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Stärkere Förderung für Hamburger Produzenten

Die Produzentenallianz (PA) gratuliert den Hamburger Produzenten, die sich in dieser Woche entscheidend für die Verbesserung der Film- und Serienförderung in ihrer Region eingesetzt haben. Zugleich begrüßt die PA die Entschlossenheit von Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien, den Forderungen der Produktions­­wirtschaft entgegen­zukommen.

In einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung betonten die Hamburger Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen die Bedeutung des Filmstandorts Hamburg und erklärten, über die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) zusätzliche Mittel für High-End-Formate bei der Serienproduktion bereitstellen zu wollen. Vorangegangen war Anfang der Woche ein runder Tisch, an dem mehrere Hamburger Produzenten, darunter auch Björn Vosgerau, geschäfts­führender Gesellschafter des Mitglieds der Produzentenallianz Wüste Film, die Forderung nach einer Serienförderung am Standort bekräftigten. Denn die Sorge der Produzenten ist groß, dass der Filmstandort Hamburg an Attraktivität verliert. „Andere regionale Förderungen sind vor allem im Bereich der Serienförderung besser aufgestellt als Hamburg. Hier müssen wir schnell aufschließen, ansonsten können wir im Hamburger Raum hochwertige deutsche Serienproduktionen, die auch international großes Interesse auslösen, nicht umsetzen“, so Vosgerau.
 
Auch der Hamburger Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda hat sich entschlossen gezeigt, den Produktionsstandort Hamburg zu stärken und teilte in einem Tweet mit, dass „kurzfristig zusätzliche Gelder für die Serienförderung“ bereitgestellt werden. Johannes Züll, Vorsitzender der Geschäftsführung der Studio Hamburg Gruppe und Vorstandsmitglied der Produzentenallianz, sieht darin ein wichtiges Signal, um den Filmstandort weiter voranzubringen: „Gerade in Zeiten des enormen Booms an deutschen High-End-Serien ist es als Produktionsstandort unabdingbar, konkurrenz­fähig zu bleiben. Denn nur so kann man verhindern, dass das für Produktionen notwendige Fachpersonal dorthin abwandert, wo es bessere Produktionsbedingungen vorfindet. Ganz zu schweigen vom Werbeeffekt, den die Stadt Hamburg durch qualitativ hochwertige Filme und Serien gewinnt. Daher sind wir froh, dass unsere Sorgen ernst genommen werden und mit der nun kommenden, und hoffentlich angemessen budgetierten Serienförderung ein wichtiger Schritt für den Hamburger Produktions­standort gemacht wird.“
 
Die Höhe der angekündigten Mittel bleibt bisher allerdings offen. Die Produzentenallianz geht davon aus, dass eine Soforthilfe in der Größenordnung von zwei Millionen Euro einen ersten wichtigen Beitrag dazu leisten würde, um dem Standort im umkämpften High-End-Segment der Serienförderung eine stärkere Wahrnehmung zu verschaffen. Zu der tatsächlichen Höhe wird der Hamburger Senat nach einer Prüfung entscheiden. (10/19)
 

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