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YouTube und Facebook halten über 50 % bei Onlinevideowerbung

News: Medienpolitik

YouTube und Facebook halten über 50 % bei Onlinevideowerbung

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle hat einen neuen Analysebericht zu Online-Video-Sharing veröffentlicht. Zentrale Ergebnisse: Sechs- bis Fünfzehnjährige schauen rund 20 % der Zeit, die sie vor dem Bildschirm verbringen, Onlinevideoclips. YouTube und Facebook haben mit 56 % einen gewaltigen Marktanteil bei Onlinevideowerbung in Europa.

Jedoch macht Onlinevideowerbung nur 9 % der gesamten Videowerbung aus, 91 % entfallen nach wie vor auf Fernsehen.

Der Bericht "Video-Sharing-Plattformen: Angebot, Reichweite, Ökonomie" stellt die Entwicklung der Onlinevideoplattformen (wie zum Beispiel YouTube und Facebook), die Hauptakteure und ihr Verhältnis zu den Erstellern von Programmen dar. Der Verfasser Gilles Fontaine, Leiter der Abteilung für Marktinformationen in der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle, richtet den Blick auf die Verwendung von Videoplattformen und ihre Geschäftsmodelle und analysiert darüber hinaus die möglichen Auswirkungen dieser Plattformen auf den audiovisuellen Sektor. Die Erkenntnisse des Berichts wurden erstmalig im Juni dieses Jahres auf einer Konferenz zu Videoplattformen vorgestellt, die die Informationsstelle im Rahmen der französischen Präsidentschaft 2018 veranstaltet hat.

Die zentralen Aussagen:

Der Videoplattformsektor unterliegt raschem und stetigem Wandel:

  • durch die Einführung neuer Dienste (Live-Streaming, Video-on-Demand, Verbreitung von Fernsehkanälen),
  • durch neue Wege zur Vergütung der unterschiedlichen Ersteller von Inhalten,
  • durch das Auftreten neuer Ersteller von Inhalten.

Verhaltene Investitionen in Erstellung von Inhalten

Videoplattformen investieren zwar in die Erstellung von Originalinhalten, es ist jedoch keineswegs sicher, dass sie beabsichtigen, in diesem Bereich mit audiovisuellen Diensten zu konkurrieren. Die investierten Beträge sind relativ gering und sollen in erster Linie als Anreiz für Ersteller von Inhalten und Mediengruppen dienen.

Massive Nutzung, jüngere Generationen sind Hauptkonsumenten...

Videoplattformen werden heute massiv genutzt, die tatsächliche Sehdauer ist jedoch, abgesehen von der Altersgruppe unter 15 Jahren, nach wie vor relativ begrenzt.

Gesteigerte Konkurrenz für Fernsehwerbung durch Onlinewerbung

Video-Sharing generiert direkte Einnahmen für die Plattformen selbst (Werbung, Provision, Abonnements). Es generiert zudem indirekte Einnahmen durch eine allgemeine Steigerung des Besucherverkehrs auf den Plattformen und die Möglichkeit zur Erhebung von Nutzerdaten. Onlinevideowerbung stellt wahrscheinlich eine neue wesentliche Konkurrenzquelle für Fernsehwerbung dar. Gegenwärtig beherrschen YouTube und Facebook zusammen über 50 % dieses Markts.

Der vollständige Bericht kann hier eingesehen werden. (12/2018)

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