im Freienstatus. Die Botschaft aller Referenten war eindeutig: „Verschenken Sie keine Zuschüsse, tun Sie was.“ Bei weiteren Panels erklärten Gewerkschaftsvertreter, wie Freie vom neuen Urheberrecht profitieren können und was neue Tarifverträge angesichts des Spardrucks im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bringen.

Der ARD Freienkongress fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Die Teilnehmer beschlossen, ihn zu einer bleibenden Institution zu machen. Auch 2018 werden die Freien wieder in einer ARD-Anstalt zusammenkommen, um Probleme zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. (4/17)

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