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Neugestaltung der Beziehungen zwischen Produzenten und der ARD

ARD-Vorsitzender Peter Boudgoust begrüßte die Verständigung mit der Produzentenallianz: "Wir haben damit erneut unter Beweis gestellt, dass wir ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung der Verwertungsrechte entsprechend dem Grundsatz die Rechte folgen dem Risiko' gewährleisten."

Für Alexander Thies (Foto), Vorsitzender des Vorstands der Produzentenallianz, und Christoph Palmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Produzentenallianz, ist die erreichte Übereinkunft ein Meilenstein in den Beziehungen zwischen den deutschen Produzenten und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Und die "weitreichendste Verbesserung der Vertrags- und Arbeitskonditionen" für deutsche Produktionen seit sehr langer Zeit.
"Erfreulicherweise würdigen die Intendanten und Programmverantwortlichen der ARD, dass nur leistungsstarke Produktionsbetriebe, die auch für eine gestärkte Eigenkapitalbasis vorzusorgen in der Lage sind, die Qualität und Kreativität der Fernsehprogramme in Deutschland auf Dauer gewährleisten können", sagte Thies.

Im Vordergrund der Übereinkunft stand, die Angebotsvielfalt der Programme und das Interesse der Zuschauer an spannenden und informativen Geschichten und Unterhaltungsformaten zu sichern. Eine sichere finanzielle Grundlage einschließlich einer flexiblen Rechtevereinbarung bietet die beste Gewähr, dass auch zukünftig
Produzenten und Sender attraktive Programmangebote für die Zuschauer herstellen werden. "Wir sind in einer Qualitätspartnerschaft und haben mit dieser Verständigung einen großen Schritt in die Zukunft getan", erklärten Thies und Palmer.

Kern der künftigen Zusammenarbeit ist die Übereinstimmung, verstärkt auch teilfinanzierte Produktionen herzustellen, bei denen die Produzenten Rechte bei entsprechender finanzieller Beteiligung zurückbehalten können. Die ARD gewährt auch Erlösbeteiligungen an Produzenten: für die Auslandsverwertung, bei Pay-TV, Kino und
DVD-Erlösen und auch bei kommerziellen On-Demand-Angeboten.

Neuland wollen die Beteiligten in der Frage der Verwertung nicht genutzter Rechte gehen. Hier soll den Produzenten die Möglichkeit eingeräumt werden, nicht genutzte Rechte - insbesondere auch außerhalb des Senderechts - selbstständig zu verwerten und an den dadurch erzielten Erlösen die Sender zu beteiligen. Ein nicht exklusives
Senderecht für die ARD-Landesrundfunkanstalten bleibt in jedem Fall
erhalten. Eine Verständigung wurde auch über die Kalkulationsfähigkeit wichtiger Berufsbilder erzielt, wie z.B. Continuity, Casting, Materialassistenz oder Szenenbild/Kostümbildassistenz, wobei hier ebenso wie bei der Anerkennung der Bürgschaftskosten im Rahmen der Kalkulation der jeweilige Einzelfall zu betrachten ist.
Schließlich haben sich beide Seiten auf eine differenzierte Regelung für Unterhaltungsformate verständigt. Die Eckpunkte der Zusammenarbeit haben bis zum 31.12.2013 Geltung. Eine Clearingstelle von ARD und Produzentenallianz bewertet die
Praxis.

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