Mebucom / News / Medienpolitik / ARD/ZDF begrüßen Schweizer Votum zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk
ARD/ZDF begrüßen Schweizer Votum zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk

News: Medienpolitik

ARD/ZDF begrüßen Schweizer Votum zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Die "No Billag"-Initiative in der Schweiz, zur Abschaffung der dortigen Rundfunkgebühren, ist gescheitert. In einer Volksbefragung haben die Schweizer sich zur Beibehaltung ihres öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgesprochen. ARD und ZDF begrüßten das Abstimmungsergebnis auch mit Blick auf die Infragestellung des öffentlich-rechtlichen Systems in Deutschland.

"Das Abstimmungsergebnis freut mich sehr. Die Schweizerinnen und Schweizer haben damit ein Zeichen gesetzt und deutlich gemacht, welche Bedeutung der öffentlich-rechtliche Rundfunk für eine pluralistische Gesellschaft hat. Auch in Deutschland müssen sich ZDF und ARD richtigerweise immer wieder einer Legitimationsdebatte stellen und um die Akzeptanz bei den Beitragszahlern kämpfen. Das Abstimmungsergebnis in der Schweiz ist ein ermutigendes Signal", erklärte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut in einer ersten Stellungnahme.  

Ulrich Wilhelm, ARD-Vorsitzender und Vertreter des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der EBU, sagte: "Die Schweizer Bevölkerung hat sich heute klar für den Erhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgesprochen. Dieses eindeutige Bekenntnis für den "Service public" mit seiner hochwertigen, regional vielfältigen Grundversorgung ist ein wichtiges Signal für unabhängigen Qualitätsjournalismus auch über die Schweiz hinaus. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der sich auch in Deutschland umfassenden Reformen vepflichtet hat, ist eine Klammer für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Solidarisch finanziert garantiert erallen Menschen - unabhängig von ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit - barrierefreien Zugang zu umfassenden Angeboten. Denn wer bei öffentlichen Gütern und hochwertigen Inhalten allein auf die Kräfte des Marktes vertraut, merkt: Mit einer Vielzahl an Marktlösungen und Bezahlmodellen wird es nicht gelingen, für die unterschiedlichsten Interessen ein so breites Gesamtpaket in dieser Qualität und regionalen Vielfalt zu liefern."

Der Programmdirektor des ZDF und Vorsitzende der 3sat-Geschäftsleitung, Dr. Norbert Himmler, betonte nach der Ablehnung der „No Billag“-Initiative in der Schweiz: „Die 3sat-Partner begrüßen das Ergebnis des Volksentscheids in der Schweiz“, sagte der  „Die SRG war in den vergangenen 34 Jahren ein verlässlicher Partner, der einen großen Beitrag zum Erfolg des Senders geleistet hat. Der Blick der Schweizer auf die Welt der Kultur und der Wissenschaft wird nun auch weiterhin in 3sat zu erleben sein.“ 3sat wird gemeinsam von ZDF, ORF, SRG und ARD getragen. (3/18)

Zurück