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Hörhammer moniert einseitige Deregulierung

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Hörhammer moniert einseitige Deregulierung

Karlheinz Hörhammer, Vorsitzender der Geschäftsführung von ANTENNE BAYERN, protestiert gegen die Position Bayerns beim Thema "regionale Werbung auf nationalen TV-Sendern" bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 25. März 2015.

„Mit Überraschung und Enttäuschung habe ich die Weigerung Bayerns bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 25. März 2015, einem Verbot regionaler Werbung für nationale TV-Sender im Rundfunkstaatsvertrag zuzustimmen, zur Kenntnis genommen. Ein hoch regulierter Hörfunkmarkt gerät weiter unter Druck durch eine einseitige Deregulierung“, kommentiert Karlheinz Hörhammer, Vorsitzender der Geschäftsführung von ANTENNE BAYERN, das Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz, dass es kein eindeutiges Verbot regionaler Werbung für nationale TV-Sender im Rundfunkstaatsvertrag geben wird.

„Dies ist umso unverständlicher, da die Bayerische Landeszentrale für neue Medien zur Zeit ein „Hörfunkkonzept 2020“ mit den unterschiedlichen Programmanbietern diskutiert, um die Wettbewerbsfähigkeit des privaten Hörfunks in Bayern auch mittelfristig zu gewährleisten“, fügt Hörhammer an.

Durch die Blockadepolitik Bayerns können nationale TV-Sender neben ihrer nationalen Werbevermarktung auch in die regionalen Werbemärkte eindringen und durch das Abschöpfen regionaler Werbeumsätze den Bestand der dortigen Anbieter erheblich gefährden.

Hörhammer weiter: „Die bayerische Staatsregierung, die vor vielen Jahren diese vielfältige private Hörfunklandschaft geschaffen hat, gefährdet nun genau diese durch so eine Maßnahme. Selbst wenn dies aus standortpolitischen Überlegungen entstanden sein sollte, dürfte der Eintritt vieler nationaler TV-Anbieter in diesen Markt zu erheblichen Problemen und massiven Umsatzeinbrüchen auf Seiten der privaten Hörfunkanbieter im Freistaat führen.“ (3/15)

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