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EU-Gelder für TV-Produktionen

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EU-Gelder für TV-Produktionen

Creative Europe MEDIA ruft Produzenten von Fernsehprogrammen sämtlicher Genres dazu auf, dass ab sofort wieder Anträge im Rahmen von MEDIA TV Programming eingereicht werden können. Neu ist, dass fortan auch zweite Staffeln von Serien die Höchstsumme von 1 Million Euro beantragen können.

Die Förderung gilt für europäische Fernsehproduktionen mit Beteiligung von mindestens drei Sendern aus drei MEDIA Mitgliedsländern, wobei die Chance auf eine Förderzusage mit jedem Vorverkauf und jeder Koproduktion steigt. VoD- und SVoD-Dienste werden ebenfalls als Sender gezählt. Beantragt werden können für Spiel- und Animationsfilme max. 500.000 Euro oder 12,5% der anrechenbaren Kosten und für Kreative Dokumentarfilme maximal 300.000 Euro oder 20% der anrechenbaren Kosten.

Der Antrag muss spätestens am ersten Drehtag gestellt werden, es stehen 12,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Neuerungen: Es ist nicht mehr möglich, Finanzierungszusagen für das Projekt per Post nachzureichen, alle relevanten Dokumente müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung vorliegen. Das Projekt muss im Laufe der Förderungszeit einen internationalen Standard-ID-Code wie ISAN oder EIDR vorweisen.

Einreichtermine sind der 16. November 2017 und der 24. Mai 2018.

Dank großer Serienproduktionen flossen im Rahmen dieser Förderung 2017 bereits 1,81 Millionen Euro, das sind 30 Prozent der europäischen Gesamtsumme, nach Deutschland. Unter den geförderten Produktionen sind die Serie "Das Boot" von Bavaria Fernsehproduktion, Sky Deutschland und Sonar Entertainment, "Deutschland 86" von Ufa Fiction, die Dokumentarfilmserie "Der Krieg und ich" von Looks Film & TV und der Dokumentarfilm "No Country for the Poor" von DocDays Production.

Die Richtlinien und weitere Informationen finden sich hier.

Creative Europe ist das Förderprogramm der Europäischen Kommission für die audiovisuelle Branche sowie den Kultur- und Kreativsektor. Informationen zu Creative Europe geben die fünf deutschen Creative Europe Desks: Über das Teilprogramm Media informieren Büros in Berlin/Potsdam, Düsseldorf, Hamburg und München. Zum Teilprogramm Kultur berät das Büro in Bonn. (9/17)

© Foto: CED Hamburg

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