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Alexander Thies

News: Medienpolitik

DFFF-Mittel kochen weiter auf Sparflamme

Von einem falschen Signal für den Film in Deutschland spricht die Produzentenallianz im Zusammenhang der Etaterhöhung für Kultur und Medien. Die zusätzlichen Mittel würden die in diesem Jahr vorgenommene Kürzung für den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) nicht wieder kompensieren, heißt es in einer Mitteilung.

Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2016 sieht eine Erhöhung um satte 60 Millionen Euro für den Kulturhaushalt vor. Doch leider findet sich in der Pressemitteilung des BKM kein Hinweis darauf , dass die neuerliche Erhöhung auch dazu verwendet wird, den im vergangenen Jahr erneut um 10 Mio. Euro auf nunmehr 50 Mio. Euro gekürzten Deutschen Filmförderfonds DFFF wieder auf mindestens 60 Mio. Euro aufzustocken. Das enttäuscht die Filmproduktionsbranche sehr, wie es der Vorsitzender der Produzentenallianz-Sektion Kino Uli Aselmann zum Ausdruck bringt: „Dass der DFFF weiter auf der vollkommen unzureichenden Höhe von 50 Mio. Euro gehalten werden soll, ist ein betrübliches Signal für die Filmkultur in Deutschland. Dies ist umso bitterer, weil der BKM-Etat insgesamt wieder angehoben werden soll.“

Deutlicher noch wird der Allianzvorsitzender Alexander Thies (Foto), der bereits Arbeitsplätze in Gefahr sieht und von „einer Investitionsfalle“ für diejenigen Filmprojekte spricht, die lange vorbereitet wurden und nun nicht auf die einkalkulierten Mittel des DFFF zurückgreifen können, da diese bereits abgeschöpft sind. Das bedeutet, dass die Projekte ins nächste Jahr verschoben oder gar ganz abgesagt werden müssen.

Thies spricht deshalb „von einem weiteren bitteren Vertrauensschaden für den DFFF“, dessen Wirkung besonders auch auf ausländische Partner bei internationalen Koproduktionen fatal sei.: „Die Kürzung des DFFF um 10 Mio. Euro, die im Bundeshalt 2016 offenbar nicht rückgängig gemacht werden soll, bewirkt, dass über 60 Millionen Euro an Produktionswertschöpfung verloren gehen, den Verlust von hunderten Arbeitsplätzen und fehlende Steuereinnahmen, die den durch die DFFF-Kürzung ‚eingesparten‘ Betrag deutlich übersteigen.“ (7/15)

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